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Armin T. Wegner Gesellschaft e.V.

managed by M. Wetzel

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Armin T. Wegner – geboren 1886 in (Wuppertal-) Elberfeld, gestorben 1978 im Exil in Rom – gehörte zu den frühen expressionistischen Dichtern, ehe er sich in der Weimarer Republik mit Prosawerken unter anderem dem orientalischen Milieu widmete und als erfolgreicher Reiseschriftsteller – so über die Sowjetunion, Persien, Mesopotamien, Palästina und Ägypten – einen Namen machte. Neben seinem bemerkenswerten schriftstellerischen Werk ist mit Wegners Namen das mutige Eintreten für den Frieden, die Menschenrechte und ein tolerantes Mitein­ander der Kulturen verbunden.

Aus der Satzung: "So wie sich Wegner für Verfolgte – insbesondere für Armenier und Juden – und gegen den Krieg eingesetzt hat, so gehört der Einsatz für Menschenrechte, für Frieden, Toleranz und die Vermittlung zwischen den Kulturen und Religionen zum Programm der Armin T. Wegner-Gesellschaft."

Latest project news

Dogan Akhanlis Dankebotschaft auf FB

  M. Wetzel  27 October 2017 at 12:08 PM

Dogan Akhanli schreibt:

Liebe Freundinnen und Freunde,
 die Zeit in Madrid 2017 ist für mich nicht so tragisch gewesen wie meine Istanbuler Zeit 2010. Wie bekannt, war der unnötig verlängerte Zwangsaufenthalt in Spanien nämlich am 19. Oktober 2017 beendet und ich bin wieder in Deutschland!
 An dieser Stelle möchte ich euch endlich persönlich meinen Dank aussprechen! Dass ich Schriftsteller bin hilft mir gerade nicht, meine Gefühle für euer Engagement passend auszudrücken. Durch eure politische und persönliche und kollegiale Solidarität und Unterstützung durfte ich während meiner Haftzeit 2010 in Istanbul praktisch erfahren, wie wichtig Solidarität und Unterstützung für das Leben – für das seelische Überleben in der Gefangenschaft – tatsächlich ist. 
 Meine Verhaftung in Granada hätte ganz anders verlaufen können: Es wäre möglich gewesen, dass meine Partnerin meinen Freund und Anwalt Ilias Uyar nicht erreicht, dass die Presse und die deutsche Politik nicht sofort reagieren. Es wäre möglich gewesen, dass Ilias Uyar nicht gleich an diesem Tag nach Madrid reisen und dass mein deutsch-chilenischer Anwalt Gonzalo Boye nicht genau an diesem Tag aus dem Urlaub zurückkehrt, um gegen Mitternacht meinen Kölner Anwalt vom Madrider Flughafen abzuholen. Nein, die Rettungsaktion lief wie ein Blockbusterfilm und als ich dem Richter der Audiencia Nacional vorgeführt wurde, waren meine beiden Anwälte und die Vertretung der deutschen Botschaft anwesend. Ich wurde freigelassen aber daran gehindert, Spanien zu verlassen. 
 In den folgenden zwei Monaten wurde der Auslieferungshandel zwischen Europa und der Türkei bekannt. Der Missbrauch von Interpol durch die türkische Regierung ist öffentlich geworden und gescheitert. Der türkische Verfolgungswahn ist nicht erfolgreich gewesen. Es ist ihnen nicht gelungen, mich in die Angst zu vertreiben. Ich bin nämlich mit einem Manuskript zurückgekehrt.
 Ich weiß das, was ihr für mich getan habt, sehr zu schätzen! All die kleinen und großen Taten, Grußbotschaften, Solidaritätsaktionen, finanzielle Unterstützungen, jede einzelne war für mich wichtig. Dass ich froh und erleichtert bin, habe ich eurem großartigen Einsatz zu verdanken.
 Herzlichen Dank
 Dogan Akhanli
 27.10.2017, Köln

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M. Wetzel

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