Die Erinnerung bleibt - Das Familienhörbuch-
4.590 €
gesammelt
5.000 €
unser Ziel
Schon 116 Spenden 🤍
10 €
von Anonym
10 €
von Anonym
10 €
von Anonym
10 €
von Anonym
10 €
von Anonym
10 €
von Anonym
Worum es geht
Liebe Leser*innen,
danke, dass Du Dir die Zeit nimmst diesen Artikel zu lesen.
Meine Geschichte
Ich heiße Denise, bin 47 Jahre alt und leide seit nunmehr 14 Jahren an metastasierenden Brustkrebs.Die erste Reaktionen der Menschen, denen ich das erzähle ist meistens Mitleid und auch Hilflosigkeit. Ich versuche dann immer zu beschwichtigen und erkläre Ihnen, dass ich trotzdem ein erfülltes und glückliches Leben habe. Denn ich habe die Krankheit mit all ihren Facetten angenommen und versuche auch bei jedem Rückschlag das Positive zu erkennen.
Das ich dazu mittlerweile in der Lage bin, war ein langer Prozess den ich durchlebt habe und auch immer noch durchlebe.
Als ich im März 2008 die niederschmetternde Diagnose Brustkrebs im Stadion IV erhalten habe, blieb die Welt kurz stehen. Nichts war mehr wie vor der Diagnose. Ich war glücklich verheiratet und mein Sohn war zu diesem Zeitpunkt 2 1/2 Jahre alt. Ich stand mit meinem Vollzeitjob mitten im Leben. Da in meiner Familie Krebs nie eine Rolle spielte, wusste ich zu diesem Zeitpunkt nicht einmal was ein Onkologe ist. Ich sollte allerdings sehr schnell lernen….. Krebsstadium, Chemotherapie, Operationen, Onkologe, Nachsorge, MRT, CT, Antikörpertherapie, Östrogen positiv, HER2 neu positiv, Wächterlymphknoten uvm. All diese Begrifflichkeiten begleiten mich bis heute.
Nachdem ich 4 Jahre vermeintlich krebsfrei war, wurde ein Rezidiv in der anderen Brust sowie die erste Metastase an den Knochen festgestellt. Von da an galt ich als palliativ sowie chronisch kranke Patientin. Die Therapien gingen weiter, aber irgendetwas in mir sagte, du schaffst das. Im Jahr 2016 wurden dann weitere Knochenmetastasen gefunden. Mein Onkologe und ich überlegten gemeinsam, welche Therapieform für mich in Frage kommen kann. Wir wägten ab und probierten einiges aus. Da ich sehr stark zu Nebenwirkungen jeglicher Medikamente neige, musste ich häufig Therapien abbrechen. Das machte die Sache nicht einfacher.
Als ich dann im Januar 2019 mit starken Bauchkrämpfen und Übelkeit zu meinem Hausarzt ging, stellte er eine Aszites (Wasser im Bauch) fest. Ich bin umgehend für weitere Untersuchungen in ein Krankenhaus gegangen. Es wurden Metastasen am Bauchfell festgestellt. Um es genauer zu beschreiben, das ganze Bauchfell war voll von den kleinen Biestern. Kopf in den Sand gab es bei mir nicht. Ich wurde behandelt und nach einem halben Jahr war ich wieder metastasenfrei. Puuhhh, dachte ich mir, das habe ich gut gemeistert. Die Therapien gingen weiter. Alle 3 Wochen intravenös ein Chemotherapeutika und das auf unbestimmte Zeit. Ich habe mich auch damit arrangiert und mein Leben darauf eingestellt. Ich bin trotzdem glücklich, weil ich LEBE!
