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Der Amazonas brennt weiter- Zahl der Feuer in Südamerika auf Rekordhoch

juruena, Brazil

Die Regenwälder des Amazonas brennen wie lange nicht mehr. Dahinter stecken Kalkül und das ganz große Geld. Mensch und Tier bleiben auf der Strecke – und das nicht nur in Südamerika. Der Amazonas beeinflusst unser Weltklima!

Isabel Stock from WWF Deutschland
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Die Abholzung im Amazonas ist weiter auf Rekordniveau – zwischen August 2019 und Juli 2020 wurden 11.088 Quadratkilometer Regenwald vernichtet.  Im Vergleich zum Vorjahr hat die Zerstörung der Regenwälder um 9,5 Prozent zugenommen. Eine Entwicklung mit dramatischen Folgen: Schon bald könnte es kein Zurück mehr geben und aus dem fruchtbaren Wald eine Savanne werden. Mit fatalen Folgen für Mensch und Natur. Verschwindet der riesige Kohlenstoffspeicher, ist die Klimakrise nicht mehr aufzuhalten.

„Der starke Anstieg der Abholzung im Amazonas muss als direkte Folge von Bolsonaros Politik gewertet werden. Sie ist pures Gift für den Amazonas“, so Roberto Maldonado, Brasilien-Referent beim WWF Deutschland. „Bolsonaro verfolgt hier kurzfristige wirtschaftliche Interessen: Und solange die weltweite Nachfrage nach Futtermittelsoja, Rindfleisch und Milchprodukten steigt, werden auch weiter Wälder für Weideflächen weichen.“

Hier stehen viele europäische Länder, darunter auch Deutschland, in der Verantwortung, denn sie sind Hauptabnehmer dieser Produkte. Deshalb fordert der WWF, „dass die Unternehmen ihre Lieferkette auf Entwaldungsfreiheit umstellen“ und die Politik dafür den Rahmen in Form eines „wirkungsvollen entwaldungsfreien Lieferkettengesetzes“ vorgibt, so Maldonado.