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Tag 7 - aber bestimmt nicht der letzte Tag

Anne Z.
Anne Z. schrieb am 01.02.2015

Zum Abschluss meiner Plastik-Pause versuche ich mich tatsächlich noch im Brotbacken und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Zugegeben, ganz plastikfrei ist es dann doch nicht, da ich weder Trockenhefe noch Salz ohne Plastikverpackung bekommen habe, aber im Vergleich zu der Menge Kunststoff, die für eine Packung Toast benötigt wird, ist der Anteil Plastik wirklich gering. Das Backen ging von kleinen Unfällen mit Salz und Wasser einmal abgesehen recht einfach und die Freude, den duftenden Laib Brot aus dem Ofen zu holen und sich eine noch warme Scheibe davon abzuschneiden, wird einem das Öffnen einer Packung Toast wohl kaum bescheren. Preislich gesehen ist es viel günstiger als das Brot vom Markt. Nur ist es ein recht kleines Brot, das ich wohl ziemlich schnell aufgegessen haben werde. Wenn ich es zeitlich hinbekomme, möchte ich aber versuchen, mir mein Brot von jetzt an weiterhin selbst zu backen.

So schnell war die Woche dann auch schon vorbei, aber ganz aufhören wird das Experiment Plastik-Pause für mich sicher nicht. Ich werde zwar wieder anfangen, die Gegenstände, die ich in Schubladen verbannt habe, zu benutzen, nützt ja schließlich nichts, alles in den Müll zu werfen, aber ich werde beim wöchentlichen Einkauf und bei Neuanschaffungen weiterhin versuchen, so gut es eben geht auf Plastik zu verzichten. Überhaupt findet man so viele interessante Tipps zum Thema Plastikverzicht, dass eine Woche überhaupt nicht ausreicht, um sich in das Thema einzulesen und alles auszuprobieren. Die Woche hat mir auch gezeigt, dass einige Dinge, die ich als selbstverständlich nötig angesehen habe, gar nicht so bedeutend sind. Beispielsweise habe ich ja Gesichtscreme und Föhn weggelassen und siehe da, ich bin nicht zum Streuselkuchenmonster mit wilder Mähne mutiert, sondern habe eigentlich gar keinen Unterschied festgestellt. Meine Haare haben mir ehrlich gesagt luftgetrocknet sogar besser gefallen, weil sie lockiger waren und sich weicher angefühlt haben. Dass ich die ganze Woche meine Brille getragen habe, ist abgesehen von einer Freundin niemandem aufgefallen, zumindest hat mich niemand darauf angesprochen. Ganz auf Kontaktlinsen verzichten möchte ich zwar nicht, aber ich werde sie auf jeden Fall seltener tragen.

Insgesamt gibt es noch so viele plastikfreie Möglichkeiten zu entdecken, auf die ich schon sehr gespannt bin. Für mich wird das Experiment auf jeden Fall weitergehen.