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Wir haben 2.407,49 € Spendengelder erhalten

Dörthe  Grimm
Dörthe Grimm wrote on 16-01-2025

Rund ein Jahr nachdem die Entscheidung im Dezember 2023 gefallen ist, die Planungen für den Neubau von 36 Wohnungen für obdachlose Menschen in die Tat umzusetzen, ist der Rohbau nun zum Jahreswechsel 24/25 bereits in der 1. Etage angelangt.  Zwischenzeitlich ist viel passiert. Die Bewohner des baufälligen Vorgängergebäudes sind im Februar in die "Herberge an den Sülzwiesen" umgezogen. Der Abriss wurde im April beendet. Asbestfunde und ein Bodenaushub, der stärker belastet war, als die ersten Proben ahnen ließen, ließen in dieser frühen Phase schon die Kosten steigen.   Parallel zu den Gründungsarbeiten wurden archäologische Untersuchungen vorgenommen. Schließlich befindet sich die Liegenschaft direkt unterhalb des Kalkbergs, auf dessen Kuppel bis 1371 Lüneburgs erste Burg stand. Von ihr aus wurde das Fürstentum Lüneburg-Braunschweig regiert. Klar, dass die Hansestadt Lüneburg die Chance auf weitere historische Erkenntnisse nutzen wollte. Der Stadtarchäologe Tobias Schoo veranlasste die Grabungen. Entgegen aller Erwartungen wurden Reste einer historischen Heizungsanlage gefunden, die allerdings aus der zeit stammt, in der das Gelände als Kettenstrafanstalt genutzt wurde.  Ganze Räume konnten freigelegt werden. Teile dieser Mauerwände wurden von den Baumwurzeln der Bäume durchdrungen, die sich an der Grundstücksgrenze und somit auch am Rande des  Naturschutzgebiets Kalkberg befinden. Deren Standsicherheit sollte auf keinen Fall gefährdet werden. So sind die Mauerteile des historischen Fundes im Boden verblieben. Auf diese neue Situation hin sind die Gründungsarbeiten angepasst worden, was mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden war.  Im Vergleich zu diesen Überraschungen verliefen die bisherigen Arbeiten des Bauhauptgewerks nahezu reibungslos, so dass die Arbeiten im Plan sind und bereits zu Winterbeginn im November 2024 die erste Geschossdecke eingezogen werden konnte.  Wir danken allen Förderern und Spendern, die sich bisher engagiert haben und freuen uns über weitere Unterstützung, damit möglichst schnell die Menschen einziehen können, die ansonsten am Lüneburger Wohnungsmarkt nur wenig Chancen auf bezahlbaren Wohnraum haben.