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Lernbegleitung in Coronazeiten

A project from gänseblümchen-ulm
in Ulm, Germany

Corona hat unser Schulsystem in die Knie gezwungen. Darunter leiden vor allem die Kinder. Die gänseblümchen-stiftung deshalb hat in 10 Ulmer u. Neu-Ulmer Grundschulen über 50 Lernhelfer installiert, die sich besonders um benachteiltge Kinder kümmern

Emmy Megler
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About this project

Seit mehr als einem Jahr kämpft die Welt gegen die Pandemie und es gibt viele Verlierer, große und kleine. Die ganz Kleinen stehen schon lange fest: Kinder, die ihre Schule nicht mehr besuchen dürfen – und das wirkt sich ganz besonders bei Kindern aus benachteiligten Familien aus, weil sie von zuhause kaum Unterstützung bekommen. Durch Schulschließungen und Fernunterricht sind bei vielen Kindern immense Lernlücken entstanden, die sie alleine nicht werden schließen können. Inzwischen ist dieses Problem auch in der Politik angekommen. Auch wenn die Bundesregierung in der letzten Woche das zwei Milliarden Euro starken "Aktionsprogramm Aufholen nach Corona" verabschiedet hat, in dem laut BMFB „…Kinder und Jugendliche nach der Corona-Pandemie die bestmöglichen Chancen auf gute Bildung und persönliche Entwicklung erhalten sollen“, ist die Stiftung gänseblümchen der Meinung, das kommt viel zu spät. Deshalb handelt sie jetzt, bzw. hat längst damit begonnen!
Anfang des Jahres hat die Stiftung gänseblümchen das Projekt „Lernbegleitung“ auf die Beine gestellt: LernhelferInnen, die an den Schulen für Kinder da sind und mit ihnen lernen. gänseblümchen sucht und findet Studierende an den Ulmer/Neu-Ulmer Hochschulen, die mehrmals pro Woche an Grundschulen den Kindern Nachhilfe geben, die ohne Unterstützung den Anschluss verlieren würden. Dabei geht es nicht nur um den reinen Schulstoff. Dieser ist wichtig, aber durch die lange Zeit ohne Schule ist den Kindern viel mehr verloren gegangen. Ihnen fehlt die Motivation, das Selbstvertrauen, die Hoffnung, alles jemals wieder aufholen zu können. „Es gibt Kinder, die aufgegeben hatten“ berichtet eine Rektorin, „aber allein durch die persönliche Ansprache kommen sie wieder mit einem Lächeln in die Schule“.
Über fünzig LernhelferInnen hat gänseblümchen an zehn Grundschulen in Ulm und Neu-Ulm seit März im Einsatz. Die Schulen nehmen den zusätzlichen Organisationsaufwand für die corona-konformen Kontakte gerne hin, weil sie die unmittelbare positive Wirkung auf die Kinder sehen. Auch die Eltern sind dankbar für die Unterstützung ihrer Kinder. 
Und ganz nebenbei gibt dieses Angebot der Stiftung gleichzeitig die seltene Möglichkeit eines kleinen Nebenjobs für die Studierenden, denn die hängen auch ganz schön in den Seilen, da Jobs in Kneipen etc. komplett weggefallen sind. Umso schöner, dass die LernbegleiterInnen trotzdem den Eindruck machen, dass sie die Kinder nicht um des Geldes willen unterstützen, sondern weil sie noch jung genug sind, sich deren Lage vorstellen zu können und einfach helfen wollen. 
Auch die Stiftung gänseblümchen nimmt den enormen Aufwand in Kauf! Obwohl dieses Projekt die Stiftung finanziell und organisatorisch sehr fordert, wird das Projekt weitergeführt, weil sie rechtzeitig die Missstände der Kinder erkannt hat und weil die Rückmeldungen der Schulen motivieren, denn sie zeigen: gegenseitige Hilfe ist möglich und die Kinder sind unglaublich dankbar wieder lernen zu dürfen. 

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