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Wie wird die Vaskuläre Demenz behandelt?

Alin Boyaciyan
Alin Boyaciyan wrote on 17-06-2024



Eine vaskuläre Demenz ist bisher nicht heilbar. Dennoch: Ziel der Behandlung ist es, weiteren Schäden der Nervenzellen vorzubeugen und eine Verschlechterung der Beschwerden aufzuhalten, beziehungsweise zu verlangsamen. Die Betroffenen sollen so lange wie möglich selbstbestimmt leben können.   

Auslöser der Vaskulären Demenz
Die Vaskuläre Demenz ist eine neurologische Erkrankung, die durch Durchblutungsstörungen im Gehirn verursacht wird. Dadurch werden Nervenzellen geschädigt oder sterben ab. Dies führt zu Gedächtnisverlust und anderen Symptomen, die denen der Alzheimer-Krankheit ähneln. Zu den typischen Ursachen einer vaskulären Demenz gehören:

  • Schlaganfälle, die eine Hirnarterie verstopfen, 
  • stille Schlaganfälle, die ohne spürbare Symptome verlaufen
  • Hirnblutungen, bei denen ein Blutgefäß im Gehirn platzt 
  • schleichende Gefäßschädigung durch Arteriosklerose
 Behandlung mit Medikamenten
Die Symptome einer vaskulären Demenz können sehr unterschiedlich sein. Daher ist auch die Behandlung sehr individuell. Manche Menschen mit Vaskulärer Demenz erhalten Medikamente zur Behandlung von Alzheimer, wenn eine Mischform aus Vaskulärer Demenz und der Alzheimer-Krankheit angenommen wird. Bei der Vaskulären Demenz werden Durchblutungsstörungen im Gehirn mit blutverdünnenden Medikamenten behandelt. So kann weiteren Schlaganfällen vorgebeugt werden. Auch Bluthochdruck, erhöhtes Cholesterin und erhöhter Blutzucker können medikamentös behandelt werden.
Gelegentlich werden auch Psychopharmaka verordnet, um die durch die vaskuläre Demenz verursachten oder verstärkten Symptome wie Unruhe, Angst, Depression und Reizbarkeit zu lindern.

Nicht-medikamentöse Behandlung
Es gibt verschiedene Ansätze, eine vaskuläre Demenz ohne Medikamente zu behandeln. Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie können helfen, die kognitiven Fähigkeiten und somit die Lebensqualität der Erkrankten zu verbessern. Auch Musiktherapie, Erinnerungsarbeit und Krankengymnastik können Betroffenen helfen. Außerdem können kognitive Stimulation durch Gespräche oder Erinnerungsarbeit (autobiographische Arbeit) helfen, Symptome zu lindern. Körperliche Betätigung oder Kunsttherapie eignen sich ebenfalls. Wenn der Gang unsicher geworden ist, kann Gehtraining helfen, eigenständiger zu bleiben.  
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