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„Ich wollte nie nur zusehen.“ – Eine Nachricht von unserer Kollegin Nermen aus Gaza

Saskia Kuschnia
Saskia Kuschnia wrote on 31-07-2026



Liebe*r Supporter*in,

manchmal ist es schwer zu glauben, dass die eigene Unterstützung einen Unterschied macht.
Doch sie macht einen Unterschied.

Dank Menschen wie Dir ist CADUS seit Beginn des Nothilfeeinsatzes im Februar 2024 gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen dauerhaft in Gaza im Einsatz. Jeden Tag unterstützen unsere Teams je nach Bedarf Feldkrankenhäuser, Trauma Stabilization Points und führen medizinische Evakuierungen durch. Hinter dieser Hilfe stehen Menschen, die Tag für Tag alles geben.

Eine von ihnen ist unsere Kollegin Nermen. Sie ist in Gaza geboren und aufgewachsen und arbeitet seit März 2024 als Anästhesie- und Notfallmedizinerin mit CADUS.

„Seit ich klein war, haben wir in Gaza immer wieder Kriege erlebt. Und ich habe es gehasst, nichts tun zu können.“

Diese Erfahrung hat sie geprägt. Schon als Kind stand für sie fest, dass sie später Menschen helfen möchte, die Krieg oder andere Krisen erleben. Deshalb entschied sie sich für eine Ausbildung in der Notfallmedizin, mit dem Wunsch, eines Tages für eine humanitäre Organisation zu arbeiten.

Seit März 2024 ist sie Teil des CADUS-Teams in Gaza. Gemeinsam mit ihren Kolleg*innen behandelt sie Patient*innen in Feldkrankenhäusern, begleitet schwer erkrankte oder verletzte Patient*innen bei medizinischen Evakuierungen und versorgt täglich Menschen unter schwierigsten Bedingungen und unter ständiger Gefahr.



Manche Begegnungen wird sie nie vergessen: ein kleines Mädchen, das bei einem Angriff seine Mutter und Schwester verlor. Oder eine schwangere Frau, die ihren Sohn zur Welt brachte – am selben Tag, an dem sie ihren Mann und fast ihre gesamte Familie verlor.

Und trotzdem steht sie jeden Morgen wieder auf.

„Jedes Mal, wenn ich auch nur einem einzigen Menschen helfen kann, bin ich dankbar.“

Helfen zu können, gibt Nermen die Kraft weiterzumachen. Gleichzeitig macht sie sich große Sorgen um die Zukunft der Kinder in Gaza. Sie wünscht sich, dass sie wieder Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und einem sicheren Alltag bekommen und nicht in Vergessenheit geraten.

Damit diese Hoffnung bestehen bleibt, braucht es Menschen, die weiter hinsehen und humanitäre Hilfe möglich machen.

„Viele Menschen sind bereits gestorben, weil sie die notwendige Behandlung hier nicht erhalten konnten. Deshalb müssen deutlich mehr medizinische Evakuierungen ermöglicht werden. Gleichzeitig müssen mehr Medikamente und medizinische Hilfsgüter ins Land gelangen.“

Solange Patient*innen nicht warten können, bleiben wir gemeinsam mit unseren lokalen Partner*innen an ihrer Seite. Das können wir nur, wegen Menschen, wie Dir, die uns unterstützen. Und genau deshalb macht jede Unterstützung einen Unterschied.

Danke, dass Du an unserer Seite stehst!




Unabhängige, humanitäre Hilfe