Nehmen ohne zu geben? – Ein Plädoyer für ein solidarisches Miteinander
Als gemeinnützige Organisation sind wir auf Spenden angewiesen. Doch anders als beim Kauf bekommen Sie als Spender*in dafür nichts zurück – wir vertrauen auf Ihre Solidarität und Großzügigkeit und darauf, dass Sie den Nutzen unserer Arbeit für die Allgemeinheit erkennen. In einer materiellen Welt fühlt sich das seltsam an, und ehrlich gesagt: Auch wir haben manchmal ein schlechtes Gewissen dabei, einfach Geld anzunehmen. Doch was sollten wir Ihnen als Gegenleistung anbieten? In einer Welt voller Überfluss und Müll wollen wir kein weiteres Produkt erfinden, nur damit sich kurzfristig alle besser fühlen. Ich habe einen Gegenvorschlag: Lasst uns auf materiellen Konsum zu verzichten, um uns auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt: das menschliche Miteinander. Sozialer Kontakt macht uns glücklich und lässt sich nicht kaufen – und genau diesen ermöglichen Sie anderen Menschen durch Musik mit Ihrer Spende.
Kleine Lichtblicke aus diesem Jahr
Dieses Jahr haben sich elf Freiwillige gemeldet, die das Wertvollste investieren, was sie haben in unsere Initiative investieren: ihre Zeit. Einige sind bereits in unsere Projekte aufgebrochen, andere werden es bald tun. Dank ihnen kann unser lange pausiertes Projekt in Galapagos wieder anlaufen. Auch gibt es Zuwachs im MoG-Kosmos: In Groudji, an der Elfenbeinküste, hat der Verein „Bildung für Lacs" nach einem Brand ein Schulgebäude wiederaufgebaut – mit bereits eigens vorgesehenen Räumen für Musikunterricht. Renate, Geigerin der Wiener Symphoniker, und David, ihr aus Groudji stammender, heute in Österreich lebender Patensohn, haben bei uns eine Zusammenarbeit angefragt und möchten gemeinsam mit uns ein klassisches MoG-Projekt aufbauen. Wir suchen bereits nach Freiwilligen, die dort einen Aufenthalt verbringen und Musikunterricht geben möchten. Darüber hinaus konnte in Accra, in Zusammenarbeit mit dem Trompeter Simon Höfele und dem ghanaischen „National Symphony Orchestra“ sowie unter Beteiligung unserer Schüler*innen, Anfang August ein Konzert organisiert werden. Nach langen Proben war es ein großer Erfolg und für alle Beteiligten ein bewegender Moment. Wenn Sie mehr Einblicke möchten: Hier können Sie den Newsletter unseres ghanaischen Projekts abonnieren.
Die eigentliche Belohnung
All diese Prozesse sind dieses Jahr ins Rollen gekommen, und wir sind zuversichtlich, dass die positiven Bemühungen bald Früchte tragen. Für mich ist das die schönste Bestätigung meiner Arbeit: zu sehen, dass Menschen für unser Projekt genauso brennen wie ich – und dass unsere Arbeit ankommt. Dazu gehören auch Sie, unsere Spender*innen. Ohne Sie funktioniert Musiker ohne Grenzen nicht. Eine materielle Belohnung können wir Ihnen nicht bieten. Aber Sie werden dafür belohnt, Teil unseres Netzwerks zu sein und mit der Gewissheit, nach Ihren eigenen Idealen gehandelt zu haben. Wir haben kein Messgerät für Sinn und Wirkung unserer Arbeit. Aber ich hoffe, dieser Einblick zeigt Ihnen ein wenig, wofür wir uns einsetzen. Denn was im Leben wirklich zählt, sind Freude, Gemeinschaft und Musik. Danach lohnt es sich zu streben. Wenn Sie Teil dieser Geschichten werden möchten: Spenden Sie jetzt und ermöglichen Sie mehr Musik, mehr Begegnung und mehr solidarisches Miteinander.
Solidarische Grüße
Nina Pfetzer
