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Reisebericht 1

T. Heimhalt
T. Heimhalt schrieb am 06.04.2010

 


Erster Reisebericht!


 


Ueber den Elberadweg von Hamburg nach Prag - das Abenteuer WASSERRAD2010 startet!!


 


Nach meinem Start in Hamburg zieht es mich an diesem Abend zu meinem Vater – meiner ersten Uebernachtungsmoeglichkeit. Auf der Strecke entlang der Elbe gabel ich in Geesthacht meinen Kumpel Lorenz auf, welcher mich bis nach Dessau begleiten wird. Nach guten 100km kommen wir dann abends in Niendorf, in der Naehe von Boizenburg an. Zwischendurch trafen wir noch kurz eine Redakteurin der Luenepost, in der auch ein Artikel ueber meine Tour veroeffentlicht wurde.


Am naechsten Tag starten wir sehr spaet und haben teils kraeftigen Gegenwind. Wir fahren bis 20Uhr abends und schlagen dann hinter dem Deich direkt an der Elbe unser Nachtquatier auf. Obwohl wir so spaet gestartet sind schaffen wir trotzdem noch gute 70km.


Eigentlich wollten wir am Freitag in Dresden sein – dieser Plan aenderte sich spaetestens am naechsten Tag, wo wir wieder nur 75km schafften, weil wir extrem starken Gegenwind hatten. Stattdessen wollten wir nun Samstag in Dresden sein, aber auch aus diesem Plan sollte nichts werden... Aber an diesem Tag haben wir einen sehr schoenen Platz zum verweilen gefunden direkt zwischen der Elbe und Havel auf einer laenglichen Insel schlugen wir unser Zelt auf, sassen noch eine Weile am Feuer, sahen noch einen Biber, welcher fuer meinen Fotoapperat leider zu schnell war...


Am naechsten Tag fange ich an mich immer Mal wieder mit Baeckereien anzufreunden – ich bekam von der einen Baeckerei 10 Broetchen und nen Kaffee nachdem ich von meiner Tour erzaehlt hatte! Wir haben am 25.3. also am vierten Radeltag noch einen sehr interessanten Radfahrer kennengelernt, welcher mich sehr stark an einen Arbeitskollegen erinnerte. Wer jetzt jemanden kennt, der ein Kajak hat, dass mehr aus Lautsprechern und Lichtanlagen besteht als aus Boot und der ein Fahrrad faehrt, dass den ganzen Fahrradraum blockiert, wenn es dort drin steht, weiss wer gemeint ist...


Zumindest war an diesem Fahrrad so ziemlich alles dran verbaut, was man sich irgendwie nur vorstellen kann – selbst ein Survivalmesser klebte oben auf der Lenkertasche... An diesem Tag hatten wir aber endlich mal richtig gutes Wetter und konnten den ganzen Tag in T-Shirt und kurzer Hose fahren. Theoretisch hatten wir nun noch immer 320km an zwei Tagen zu fahren – dementsprechend wurde auch aus diesem Plan spontan nichts mehr, denn an diesem Tag schafften wir auch nur 90km – konnten aber immerhin fuer umsonst auf einem Campingplatz schlafen, welcher eigentlich noch gar nicht geoeffnet hatte. Wir freuten uns beide ueber eine Dusche! Und dann am naechsten Tag schafften wir dann doch endlich nochmal die inzwischen magische 100km Marke und radelten 130km – mal wieder allerdings bis spaet abends. An diesem Tag hatten wir nun doch mal richtig schlechtes Wetter, mit kraeftigem Sturm und Regen! Wir waren abends dermassen platt, dass wir nur noch kurz gegessen haben und sofort schlafen gegangen sind.


Am naechsten Tag verlaesst Lorenz mich in Dessau und ich kaempfe ab diesem Zeitpunkt allein gegen den Wind und das Wetter. In Dessau muss ich mir leider noch ein neues Handy kaufen, was meine Reisekasse extrem strapaziert. Ich verlasse an diesem Tag den Elberadweg, weil ich langsam genug hatte von Ueberschwemmten Radwegen und Wasserdurchfahrten. Hinzu kommt, dass Teilabschnitte und Faehren gesperrt waren. Dementsprechend fuhr ich ab diesem Zeitpunkt bis nach Dresden auf der Strasse. Abends fahre ich noch kurz eine Tankstelle an, um auf Toilette zu gehen, mein Wasser aufzufuellen und mich grob zu waschen. Kurz darauf baue ich am Waldrand mein Zelt auf und verbringe meine erste Nacht allein. In dieser Nacht schlich ein Tier um mein Zelt rum, welches dann direkt neben meinem Zelt pupste – dass hatte ich, trotz vieler Naechte im Wald bisher auch noch nicht erlebt!! Ich fand es zumindest extrem witzig.


