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Eine Spendenaktion von Kolja Mertz

Spendenaktion für die Bärenherz Stiftung

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Worum es geht

Hallo,


Mein Name ist Kolja
 

Ich habe eine Spendenaktion gestartet für die Bärenherz Stiftung. Die Bärenherz Stiftung unterstützt Familien mit schwerkranken und schwerbehinderten Kindern, durch den Aufbau von Kinderhospizen und verschiedene Projekte.
Spenden werden dringend benötigt, denn die Kosten für Pflege, Unterkunft, Versorgung und psychosoziale Therapien werden nur zu einem Teil und nur bis zum Tod des Kindes von den Krankenkassen gedeckt. Staatliche Zuschüsse erhalten die Kinderhospize nicht.

 
 Was mich bewegt hat für Bärenherz einzutreten:

Die eigentliche Frage lautet: Warum sollte man ausgerechnet dafür spenden? Es gibt doch so viele Spendenaktionen und Projekte, vom Katastrophenschutz bis hin zur Entwicklungshilfe, vom Tierschutz bis zur Rettung des Regenwaldes? Und das ist alles, ohne Frage, sehr, sehr wichtig! Warum also ausgerechnet dieses Thema? Warum sich ausgerechnet für schwerkranke und behinderte Kinder einsetzen?

Ein Zyniker würde sagen: Was nutzt das? Das verursacht doch nur Kosten! Ich würde sagen: Genau das ist doch der Punkt! Diese Kinder lassen sich nicht in eine (vordergründige und flache) Kosten- und Nutzenlogik einordnen. Sie erinnern uns daran, was wirklich zählt und wonach wir den Wert unserer Wirtschaft und Gesellschaft messen sollten.
Nicht allein Wachstum und Kaufkraft sollten das Maß sein, nach dem wir entscheiden, was eine erfolgreiche und prosperierende Wirtschaft ausmacht. Vielmehr sollte das Maß von der Frage abgeleitet sein, wie diese Wirtschaft, und mithin die Gesellschaft, mit den Schwächsten und Hilfsbedürftigsten in ihrer Mitte umgeht.
Wer bestimmt nun dieses Maß? Wer entscheidet darüber? Kurzum: Wir alle! Nicht allein die Politiker, CEOs und Marketingexperten entscheiden – da diese doch allezeit nur den Bürgen, Wählen und Konsumenten (aus gutem Grund und nicht selten in gerechter Absicht) nach dem Munde reden, und in ihren Umfragen und statistischen Erhebungen nichts anderes zu erfahren versuchen, als was denn nun der besagte Bürger, Wähler und Konsument will.
Wo also – habe ich mich gefragt – liegt meine Verantwortung und meine Einflussmöglichkeit, in diesem Konzert der Meinungen und Anspruchshaltungen, die wir allgemein „die Gesellschaft“ nennen? Durch welche Entscheidung kann ich etwas beitragen, sodass sich etwas ändert? Welches Projekt, welche Einrichtung, vertritt diesen Geist des Menschlichen, der uns zu Kulturwesen macht, und der so schwerlich fassbar ist, und sich erst im Konkreten, also in der Hingabe für die Schwachen und Hilfsbedürftigen entäußert – da ohne die Tat alles allein schöngeistiges Gerede bleibt?
Diese Kinder, die dort von Bärenherz betreut werden – das habe ich für mich erkannt – sind keinesfalls eine Belastung für die Gesellschaft oder ein bloßer Kostenfaktor in der Rechnung einer Versicherungsgesellschaft. Die Unterstützung und Hilfe dieser Kinder ist ein lebendiger, zentraler Ausdruck all dessen wofür unsere moderne, entwickelte, zivile Gesellschaft steht und für das, was sie zu dem macht, was sie heute ist. Indem wir an dieser Stelle hinsehen und handeln und unterstützen, erhalten wir das Erbe all derer, die sich zu aller Zeit für das Menschliche und die Würde des Einzelnen eingesetzt haben.
Die Pflegerinnen und Pfleger, die in den Hospizen arbeiten, die Ehrenamtlichen, die die Projekte organisieren, die Ingenieure, die die Krankenhäuser bauen und auch die Manager und CEOs, die die Jahresberichte schreiben und die Finanzen überschauen, gilt es zu unterstützen.
Und ganz ehrlich: Wird bei alledem nicht auch ein realer, wirtschaftlicher Mehrwert geschaffen?
Wenn ich so darüber nachdenke, bleibt am Ende eine stille Verwunderung über mich selbst, und ich muss staunend feststellen, wie paradox meine Gefühle bei alledem sind: Gerade da, wo die Lage am aussichtlosesten und wo alle Hoffnung verloren scheint, sehe ich etwas, das mir wirklich, im tiefsten Innern, Hoffnung macht.

Und dafür bin ich dankbar.

 

Kolja Mertz hat diese Spendenaktion am 10. Juli 2023 veröffentlicht.

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Drei fröhliche Personen heben die Hände, umgeben von Herzen und Konfetti.

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