Deutschlands größte Spendenplattform

Radeln für Kwizera - 1 Cent pro Kilometer

Zurück zur Spendenaktion

Diesmal aus Rwanda.....

S. Moosmann
S. Moosmann schrieb am 26.01.2015

Von Kabale aus ging es nach einer kurzen, aber ziemlich steilen Fahrt zum wunderschönen Lake Bunyonyi (übersetzt: Platz der vielen Vögel). Mit dem Kalebas haben wir einen Platz zum Wohlfühlen und Entspannen gefunden. Dieses Camp hat unglaublich viele verschiedene Blumen und Vogelarten. Dort mieteten wir uns ein Zelt und konnten schon früh morgens dem Gezwitscher lauschen. Am nächsten Tag besuchte uns Sarah aus Kabale und auf einem Boot erkundeten wir einige der 24 Inseln.

Wir machten uns am drauf folgenden Tag mal wieder auf staubiger Piste auf nach Kisoro. Uns erwarteten etliche Höhenmeter. Immer wieder kam das Gefühl auf, gerade die Alpen zu überqueren. Da Kisoro nahe der kongolesischen Grenze liegt, kamen wir an einem Flüchtlingslager vorbei. Dabei wurde uns noch einmal mehr bewusst, wie unsicher und instabil die Lage im Kongo ist. In Kisoro kann man auch viele leer stehende und heruntergekommene Häuser sehen und auch die Stimmung scheint ernster zu sein.

Wir freuten uns, die Grenze am nächsten Tag nach Rwanda zu überqueren. Nach langem Hin und Her an der Grenze ging es doch ziemlich schnell nach Musanze. Die Stadt liegt am Fuße des Virungavulkane. Hier ist das National Cycling Team Rwanda stationiert. Noch am gleichen Tag machten wir uns zum Stützpunkt auf, um unsere Räder nochmals vom Mechaniker Jamie kontrollieren zu lassen. Wieder gab es einiges zu tun. Bei Sarah war das Pedal etwas lose und Annas Schaltzug war nochmals defekt und sie hatte ein Problem mit der hinteren Bremse! Durch seine professionelle Hilfe wurden alle Defekte schnell behoben. Danke Jamie! Für uns war es auch interessant, ein bisschen Einblick in die rwandische Radwelt zu bekommen...

Am 22. Januar fuhren wir mit dem Bus nach Shyorongi (Nähe Kigali). Dort waren wir mit unserem Projektkoordinator Afrodis zur ersten Kreditvergabe unserer neu gebildeten Frauengruppe verabredet. Doch bevor wir Afrodis trafen, suchten wir dort den Pfarrer Jean Jaque auf. Wir hatten von Stefan und Flo noch in Entebbe einen Schlüssel für ihn mitbekommen. Die beiden haben dort auf ihrer Radtour in nem Zimmer übernachtet und haben vergessen, den Zimmerschlüssel zurückzugeben. Die Freude von Jean Jaque war sehr groß und wir wurden zum Mittagessen eingeladen. Auch Afrodis kam zum Essen dazu.

Dann gings los zu den 5 Frauen. Die Frauen sind sehr arm und leben von der Landwirtschaft (geringer Erlös) und werden zum Teil vom Staat unterstützt. 2 der Frauen sind verwitwet (eine durch den Genozid 1994). Keine der Frauen hat je eine Schule besucht. Nachdem die Frauen die Verträge unterschrieben hatten, machten wir uns auf den Weg, Ferkel zu kaufen. Alle außer eine haben sich für eine Schweinezucht entschieden. Wir bringen die Ferkel in die bereits gebauten Ställe. Es ist so schön zu sehen, wie die Frauen sich freuen. Zuletzt gingen wir mit Speciose eine trächtige Ziege kaufen. 

Am nächsten Tag fuhren wir von Musanze über Gisenyi zum Kivusee. Der 1450 m hoch gelegene See wird als reizvollster See des zentralafrikanischen Grabens angesehen. Gewaltige Bergketten an der Westflanke des Sees in der DR Kongo sorgen für eine spektakuläre landschaftliche Kulisse. Nach unserem ersten Regenschauer sind wir nun im Paradise Malahide angekommen. Hier werden wir 2 Nächte verbringen, bevor wir uns auf den Congo Nile Trail begeben....

Liebe Grüße von Sarah und Anna

Ps.: Die Foto gibts wieder auf der Projektseite von Kwizera auf Betterplace, auf unserer Website http://www.kwizera.de oder auf Facebook unter kwizeraev