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Final Report // Abschlussbericht

Yannic Hage
Yannic Hage schrieb am 13.08.2019
Final Report
After more than a month I am finally able to find some time and give you a final report. I am really sorry, that I haven't managed to reply to you any earlier, but everything has been just really busy.
After the really warm welcome, I received in Kassel, by members of the Kassel School of Medicine, Gesundheit Nordhessen, Order of Malta Kassel and fellow students I had a busy week straight away, with my yearly paramedic training. As I am still working in the emergency services during term break it is very important for me to improve my knowledge in the field of emergency medicine on a continuous basis. After the week of emergency services training, I started a placement at a local hospital in Rhineland-Palatinate.
I worked there for the whole of July in the cardiopulmonary A&E which allowed me to revise the things I learnt during my first year of Medical School. Furthermore, I was able to gain an insight into the daily routine at an hospital and was encouraged to apply my knowledge hands on which I think is perfect for my future studies.
During all this busy time of learning, I also found some time to recapitulate the experiences I gained on my cycling tour. In hindsight the tour was kind of crazy, especially the idea of cycling 1300km within such a tight time frame. Yet, this was an experience which not only claimed a lot of athletic stamina but also challenged my psychological strength. Nonetheless, it's been a great experience and I am so thankful for all the support I have received throughout the whole tour.
I also got really lucky weather-wise as there was no intense rain throughout my journey, mostly sunshine and most of the time backwind. Furthermore, I had no punctured tire or any other technical difficulties throughout the tour. As some of you might know I broke my cycling shoes but got great support from some craftsman who supplied my with duct tape. In general, it was great to see 5 countries within 10 days, with each country having its own unique touch to its culture and the people. Another important insight I gained was the attitude towards cyclists. Luckily, I was able to use the south coast cycling way in the UK as road cycling can be pretty dangerous. France, Belgium and the Netherlands have a really good road cycling network as well. Especially the long distance cycling routes have been really helpful and allowed fast travelling. Sadly Germany has been one of the worst countries for road cycling. Even when trying to use a cycling path, they sometimes stopped suddenly in the middle of nowhere without any signs showing the correct direction. Maybe that was one of the reasons why the total was 1300km instead of 1200km which were scheduled initially.

Whatsoever, I just wanted to thank everyone, who has supported me throughout the journey and made this an unforgettable experience.
In total I have raised over 3000 € towards the project, of which all of you are great contributors. I am so thankful that you helped me to support this project of the maternity hospital in Tanzania. One of my wishes is to visit the hospital in a couple of years when I have finished medical school, and let's see maybe I cycle there ;-)
So thank you again so much and also a huge thank you to all my supporters, especially the Faculty of Medicine of the University of Southampton, Kassel School of Medicine, Malteser International and Malteser Deutschland e.V. and all the others who are too many to list here. It's been a pleasure to ride for this project.
Thank you!
Yours

