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Wir haben 1.697,60 € Spendengelder erhalten

Peggy Kaminski
Peggy Kaminski wrote on 22-07-2026
Das war's!
Vor einem Jahr haben wir noch gebibbert: Können wir mit der FDS Friedland starten? Sie haben uns die Daumen gedrückt und uns mit einer Spende unterstützt. 

Und, wie lief das erste Schuljahr? - Es war spannend, lehrreich und zugleich inspirierend. Doch lesen Sie selbst und kommen Sie mit auf unsere kleine Zeitreise!

Am 08. September 2025 sind wir mit 24 Kindern gestartet, die sich zum Großteil weder kannten noch einer Altersklasse angehörten. 24 Kinder, die alle ihr Päckchen in Sachen Schule mitbrachten oder mit uns in ihre erste Schulzeit starteten. Nun, 10 Monate später, sind wir zu einer Schulgemeinschaft zusammengewachsen, die immer mehr für ein Miteinander einsteht, Konflikte ruhig und zugewandt löst bzw. sich einander anhört. Die wohl größte Herausforderung war, mit Lernenden eine Schulstruktur aufzubauen, die so ganz anders ist als alles, was Sie und wir bisher kannten: 

Jeder einzelne ist seit seinem ersten Tag bei uns für sich, seinen Fortschritt sowie sein Handeln verantwortlich - ob im Umgang mit jüngeren oder beim Strukturieren seines Schultages. Ein Umstand, den einige mit großer Erleichterung bewältigten, während andere Unterstützung brauchten.
Plötzlich stand die Schulversammlung oder Justizgremium auf dem Wochenplan. Plötzlich konnte jeder Anträge stellen und mit der Schulgemeinschaft über Mehrwert, Kosten, Zeitpunkt oder Ort diskutieren. Gemeinsam beschlossen wir Regeln, wie wir an unserer Schule miteinander umgehen. So hatten wir zeitweilig 39 Regeln in unserer Schule.

Gemeinsam sind wir über 500 km Fahrrad gefahren, um für unsere Spinde Geld zu sammeln. Wir haben gemeinschaftlich geplant, wie unser Schulhof gestaltet werden soll und wir haben darüber diskutiert, welches Gastkind, das bei uns hospitierte, wir aufnehmen. Gemeinsam haben wir Abschied genommen, uns über eine Schülerpraktikantin sowie über externe hospitierende Lehrkräfte gefreut, die uns kennenlernen wollten. Schließlich endete unser Schuljahr mit einem ersten Jahresbrief für jeden einzelnen, in dem die Mentoren ihre Beobachtungen während des gesamten Schuljahres mitteilten. Es war schön zu sehen, wie die Lernenden mit nur einem Satz wie “Er ist der kleine Rechenmeister unter uns!” oder “In Sachen Recht & Gesetz bist du unsere erste Anlaufstelle!” die Eigenschaften der anderen Schulmitglieder kannten und wertschätzten.

Ob Vorlesen in der Kita, Besuche im Altenheim, Pflanzaktionen im Stadtwald oder an den Sitzbänken auf dem Markt, ein Praktikum in einer Rechtsanwaltskanzlei oder das Erproben von Tennis oder der Skaterbahn - Ideen und Anregungen haben wir aufgegriffen und realisiert. Neben unseren Kursen wie Schreibwerkstatt, Gitarre, Italienisch, Naturkunde oder Holzwerkstatt entstanden erste kleinere Projekte, die die Talente unserer Lernenden zeigten. Während Oskar Szenen über ein mittelalterliches Thema entwickelte, setzten andere Lernende diese Szenen in einem Theaterstück um. Es war eine spannende Reise, einander kennenzulernen und die Stärken sowie Talente der anderen zu entdecken. Eine Grundlage, die das bevorstehende Schuljahr tragen und gestalten wird. 

Unsere Bilanz:

  • Wir haben die Schulstruktur aufgebaut, wie sie für eine Demokratische Schule wir unsere von Nöten ist!
  • Wir haben uns zu einer Schulgemeinschaft entwickelt, die sich unterstützt und wertschätzt!
  • Wir haben ein Mentoren-Team gefunden, das hinter der Schule und seinem Konzept steht!
  • Wir haben uns an gesellschaftlichen und gemeinschaftlichen Projekten beteiligt!
  • Wir haben erste Kontakte zu lokalen Unternehmen und Institutionen aufgebaut!

Kurzum: Wir sind da, wir hören hin, wir gestalten mit!
Und all diese Entwicklung konnte geschehen, weil Sie uns Ihr Vertrauen geschenkt haben. Dafür sagen wir D A N K E! Wir wachsen weiter und somit wachsen auch unsere Talente, Struktur und unser Engagement! 
Bleiben Sie Teil dieser einmaligen Geschichte und unterstützen Sie uns weiterhin - für die Kinder unserer Region!
Es grüßt Sie herzlichst

Kerstin Baumgartner & Peggy Kaminski
Initiatorinnen & Leitung