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Festgesetzt

Jörg Hofmann
Jörg Hofmann schrieb am 06.06.2021

Liebe "Tierra sin puerto"- Crew,

wieder einmal wurde eines der Schiffe der Rettungsschiffe festgesetzt. Diesmal die SEA-EYE 4 in Palermo. Die EU - und dazu gehört eben auch die Bundesregierung - nimmt den Tod von Schiffbrüchigen nicht nur billigend in Kauf - sie beteiligt sich seit Jahren mit ihrer menschenverachtenden Abschottungspolitik aktiv daran.

Leider fällt es mir - trotz unzähliger Sonntagsreden der vergangenen Monate - schwer, zu glauben, dass unsere Entscheidungsträger das Leben ALLER Menschen gleich schützenswert finden. Und durch die wiederholte Festsetzung eines privaten Rettungsschiffs im Mittelmeer sehe ich diesen, zugegeben schwer wiegenden Vorwurf, leider bestätigt. Falls jemand das entkräften kann - gerne.

Information, Information, Information. Aufklärung, Transparenz, Evidenz, Rechtmäßigkeit, Verhältnismäßigkeit, Respekt, Menschenwürde ...

OK. Im September sind hier Wahlen, da darf man sich mit einem Kreuzchen mal so richtig austoben, aber lasst uns auch weiterhin durch Spenden an die privaten Seenotrettungs-Organisationen zeigen, dass wir diesen in meinen Augen abgrundtiefen gesellschaftlichen Werteverfall nicht mittragen.  

Blast Wind in die Segel! Sprecht mit Menschen darüber, sagt ihnen, was passiert. Das ist ja nicht irgendwo auf der Welt, sondern direkt vor unserer Haustür. 

Ich spreche auch lieber über angenehme Dinge und klammere so etwas aus, aber die Verantwortung ist da, ob wir wollen oder nicht, und wir sind die, die etwas dagegen setzen, die etwas bewegen können. Vielleicht nicht alleine, aber wenn jeder ein Sandkorn auf die Waage legt, macht das einen großen Unterschied.

Die Situation im Mittelmeer ist untragbar - habt Ihr noch eine Idee, wie wir/ich aktiv werden könnte/n? 

Mit Dank für Euren Einsatz und lieben Grüßen,

Jörg