Yannic

Abschlussbericht
Nach mehr als einem Monat finde ich endlich Zeit euch einen abschließenden Bericht geben zu können. Es tut mir wirklich sehr Leid, dass ich es nicht früher geschafft habe zu antworten, aber ich bin wirklich sehr beschäftigt gewesen. 
Nach dem herzlichen Empfang in Kassel, von Vertretern der Kassel School of Medicine, Gesundheit Nordhessen, Malteser Hilfsdienst Kassel und Kommilitonen hatte ich direct eine stressige Woche mit meiner jährlichen Pflichtfortbildung für den Rettungsdienst. Da ich während den Semesterferien immer noch im Rettungsdienst tätig bin sind diese Fortbildungen sehr wichtig um einen kontinuierlichen Wissensstand in der Notfallmedizin beibehalten zu können. Nach der Woche Fortbildung habe ich in einem kleinen Krankenhaus in Rheinland-Pfalz ein Praktikum absolviert. Dieses erstreckte sich über den gesamten Juli in der Inneren Notaufnahme. Da wir im ersten Studienjahr die Großthemen Herz und Lunge betrachtet haben ist dieses Praktikum eine perfekte Wiederholung des erlernten Wissens gewesen. Neben der Festigung und Wiederholung des Vorlesungsstoffes konnte ich allerdings auch noch viel neue Erfahrungen sammeln und habe auch einen Einblick in den Krankenhausalltag bekommen. 
Während all dieser stressigen Zeit habe ich allerdings auch ein paar Momente gefunden in welchen ich über die vergangene Tour nachdenken konnte. 
Rückblickend ist die Idee, 1300km in solch einem kurzen Zeitrahmen von 10 Tagen zu fahren, schon sehr verrückt gewesen. Die Tour ist auf jedenfall eine große körperliche Belastung gewesen welche mir viel Ausdauer abverlangt hat. Zusätzlich zur körperlichen Belastung ist es auch psychisch anstrengend gewesen gegen den Schmerz zu fahren was eine interessante Erfahrung gewesen ist. Nichtsdestotrotz ist es eine großartige Erfahrung gewesen und ich bin so dankbar für all die Unterstützung welche ich während der Tour von verschiedensten Personen erfahren habe. 
Wettertechnisch hatte ich auch sehr viel Glück: Es gab keine stärkeren Regen- oder Gewitterschauer, stattdessen Sonne satt, und auch über einen Großteil der Zeit Rückenwind. Des Weiteren hatte ich während der Tour kein einziges Mal einen Platten und auch keine anderen größeren technischen Schwierigkeiten. Wie einige von euch eventuell mitbekommen haben sind während der Fahrt meine Fahrradschuhe kaput gegangen, die ich allerdings mithilfe von ein paar freundlichen Handwerkern und einer Rolle Panzertape provisorisch reparieren konnte. 
Im Großen und Ganzen war es großartig fünf Länder in zehn Tagen zu sehen, wobei jedes der Länder seine Besonderheiten in der Kultur hatte. Eine andere wichtige Erfahrung die ich gemacht habe ist die Einstellung der Länder und Menschen bezüglich des Fahrradfahrens gewesen. 
Glücklicherweise konnte ich in England den Süd-Küsten Fahrradweg benutzen, da ansonsten Rennradfahren auf der Straße sehr gefährlich werden kann. Frankreich, Belgien und die Niederlande haben wirklich sehr gut ausgebaute Fahrradnetze. Besonders hilfreich fand ich hierbei die Langstreckenfahrradrouten, welche ein schnelles Vorankommen ermöglicht haben. 
Traurigerweise ist Deutschland eines der schlimmsten Länder im Bezug auf Radfahren gewesen. Selbst der Versuch einen Radweg zu verwenden endete manchmal mit einem abrupten Stop im Nichts ohne Schilder, welche die richtige Richtung angezeigt haben. Vielleicht ist das auch einer der Gründe, dass die Gesamtzahl an gefahrenen Kilometern 1300km betrug und nicht wie geplant 1200km. 

Trotzdem will ich mich einfach bei euch allen bedanken für die Unterstützung während der Fahrradtour die dieses Ereignis zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben. 
Insgesamt habe ich mehr als 3000€ für das Projekt sammeln können, an dem ihr alle einen Anteil habt. 
Ich bin so dankbar, dass ihr mir geholfen habt das Projekt der Geburtenklinik in Tansania zu unterstützen. Einer meiner Wünsche ist es die Klinik in ein paar Jahren selbst zu besuchen nach meinem Medizinstudium und wer weiß, vielleicht fahre ich ja mit dem Fahrrad dort hin. 
Nochmals vielen Dank an euch alle und auch einen großen Dank an meine Unterstützer, insbesondere die medizinische Fakultät der University of Southampton, die Kassel School of Medicine, Malteser International und Malteser Deutschland e.V. Natürlich auch all den anderen welche aber zu zahlreich sind um sie einzeln zu nennen. 
Es ist mir eine Ehre gewesen für das Projekt fahren zu dürfen. 
Vielen Dank. 
Eure Yannic