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Ein Winter voller Kälte – und Menschlichkeit

Lea-Sophie Linke
Lea-Sophie Linke wrote on 02-04-2026
Der vergangene Winter im Rückblick.  

Dieser Winter war lang und eisig. Bereits am 20. November war unser Kältehilfe-Team zum ersten Mal in diesem Winter im Einsatz. Vier Ehrenamtliche fuhren in dieser Nacht mehrere Stunden mit dem Kältehilfe-Mobil durch Essen und brachten Unterstützung direkt zu den Menschen, die auf der Straße leben. In dieser ersten Nacht konnten 15 Personen mit heißem Kaffee, trockenen Socken und neuen Schlafsäcken versorgt werden.


Immer dann, wenn die Temperaturen im Winter nachts unter 0 Grad Celsius sinken, macht sich unser Team auf den Weg. Unsere Ehrenamtlichen verteilen nicht nur warme Kleidung, Heißgetränke, Lebensmittel und Hygieneartikel, sondern nehmen sich auch Zeit für Gespräche. Dabei begegnen sie den Menschen stets auf Augenhöhe. Als die Temperaturen um Weihnachten auf eisige -6 Grad fielen, bauten unsere Ehrenamtlichen am Heiligabend die Wärmezelte am Wolfsbankring auf. Über die Feiertage fanden dort sieben Menschen einen geschützten Platz zum Schlafen, begleitet von den Ehrenamtlichen der Kältehilfe, die ihre privaten Weihnachtspläne hintenan stellten.


Auch das neue Jahr brachte keine Entspannung: Schnee und Temperaturen bis zu –8 Grad Celsius bestimmten den Jahresbeginn. Insgesamt blieben die Wärmezelte ab Heiligabend 19 Nächte in Folge geöffnet. In dieser Zeit begrüßten die Ehrenamtlichen 86 Gäste, die das niedrigschwellige Angebot dankbar annahmen. Jeden Abend gab es eine warme Mahlzeit und am nächsten Morgen ein sättigendes Frühstück. Zusätzlich erhielten die Gäste saubere Wechselkleidung und ein Ruhrbahn-Ticket für die Rückfahrt in die (Innen-)stadt. 


Parallel dazu war natürlich auch das Kältehilfe-Mobil weiterhin im Einsatz, denn nicht alle Personen entscheiden sich für ein Übernachtungsangebot. Die Gründe hierfür sind vielseitig und sehr individuell: Manche möchten ihre persönlichen Habseligkeiten nicht unbeaufsichtigt lassen, andere fühlen sich an vertrauten Schlafplätzen sicherer und empfinden gemeinschaftliche Unterkünfte als herausfordernd. In diesen Fällen verteilten die Ehrenamtlichen besonders warme Schlafsäcke, Isomatten, Lebensmittel sowie Heißgetränke, damit auch draußen durch die eisigen Nächte geholfen werden konnte. In diesem Winter versorgten die Helferinnen und Helfer 684 Mal Bedürftige in insgesamt 31 Nächten mithilfe des Kältehilfe-Mobils.  All dies wäre ohne den unermüdlichen Einsatz unserer Ehrenamtlichen nicht möglich gewesen. Insgesamt waren 88 freiwillige Helferinnen und Helfer mit dem Kältehilfebus unterwegs, um hilfsbedürftige Menschen in unserer Stadt sicher und warm durch die kalte Jahreszeit zu begleiten.