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Der große Test: Gelungen – Auf geht’s zum München Marathon!

R. Korbmann
R. Korbmann schrieb am 29.06.2016

Der 26. Juni war in meinem Trainingsprogramm ein ganz besonderer Tag: An diesem Tag sollte sich entscheiden, ob die ganze Sache mit dem Halbmarathon nach einem unsportlichen Leben nur die Schnapsidee eines alternden Jünglings war, bei dem es mit „Jüng...“ doch nichts mehr ist. Oder ob ich realistische Aussichten habe, walkend – also nicht laufend – den Halbmarathon in der geforderten Zeit von drei Stunden zu schaffen. Entsprechend spannend war der große Test: Ich hatte mir überlegt, wenn ich 10 Kilometer mit einer Geschwindigkeit von 7,5 km/h walke, würde ich – bei weiterem fleißigen Training – bis zum Herbst wohl auch 21 Kilometer mit 7,1 km/h packen. Also war meine Wunschgeschwindigkeit 7,5 km/h.

Außerdem wollte ich bei dem Test auch einmal die Atmosphäre eines großen Laufevents schnuppern, nicht dass ich beim München Marathon so eingeschüchtert bin, dass ich gar nichts mehr zuwege bringe. Das Resultat: Die Mittläufer und das Umfeld der Veranstaltung haben mich so mitgezogen, dass ich – ohne mich über Gebühr zu verausgaben – mit einer Zeit von 1 Stunde: 17 Minuten und 1 Sekunde ins Ziel kam. Viel schneller als ich es mir gewünscht hatte. Und mein GPS zeigte sogar, dass die Laufstrecke vom Münchner Marienplatz durch den Englischen Garten tatsächlich 200 Meter länger war als 10 Kilometer. Das ergab eine Geschindigkeit 7,9 km/h, Schneller als ich es überhaupt für mich für möglich gehalten hätte.

Der große Test also ein voller Erfolg. Und was kommt jetzt? Nun, 10 Kilometer sind ja ganz schön, aber nun muss ich die Ausdauer entwickeln, denn 21 Kilometer sind mehr als das Doppelte. Ab jetzt ist mein Trainingsprogramm praktisch verdoppelt: Statt mindestens 20 Kilometer pro Woche, über 40 Kilometer pro Woche. Ich suche mir neue Laufstrecken im Isartal, damit das Training nicht langweilig wird (immer die gleichen Runden mehrfach laufen geht auf den Geist) und „fresse“ Kilometer. Die Temperaturen werden jetzt auch ein Faktor, daher laufe ich meist vormittags und möglichst auf Wegen, die weitgehend im Schatten liegen. Und immer etwas zum Trinken dabei!

Vor allem aber will ich jetzt den Sponsoren der ersten Etappe ein herzliches Dankeschön sagen.Sie haben in mich vertraut und mir viel Mut gemacht, obwohl ich selbst noch nicht sicher war, ob ich den Halbmarathon schaffen kann. Und wenn es einmal besonders schwer gefallen ist, zum Training aufzubrechen, mir scheinbar für nichts und wieder nichts die Seele aus dem Leib zu pusten, dann habe ich an mein Versprechen gedacht, es zu versuchen. Ihre Großzügigkeit hat mich dann motiviert. Und das hat sich gelohnt. Vielen Dank.

Doch jetzt liegen viele weitere Kilometer vor mir, viel Schweiß, Anstrengung, vielleicht auch manchmal Mutlosigkeit und sicher auch Erschöpfung. Ich kann weitere Ermutigung gut gebrauchen. Also die Bitte an Sie: Sind Sie bitte weiter großzügig.