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Ein Tag am Meer mit Familie und Fischbrötchen: Erwachsenen Hospizdienst Dunkelbunt erfüllt letzten Wunsch

Thomas  Ballhoff
Thomas Ballhoff wrote on 24-06-2025

Liebe Unterstützer*innen,
 
die Tumorerkrankung der Dortmunderin ist weit fortgeschritten. So weit, dass die 68-Jährige bereits palliativ versorgt werden muss und auf die Dauergabe von Sauerstoff angewiesen ist. Sie weiß, dass sie absehbar sterben wird. Trotzdem hat sie Wünsche, Träume, Sehnsüchte. Einer ihrer Wünsche war groß. So groß, dass sie der Leiterin Heike Schöttler und der Ehrenamtlichen Barbara De West des Ambulanten Erwachsenen Hospizdienstes Dunkelbunt in Dortmund in einem vertrauensvollen Gespräch davon erzählte. Jahrelang sei sie mit ihren Kindern nach Zandvoort an die niederländische Küste gefahren, um dort ihr geliebtes Fischbrötchen zu essen und das Meer zu genießen. Sie sei sehr traurig, dass dies nun mit der fortgeschrittenen Krankheit nicht mehr möglich sei.

Was unmöglich scheint, versuchen Heike Schöttler und ihr Team möglich zu machen. „Wir wussten sofort, dass wir Angelika K. den letzten Herzenswunsch erfüllen wollten: Also haben wir den Transport mit einem Krankenwagen, natürlich ausgestattet mit einem Sauerstoffgerät und zwei Rettungssanitätern organisiert und sind mit ihr von Dortmund nach Zandvoort und wieder zurückgefahren“, erzählt die Leiterin des Ambulanten Erwachsenen Hospizdienstes Dunkelbunt in Dortmund. 



Das Foto zeigt: Angelika K. gemeinsam mit einer begleitenden Ehrenamtlichen /Forum Dunkelbunt

Oft sind die Wünsche von todkranken Menschen gar nicht riesig: eine organisierte Abschiedsfeier in der Familie, ein letztes Treffen mit entfernt lebenden Freunden, ein Eis in der Lieblingseisdiele, ein Tag am Meer, der Besuch eines Fußballspiels des Lieblingsvereins, ein letzter Besuch im vertrauten Zoo vor dem Erdmännchen-Gehege, ein klassisches Konzert im bekannten Opernhaus. „Die letzten Wünsche der Menschen sind so individuell wie die Menschen selbst“, weiß Heike Schöttler und berichtet von dem Strahlen in den Augen von Angelika K., die auch ein großer BVB-Fan ist, als sie in den Krankenwagen blickte.

Dort stand für die Kaffeeliebhaberin ein kleiner Präsentkorb mit ihren Lieblingsblumen – gelben Gerbera –, ihrer Lieblingsschokolade, Keksen und Kaffee, einem BVB-Trikot und einer BVB-Kaffeetasse. Ihr Ehemann und ihre drei Kinder folgten dem Krankenwagen bis nach Zandvoort, wo ihr letzter Wunsch in Erfüllung ging. Ein besonderer Tag am Meer, mit Fischbrötchen und Familie.



Das Foto zeigt: Angelika K. bei der Erfüllung ihres letzten Wunsches /Forum Dunkelbunt

Doch: „Letzte Wünsche“ zu erfüllen, kostet Geld. Da sind die Transporte in speziellen Fahrzeugen, die organisiert werden müssen, da sind die Menschen, die den oder die Schwerstkranke(n) bei der Erfüllung seines/ihres Herzenswunsches begleiten, da müssen Eintrittskarten gekauft und etliche organisatorische Gespräche geführt werden, damit dieser besondere Tag noch ein letztes Mal perfekt wird. 

Jede Spende hilft uns dabei, Menschen, die sich am Ende ihres Lebens befinden, mehr Lebensqualität zu bieten, indem wir helfen, diesen einen besonderen letzten Moment zu erfüllen. Denn nur durch diese Unterstützung können wir letzte Wünsche erfolgreich realisieren. Vielen Dank! 

Helfen Sie uns letzte Wünsche zu erfüllen.