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#walktherhine - 1000km Rheinwanderung

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Woche 1

Pascal Weiß
Pascal Weiß schrieb am 29.07.2020

Zunächst das Entscheidende, was ich wohl auch noch ab und zu wiederholen werde, dann folgt ein kleiner Bericht zu meiner ersten Woche:

Vielen Dank an alle bisherigen SpenderInnen, die die ganze Aktion ins Rollen gebracht haben. Man kann noch so viel animieren und Vorlagen schaffen. Wenn diese dann nicht genutzt werden, nützt das alles nichts. Die Spenden sind eben das, was eine Spendenaktion ausmachen.

1. Abschnitt Tomasee - Chur

Der Start zur Quelle war direkt erlebnisreich mit dem höchstgelegensten Leuchtturm der Welt und einem Alphornkonzert am Start des Aufstiegs. Kurz vor Feierabend (20 Uhr) und ab 18 Uhr Regen bin ich dann am Campingplatz eingetroffen. Mir wurde noch eine Gerstensuppe angedreht, dass ich dann bei fast 35 € für ca. 15 Stunden Zelt aufstellen bezahlen durfte. Die Suppe hat zwar geholfen, aber die ersehnte warme Dusche war kalt.
Damit stand für mich fest, dass ich zumindest in der Schweiz überwiegend wildcampen werde.
Die folgenden drei Nächte bis zur Rheinschlucht konnte ich immer direkt am Fluss zelten und mir dort am Lagerfeuer Wasser warm machen und so die warme Dusche simulieren.
In dieser Zeit gab es jeden Tag und jede Nacht Schauer, also war schon ziemlich viel von meinen Sachen nass. Die vierte Nacht war wegen eines Naturschutzgebiets etwas abseits des Flusses. Es gab keine Schauer mehr, aber ich hatte dank einer Schützhütte auch Mal ein Dach. 
Am Abend hatte ich meine letzte Portion des Essens aus Deutschland gemacht. Fertiges Thay Curry aus der Packung zum Warmmachen. Das scheint aber abgelaufen gewesen zu sein, denn ich musste mich in der Nacht mehrmals übergeben und hatte somit kaum Schlaf. Am nächsten Morgen hatte ich deshalb einen gefühlten Kater, hatte eben keine Energie aufgenommen und das Frühstück ging auch noch nicht rein. Es war auch noch sonntags und es wartete die erste Nacht auf einer Couch in Chur auf mich. Ich fragte ein Ehepaar, ob es irgendwo eine Möglichkeit geben würde, um zumindest eine Cola zu trinken. Sie schickten mich leider in die falsche Richtung, aber nach der flüssigen Zuckermahlzeit machte ich mich dann um 15 Uhr auf den bergigen Weg zur Couch.
Während ich versuchte, dass der Beckengurt nicht zu sehr in meine angeschlagene Magengegend drückt, verpasste ich eine Abbiegung und landete an einer Hauptstraße. Verzweifelt setzte ich mich kurz dorthin, um zu überlegen, ob ich jetzt zurücklaufe zum richtigen Weg oder ob ich einfach die Hauptstraße entlang gehe. Ich muss wohl ziemlich bemitleidenswert ausgesehen haben, denn nach nicht Mal zehn Minuten hielt eine nette Dame an und fragte, ob sie mich irgendwo hinbringen sollte. Ich erzählte ihr von meinem Projekt und lehnte das Angebot gegen den Willen meines Körpers ab. Aber sie gab mir ihren Kontakt und bot mir an, mich zu melden, falls ich doch Hilfe bräuchte. Dann habe ich es irgendwie nach Reichenau geschafft, wo der Vorderrhein und der Hinterrhein zusammenfließen und der Rhein weiterfließt. Irgendwo auf der Strecke dorthin habe ich die 100km-Marke geknackt. An der Brücke war ein Bahnhof, der meine Oase dank eines Automaten mit Schokoriegeln war. Leider funktionierte dieser Automat nicht. Also blieb mir nichts anderes übrig, als meinem Magen drei Tage altes Brot zuzumuten, dass übrigens aus einem sauberen Hundekotbeutel noch relativ frisch daher kam.
Dabei änderte ich den Plan. Ich fuhr das letzte Stück nach Chur mit der Bahn, habe das fehlende Stück aber am nächsten Tag nachgeholt und mich dann bei der netten Dame erholt. Also Pflicht erfüllt, nur einen Tag später als ursprünglich geplant.
Das war der Versuch einer kurzen Zusammenfassung der ersten Woche.


Aber ich habe noch einen weiten Weg vor mir, das nächste große Ziel ist der Bodensee. Also bleibt dabei und helft weiterhin aus der verrückten Reise eine sinnvolle Aktion zu machen!