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KRASS e.V. - Kinder haben keine Angst vor scharfen Messern.

A. Albrecht
A. Albrecht schrieb am 14.02.2015
Ein Tag im Atelier von Emil Schult.

Ganztagesveranstaltung 07.02.2015 im Rahmen von ICH BIN HIER: Kunst macht stark, Düsseldorf.

Emil
will sicher nicht für seinen Background in den Vordergrund geschoben
werden, wer den wissen will, der google Emil Schult. Eigentlich will er
überhaupt nicht im Vordergrund stehen, denn dort stehen für ihn, … die
Kids.

Minutiös geplant die Anreise von Düsseldorf nach Viersen, mit
Zugfahrt und U-Bahn und Bus und Bus, überrascht Emil uns bereits am
Viersener Bahnhof und chauffiert in zwei Fahrten die „ICH BIN HIER:
Kultur macht stark!“- Kids samt Künstlerin Ulrike in sein Atelier, dem
Zauberreich auf der Berliner Höhe.

Dort wartet schon seine
Tochter, die uns assistieren wird, wenn wir heute mit den Kids das
künstlerische Genre des Reverse Painting, also der Hinterglasmalerei,
erlernen und umsetzen.

Emil verteilt Motiv-Blätter,
Plexiglas-Platten und Skalpelle an die Kinder. Er sagt, die sind extrem
scharf, je schärfer umso besser. Kinder, sagt Emil, haben keine Angst
vor scharfen Messern, sie gehen perfekt damit um, sie denken nicht
darüber nach.

Die Motive werden hinter die Platten geklebt und
dann die Konturen mit den Skalpellen ausgeschnitten; einzelne Parzellen
mit Farbe versehen, getrocknet, andere Parzellen mit Blattsilber und
Blattkupfer beklebt; es wird gefönt, um Farbe zu trocknen, gesaugt um
überschüssiges Blattmetall zu entfernen. Das eine oder andere Bild
misslingt – es wird einfach ein neues begonnen.

Zwischenzeitlich
ist auch Emils Frau Nathalie da, ebenfalls eine großartige Künstlerin
und in ihrem Viersener Stadtteil auch immer wieder mit Kindern aus
sozialen Randgebieten ehrenamtlich Großartiges auf die Beine stellend.
Sie hilft und unterstützt, sie ermuntert und es fühlt sich an ...

... wie ein großes KRASS-Gathering, irgendwie ticken heute alle Erwachsenen im Raum komplett gleich – grandios!

Es
gibt Momente, da hört man eine Stecknadel auf den Boden fallen, so
konzentriert sind die Kinder am Kunst schaffen, dann wieder Momente, wo
die Aufregung kurz vor dem finalen Ergebnis groß wird, wo nochmal
nachgepinselt wird, um einen gleichmäßigen Hintergrund (hinter Glas die
finale Schicht) zu bekommen, es muss noch mal gefönt werden.

„Warteschleife“,
sagt Emil und Jan findet Warteschleife doof, da hat er bereits sein
zweites Bild fast fertig. „Warteschleife“ ist ganz schön schwierig für
Jan, aber er versteht es

Alle Arbeiten sind (vielleicht manche im zweiten Anlauf) einfach wunderschön geworden.

Den Kindern merkt man die zwei Stunden Höchstkonzentration an.

Emil
bittet alle an den großen Tisch. Eine ferngesteuerte – wie nennt man
die – Drohne? schlägt alle Kinder noch einmal in den Bann. „Mach sie
fliegen“, bitten die Kids. Doch Emil ist nicht Maler sondern auch
Musiker und „Mach sie fliegen“ bitteschön, ja, aber erst ein Lied von
Euch. „Wer möchte ein Lied singen“, fragt Emil und Eileen möchte
„Atemlos“. Es wird „Bruder Jakob“ im Kanon und es wird Hammerschön!

Die
Drohne fliegt und die Kids sind begeistert, erschöpft und die Drohne
fliegt Richtung Ausgang und Emil wünscht uns allen einen schönen Tag.

Er
sagt, „schön, dass ihr da ward“ – Als wenn wir es gewesen wären, die
IHM eine Freude gemacht hätten, nicht andersrum. So ist Emil. Im
Vordergrund, … die Kids.

__°__

Nachtrag:

Wir
möchten glückliche Kinder. Deswegen veranstalten wir auch Events, um
Glück zu säen - Glück! Und dann gehst Du nach Hause und hast diesen
O-ton im Ohr; der geht nicht mehr weg:

"Wow, Dein Bild ist ja
toll geworden!" - "Ja, und ich werde mal Model!" - Pause - "Willst Du
mal ein Foto von meinem Vater sehen, wenn er besoffen ist?" -

Und dann hält Dir so ein kleines Wesen sein Smartphone entgegen und Du siehst, was Du nicht sehen möchtest.

Auch deswegen werde ich nicht aufgeben, Kindern Oasen zu schenken.

Wenn auch Sie möchten, dass wir Kindern eine Chance geben, sich zu spüren, zu wachsen, unterstützen Sie uns bitte.