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Radfahren für obdachlose Menschen

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Was kann ich tun?

J. Köttig
J. Köttig schrieb am 09.06.2016


Schon ungefähr 1500 km liegen hinter mir, die Grenze zu Frankreich ist überschritten. Ich habe nun Nancy erreicht. Nein, das ist nicht meine neue Freundin, sondern eine Stadt kurz hinter der Grenze zwischen Frankreich und Deutschland und nordwestlich von Straßburg.


Fast zwei Wochen liegen zurück, in denen ich durch unwetterartigen Regen fuhr, an übergetretenen Ufern meinen Weg suchte und von überfluteten Campingplätzen evakuiert wurde. Von den schlimmsten Überschwemmungen in Baden Württemberg wurde ich aber verschont. Mein Weg wird nun schwerer und steiniger durch die aufgeweichten Wege, aber Abenteuer gehören zu meiner Tour dazu.


Doch einige Gedanken lassen mich nicht los. Bei meinem Aufenthalt in Frankfurt am Main nutzte ich die Gunst der Stunde um die Kollegen der Bahnhofsmission zu treffen, die sich genau wie wir auch stark für Obdachlose einsetzen. Natürlich sind ihre Angebote dagegen aber sehr viel kleiner. In Frankfurt am Main gibt es laut des Sozialarbeiters 400 Schlafplätze für ungefähr so viele vermutete "Obdachlose" in der Kältehilfesaison in ganz Frankfurt. 3600 "wohnungslose" Menschen, also jene, die keine eigene Wohnung,aber ein Dach über den Kopf haben, gibt es allein in Frankfurt.


In Berlin sprechen wir von weitaus mehr. Berlin ist die zentrale Stadt für obdachlose Menschen. Am bekannten Zoologischen Garten in der Bahnhofsmission (Berliner Stadtmission) verweilen rund 600 Menschen jeden Tag. Tendenz steigend. Die Dunkelziffer der obdachlosen Menschen in Berlin variiert zwischen 4000 und im 5-stelligen Bereich.


Gerade während meiner Fahrt, mit wenig Gepäck und der Witterung ausgesetzt, bin ich unglaublich dankbar, wenn ich nach einem langen Tag erschöpft oder durchnässt von dem Regen in ein warmes Bett fallen kann. Die obdachlosen Menschen kennen diese Ruhe nicht, sie hetzen von Ort zu Ort, an dem sie sich aufhalten dürfen, geschützt sind. Bis sie weggeschickt werden. Innerlich gehetzt durch die immer größer werdende Last der Probleme und der Scham.


Mir gehen diese Schicksäle sehr nahe und ich frage mich häufig, wie ich einen Obdachlosen helfen kann, der mir auf der Straße begegnet. Was kann ich tun, was können wir tun?


Deshalb unterstütze ich die Arbeit des Pflegezimmers.


Helft mir dabei! Teilen meiner Aktion ist ausdrücklich gewünscht!