Wir haben 12,50 € Spendengelder erhalten
Armut zeigt sich am Körper – schon bei den Kleinsten Im Familienzentrum am Lichtblick Hasenbergl beobachtet das Team mit wachsender Sorge den Gesundheitszustand vieler Kinder. Schon Grundschulkinder klagen über chronische Bauchschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsprobleme. So wie Sabina, 7 Jahre alt, die regelmäßig wegen Fieber nicht zur Schule kann. Ihre Symptome sind diffus – aber sie sind kein Zufall. Billigprodukte, Bewegungsmangel, ständiger Stress und überforderte Eltern hinterlassen Spuren: schlechte Zähne, Infektanfälligkeit, Übergewicht, psychosomatische Beschwerden. Die Eltern – selbst oft gesundheitlich angeschlagen – sind in vielen Fällen allein mit ihren Sorgen. Viele haben nie gelernt, wie sie ihren Kindern gesunde Lebensweisen vermitteln können. Und selbst wenn sie wollten: Die finanziellen Mittel fehlen. Deshalb hat das Team am Lichtblick Hasenbergl eine große Gesundheitswoche gestartet. In praktischen Workshops lernten Mütter, wie viel Zucker in vermeintlich gesunden Kinderprodukten steckt, wie man mit wenig Geld nahrhafte Mahlzeiten zubereitet und warum regelmäßige U-Untersuchungen so wichtig sind. Gleichzeitig gab es Austauschmöglichkeiten mit einer Hebamme zu frauenspezifischen Themen, und für die Kleinsten die „Teddybärensprechstunde“, bei der sie spielerisch den Arztbesuch üben konnten. Besonders bewegend war die Rückmeldung einer Mutter, die sagte: „Ich habe mich das erste Mal getraut, offen über meine Schmerzen zu sprechen. Hier wurde ich nicht verurteilt, sondern verstanden.“ Diese Woche war mehr als eine Gesundheitsmaßnahme – sie war ein Raum für Begegnung, Verständnis und Selbstermächtigung. Und weil der Bedarf so groß ist, wird sie im Herbst unbedingt wiederholt.