Im September 2021 ging es mir plötzlich körperlich sehr schlecht. Jeder Gang, jede Aktivität war eine Herausforderung für mich. Ich hätte 24X7 schlafen können. Alle waren ratlos was es sein könnte. Nach einiger Zeit bin ich darauf gekommen ein MRT vom Schädel machen zu lassen. Ich sage nur Intuition…… Und, siehe da…. Es wurden 2 Metastasen an der Hirnanhangsdrüse festgestellt. Deswegen ging es mir also so schlecht. Es folgten 28 Bestrahlungen und eine neue Therapie. Stand heute geht es mir gut und ich freue mich riesig, dass ich auch diese Hürde genommen habe.
Das Projekt
Liebe Leser*innen lange Rede kurzer Sinn. Nach all dieser Zeit, dachte ich mir, dass ich meinem Sohn, der mittlerweile 16 Jahre ist, etwas hinterlassen möchte, damit er sich immer an mich erinnert.
Da fiel mir ein, dass ich mal etwas über das Projekt Familienhörbuch an der Uni Bonn und Köln gelesen habe. Ich habe recherchiert und bin auf die Internetseite https://familienhoerbuch.de/ gestossen. Das Projekt Familienhörbuch richtet sich an Mütter und Väter, die unheilbar an Krebs erkrankt sind. Ich habe mich beworben und tatsächlich die Möglichkeit erhalten, ein Familienhörbuch zu erstellen. Ich habe in mehreren Sitzungen meine Lebensgeschichte mit allen Höhen und Tiefen, mit unvergesslichen Erinnerungen und auch bis dato unausgesprochenen Dingen, erzählt. Dies wurde von einer professionellen Journalistin/Audiobiografin aufgenommen. Ich freue mich so sehr darüber!!! Es beruhigt mich und macht mich auch stolz. Zumal es sehr unkompliziert und unbürokratisch ablief. Alle Beteiligten an diesem Projekt sind überaus nett und einfühlsam. Die Idee eines solchen Hörbuchs finde ich wunderbar und sehr wertvoll.
Allerdings wird das Familienhörbuch ausschließlich über Spenden finanziert. Eine Produktion kostet zwischen 4000 und 5000 Euro. Um das therapiebegleitende Angebot weiterhin kostenfrei und wissenschaftlich begleitet, bundesweit umsetzen zu können, gründete Judith Grümmer im Herbst 2019 die als gemeinnützige anerkannte Familienhörbuch gGmbH. Jetzt kommt ihr ins Spiel. Ich möchte Euch um eine Spende für das Projekt - Familienhörbuch gGmbH- bitten. Damit würdet Ihr mir einen sehr großen Wunsch erfüllen. Mit jeder Spende wird einem weiteren schwerkranken Menschen ebenfalls die Möglichkeit gegeben, ein Familienhörbuch aufzunehmen. Bitte verbreitet diesen Aufruf weiter, damit viele Spenden zusammen kommen.
Ziel des Projekts
Nach dem Tod des Elternteils helfen die Hörbücher den Hinterbliebenen, insbesondere den Kindern, die Trauer zu bewältigen. Es spendet Trost und es bleibt ein Leben lang erhalten. Das wirkt sich positiv auf die psychische Gesundheit aus.
Das angestrebte Ziel ist es, die zunehmende Nachfrage, die Finanzierung über Förderer und Spenden, und die Kooperation mit möglichen Kostenträgern (z.B. Krankenkassen, Jugendämtern) nachhaltig zu sichern.
Ich danke Euch von Herzen für Eure Aufmerksamkeit und Bereitschaft zu spenden. Ich werde weiterhin positiv durchs Leben gehen und mich nicht unterkriegen lassen.
Herzlichst Eure Denise
Denise Chmielewsky hat diese Spendenaktion am 11. Januar 2022 veröffentlicht.
Nachricht schreibenDu unterstützt dieses Projekt
Die Projekte können durch Denise Chmielewsky noch angepasst werden.
Spendenübersicht
In dieser Übersicht kannst du nachvollziehen, welche Projekte wie viele Spenden erhalten haben.
4.590 €
hat das Projekt schon von Denise Chmielewsky erhalten