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18.000 km am Rad für eine Welt ohne Landminen

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Die ersten 800 km, Teil 2 / The first 800 km, part 2

Daniel S.
Daniel S. schrieb am 14.04.2016

>>>Englisch Version below<<<


Ich folgte dem Eurovelo 6 geradewegs
bis nach Belgrad. Die Strecke bis Bratislava ist ein schöner Radweg. Er
führt hauptsächlich über ruhige Landstraßen, manchmal nah, manchmal in
größerer Entfernung zur Donau, mit sehr unterschiedlichen
Streckenbedingungen. In Südungarn, Kroatien und Serbien ist die Strecke
wieder besser. Oft ist es ein wahres Ratespiel, den richtigen Weg zu
erkennen. Die Hinweisschilder sind nicht immer leicht zu finden oder
fehlen komplett. Ich fand den Weg oft instinktiv, aber es kostet
zeitweise jede Menge Nerven, speziell wenn man müde ist.


Die
Landschaft ist ganz ähnlich der in Österreich. Landwirtschaft, wohin man
schaut .. und ein paar nette Auwälder, alles sehr, sehr flach. Bis
Kroatien war der Donaudamm die höchste Erhebung, die ich erklomm ;-)

Es ist erstaunlich, wie schnell sich der Lebensstandard der Menschen
änderte, je weiter ich in den Südosten kam. Die Menschen auf dem Land
leben hier ein ziemlich einfaches Leben. Sie sind aber alle sehr nett
und hilfsbereit!
Mit meinen Campingplätzen hatte ich bis jetzt
großes Glück. Immer weit weg vom Verkehr und von Städten. In Belgrad
schlief ich das erste Mal in einer Jugendherberge. Alle übrigen Nächte
verbrachte ich in meinem Zelt. Eine Nacht konnte ich in einem schönen
Haus eines Serben übernachten, der mir kostenlos ein Zimmer anbot,
nachdem er mich auf einen Drink eingeladen hatte.

Einige
Kilometer lang war ich auch an der serbisch-kroatischen Grenze
unterwegs. In den 1990er-Jahren war dort einer der umkämpften
Kriegsschauplätze. In vielen Städten und Dörfern sind noch immer Spuren
des Kriegs sichtbar, vor allem durch Einschusslöcher in Hausfassaden. Am
deutlichsten sieht man das am Beispiel des Wasserturms von Vukovar. Wie
ich aus meinen Vorabrecherchen weiß, ist Serbien nach wie vor mit
Antipersonenminen, Streumunition und anderen explosiven Kampfmitteln
verseucht. Nach Angaben der lokalen Bevölkerung sind aber in dieser
Gegend zum Glück alle Minen und Blindgänger bereits entfernt worden.
Tatsächlich habe ich hier auch keine Minenwarntafeln gesehen.


Um euch eine Vorstellung zu geben, wie einer meiner Reisetage aus meiner
Perspektive aussieht – hier eine kurze Zusammenfassung:



  • aufwachen zwischen 5.30 und 6 Uhr "mit den Vögeln"

  • Zähne putzen und Gasherd anwerfen für mein Müsli zum Frühstück

  • frühstücken und Sachen zusammenpacken

  • Campingplatz gegen 8.30 verlassen

  • Rad fahren, herumschauen

  • Rad fahren, noch mehr herumschauen, Lebensmittel für den Tag einkaufen

  • Rad fahren, zwischendurch Pause für Snacks oder Getränke

  • die drei obigen Punkte wiederholen, inklusive einiger Toilettenstops ;)

  • einige Einheimische treffen (viele in Ungarn, Kroatien und Serbien sprechen Deutsch)

  • noch mehr Rad fahren und herumschauen


  • Wassertank für die Nacht füllen und mit der Suche nach einem guten
    Zeltplatz in der freien Natur oder einem Campingplatz beginnen

  • Zelt aufstellen, wenn der Platz gefunden ist (in der Regel zwischen 5 und 7 Uhr)

  • Abendessen, hoffentlich vor Einbruch der Dunkelheit

  • um neun Uhr schlafen gehen (weil es dunkel ist und es nichts anderes zu tun gibt, als auf den Klang der Natur zu hören)

  • und am nächsten Tag wiederholt sich alles ;)


Auf Facebook habe ich ein paar Bilder hochgeladen, um euch einen visuellen Eindruck zu geben!


http://tinyurl.com/18-000-km-am-rad-fotoalbum2



Bitte unterstützt meine Aktion weiterhin! Und sagt es bitte weiter!


Liebe Grüße an alle !!


######################



I followed the Eurovelo 6 all the way here to Belgrade. It’s a nice
bike trail all the way until Bratislava. After that, coming into Hungary
the trail is mainly along quiet countryside roads sometimes close,
sometimes not so close to the Danube river, with very varying track
conditions. It improved again in southern Hungary and Croatia and
Serbia. Many times finding the right way turns into a guessing game
because the signs are not always easy to spot or not there at all. But
following your instincts often is good enough, does however cost a lot
of nerves when you're already tired.
The landscape looks similar to
what we are used to in Austria. Agriculture everywhere... and some nice
"Auwaelder" but very, very flat. Until Croatia the Danube dam was
probably the highest I got „wink“-Emoticon

It’s amazing though, how quickly the living standard changed the
further south east I got. People on the countryside live pretty simple
lives here. They are all very nice and helpful though!
I was very
lucky with my camp spots up to now. Always far from traffic and towns.
In Belgrade it's the first time that I sleep in a hostel. All other
nights I spent in my tent. One night I could stay in a nice Serbians
house who offered me a room for free after inviting me for a drink.



For several kilometers I was on the move at the Serbian-Hungarian
border. In the 1990s, there was one of the competitive battlefields.
Traces of war are still visible in many towns and villages, especially
by bullet holes in facades. Most clearly seen on the example of the
water tower of Vukovar. As I know from my preliminary research, Serbia
is still contaminated with anti-personnel mines, cluster munitions and
other explosive ordnance. But according to the local population all
mines and unexploded ordnance have been fortunately removed in this
area. In fact, I did not see any mine warning signs.


To give you an idea of what a day of my trip looks like from my perspective check out this summary:




  • wake up at around 5 30 to 6 am "with the birds"

  • brush teeth and start gas stove to prep muesli for breakfast

  • have breakfast and pack up gear

  • leave campsite around 8 30

  • cycle, look around

  • cycle, look around more, shop food for the day

  • cycle, stop for snacks or drinks

  • repeat the above 3 and include some toilet stops ;-)

  • meet some locals (many in Hungary, Croatia and Serbia talk German)

  • cycle some more and look around some more

  • fill up water tank for the night and start looking for a good camping spot in the wild or a campground

  • pitch tent when found (usually between 5 and 7 pm)

  • have dinner hopefully before dark

  • go to sleep at nine (because it's dark and there's nothing else to do but listening to the sound of nature)

  • repeat all for next day „wink“-Emoticon



You will find some pictures on facebook to help you visualize!


http://tinyurl.com/18-000-km-am-rad-fotoalbum2


Please donor some kilometers and support my fundraising campaign!

Please spread the word!


Best wishes to everyone!!