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Kleines Lebenszeichen von unterwegs

S. Moosmann
S. Moosmann schrieb am 12.01.2015

Wieder ein kleines lebenszeichen von uns :-)

Die letzten Tage waren wir auf dem Highway unterwegs, welcher von Kampala nach Fort Portal führt. Der Vorteil, es ist asphaltiert und wir kamen deutlich schneller voran. Der Nachteil, die großen Busse und LKWs rasen ziemlich dicht an einem vorbei, sodass man sehr aufpassen muss, vom Luftzug nicht in den Strassengraben getragen zu werden.

Eigentlich haben wir aus diesem Grund Rückspiegel, die uns vorwarnen. Allerdings zerbrach Annas, als ihr Rad vor einigen Tagen umfiel.

Immer wieder sind wir auf unglaublich freundliche und aufgeschloßene Menschen gestoßen. "Hey Muzungu" kingt es alle paar Meter fröhlich in unseren Ohren. Wir sind wahrscheinlich ein Drittel unserer Fahrtzeit mit Winken beschäftigt. :)

Der 6. Januar stellte sich als äußerst kniffelig heraus. Wir hatten nur eine kurze Etappe geplant, weil Anna seit einigen Tagen Schwierigkeiten mit ihrer Schaltung hatte. Wir vermuteten ein Problem am Umwerfer. Nachmittags wollten wir das Problem in Kyenjojo beheben. Keine Chance! Selbst mit telefonischer Hilfe von Annas Vater klappte es nicht. Aber auch dieses Mal bekamen wir Hilfe von zwei einheimischen Mechanikern. Beide Schaltzüge waren defekt, ein Problem, welches wir selbst nicht in den Griff bekommen hätten. Wir sind noch immer sehr dankbar!!! Und wir müssen immer wieder feststellen, dass man einfach darauf vertrauen kann, dass von irgendwo her Hilfe kommt.

Als wir am nächsten Tag unsere letzte Etappe auf dem Highway nun wieder mit funktionierenden Rädern nach Fort Portal starteten, schienen sich die Menschen am Straßenrand sichtlich mit uns zu freuen, denn einer rief uns voller Erleichterung "Halleluja" hinterher. Die halbe Stadt schien wohl unser Problem mitverfolgt zu haben. Die Straße führte uns durch zahlreiche saftig grüne Teeplantagen, wo wir die Leute beim Ernten beobachten konnten. Als wir einen Wald durchquerten, trafen wir auf eine todesmutige Affenherde, von denen immer einer kurz vor einem vorbeirasenden Fahrzeug die Strasse überquerte.

In Fort Portal, eine Kleinstadt mit 40.000 Einwohnern, angekommen, hatten wir einiges Organisatorisches zu erledigen. Am nächsten Tag sollte es dann gleich zu den Kraterseen losgehen. Wir hatten eine sehr nette Unterkunft im Lake Nkuruba Nature Reserve (ein Projekt der lokalen Community). Der nahegelegene Nkurubasee ist einer der reizvollsten Kraterseen des Kasenda Crater Lake Field (mehr als 40 Kraterseen). Hier genießen wir die Ruhe und die wunderschöne Landschaft. :-) Immer wieder kann man vorbeiturnende Affenherden beobachten.

Da es uns hier so gut gefiel, blieben wir einen Tag länger. Mit Good, einem netten Mitarbeiter des Camps, waren wir den ganzen Tag auf dem Boda Boda (Moped) unterwegs. Wir klapperten viele der Kraterseen ab, nahmen eine Power Shower unter einem schönen Wasserfall und besuchten einen großen bunten Markt. Da es sehr staubig war, sahen wir abends aus wie Schornsteinfeger. Am nächsten Tag wollten wir dann weiter nach Kasese fahren. Wir hatten alles gepackt und frühstückten. Doch da Anna mit einer Erkältung zu kämpfen hatte und Good große Überzeugungsarbeit leistete, dass wir noch einen Tag länger bleiben sollen, entschieden wir kurzerhand, noch einen Tag in unserem kleinen Paradies dranzuhängen. :-)

Heute ging es früh morgens los nach Kasese.

Wir freuen uns riesig darüber, dass auch weiterhin zahlreiche Menschen die Benefizradtour unterstützen! Vielen Dank dafür! :-)

Sarah und Anna

Ps.: Die Fotos könnt ihr auf der Betterplace-Seite vom Projekt anschauen:
https://www.betterplace.org/de/projects/16955-kwizera-e-v-mikrokredite-fur-frauen-in-rwanda/news