Am naechsten morgen wache ich um 6Uhr das erste Mal auf. Es regnete wie aus Eimern, was sich auch die naechsten 2,5Stunden nicht aendern wollte. Ich zog dann meine Regenschen an und fuhr in stroemendem Regen davon! Das Wetter bessert sich aber im Laufe des Tages und es wird trocken. Zwischendurch lade ich mein Handy in einem Restaurant auf, weil ich fuer die Dresdner Presse erreichbar sein musste. Nach 130km erreiche ich am Abend den Kanuclub in Dresden, wo ich laenger bleibe als erwartet. Ich erhole mich dort 2 Tage von meiner Erkaeltung, schau mir ein wenig Dresden an und organisiere noch einige Sachen. Der Fahrradladen Haenke in Dresden spendierte mir noch einen Speichenschluessel und einen Schaltzug - vielen Dank dafuer!!


Ich lerne beim Kanuclub noch zwei nette Hamburger kennen, die noch Sachen fuer mich mit nach Hamburg genommen haben – super! An diesem Tag entschliesse ich mich ziemlich spaet meine Tour fort zu setzen und starte erst um 14 Uhr!! Aber immerhin schaffe ich es an diesem Tag noch ueber die Grenze nach CZ!! Ich mache an der Grenze gefuehlte 50 Fotos von mir am Grenzuebergang – nun geht die Reise fuer mich erst los! Deutschland ist verlassen und so schnell werde ich nicht mehr in mein Heimatland kommen. Nach der Grenze wird es am Elberadweg landschaftlich nochmal richtig schoen! Das Gebirge direkt am Wasser ist wirklich beeindruckend! Meine erste Nacht in CZ ist sagen wir mal eher unentspannt verlaufen. Ich bin bis spaet abends gefahren und fand und fand keinen geeigneten Platz zum Uebernachten. Letzendlich endete ich auf einer kleinen Koppel – wunderschoen gelegen direkt neben einer befahrenen Strasse und vor allem neben Eisenbahnschienen – welche auch ausgiebig genutzt wurden... Die Nacht war auch neben dem Laerm relativ unentspannt – das Wetter haette mal wieder besser sein koennen und leicht schraeg war die Koppel auch. Aber nun denn – es kann ja nur besser werden!


Am naechsten Tag – mit dem Ziel Prag fahre ich 130km und habe abends kene Lust mehr die restlichen 25km nach Prag rein zu fahren. Vor allem, weil die Tschechen mir alle erzahlt haben, dass es keinen anderen Weg gaebe als ueber die Autobahn. Aus diesem Grund und aus Kostengruenden baute ich kurzentschlossen mein Zelt auf und beschloss Prag am naechsten Tag in Angriff zu nehmen. Ich hole mir noch Wasser von sehr hilfsbereiten, sehr offenen Tschechen, die kein Wort Deutsch oder Englisch sprachen – aber es ging auch ohne Probleme mit Haenden und Fuessen.An diesem Tag begleitete mich auch noch ein anderer, aelterer Mann mit seinem Rad und wir unterhielten uns eine ganze Zeit. Allgemein bin ich bisher nur auf sehr offene und nette Menschen gestossen – Wirklich grossartig – ich freue mich hier sein zu duerfen und diese Gastfreundschaft zu geniessen!!


Am naechsten Tag erreiche ich endlich nach 50km! Endlich mein Ziel Prag! Ich fahre zu einem Campingplatz, baue dort schnell mein Zelt auf, gehe duschen und fahre in die stadt rein, wo ich nochmals 35km abstrampel. Ich schaue mir ein paar Sehenswuerdigkeiten an, wovon ich aber aufgrund von extrem vielen Touristen recht bald genug habe. Also suchte ich mir ein Internetcafe, bearbeitete meine Mails und verabredete mich ueber couchsurfing fuer den Abend. Als ich nach der legendaeren Party in der fuer eine Woche umgebauten Garage zurueck zum Campingplatz fahre, verfahre ich mich nachts in Prag. Letzendlich finde ich aber den Campingplatz, wenn auch relativ durchgefroren.


Am naechsten Morgen werde ich von den Fruehaufstehern vom Campingplatz geweckt – vor 8Uhr also mir weniger als 6Stunden schlaf.


Ich fruehstuecke noch sehr nett mit meinen neuen Bekannten aus der Naehe von Ulm. Nachdem wir uns rund 2 Stunden festgequatscht hatten mache ich mich auf den Weg in die stadt, um diesen Bericht zu schreiben und mir in einem Fahrradladen eine neue Flachkopfschraube zu organisieren, welche von meinem Schuh abgeflogen war....


 


Tachostand nach 12 Tagen 1056km mit 4 Tagen ohne Radfahren! Bisher keine Panne. Morgen gehts weiter mit Fahrtrichtung Sueden. Das naechste Land wird Oesterreich sein – allerdings nicht wie ehemals geplant ueber den Moldauradweg, weil dieser ueber weite Teile wegen Hochwasser gesperrt und nicht befahrbar ist!!


Ich bin gespannt was kommt – ich werde weiter berichten!


 


Fotos folgen in Kürze !