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Plastik, Plastik überall! Was du tun kannst.

Lisa-Sophie Meyer
20.08.2018

Unsere Gurken sind in Plastik eingeschweißt, unser Joghurt lebt in Plastikbechern und auf dem Badewannenrand sammeln sich Plastikflaschen mit Duschgel, Shampoo und Co. Plastik ist wirklich überall – und der Verzicht darauf ist gar nicht so einfach. Jede*r Deutsche produziert im Jahr im Schnitt 37 Kilo Plastikmüll! Ein Teil dieses Abfalls landet über Umwegen im Ozean und richtet dort verheerenden Schaden an. Zwischen Hawaii und der amerikanischen Westküste schwimmt das Great Pacific Garbage Patch – ein Müllfeld in der Größe Zentraleuropas!

Dort und in vielen anderen Gebieten, die von Marine Littering, der Vermüllung der Meere, betroffen sind, fressen Fische, Vögel und andere Lebewesen die Kunststoffteile und verenden an ihren mit Müll verstopften Mägen. Zudem gelangt durch die dichte Mülldecke nicht mehr ausreichend Sonnenlicht in die unteren Schichten des Wassers, so dass Algen und andere Wasserpflanzen nicht mehr ausreichend Sauerstoff produzieren können. Die Vermüllung der Ozeane bedroht ob kurz oder lang unser aller Existenzgrundlage!

Wir haben für dich einige Tipps zusammengestellt, wie du im Alltag deinen Plastikverbrauch ganz einfach einschränken kannst! Viele der Tipps hast du bestimmt schon einmal gehört. Trotzdem schadet es in einer Welt voller Plastik nicht, sich immer mal wieder ins Gedächtnis zu rufen, was jede*r einzelne tun kann ;)
 

Dein Supermarkt ist der Ort, an dem du mit deinen Kaufentscheidungen den größten Unterschied machen kannst.

  • Achte darauf, Gemüse und Obst soweit möglich lose zu kaufen. Wenn am Ende nicht alles durch die Einkaufstasche purzeln soll, kannst du dir einen kleineren Stoffbeutel mitbringen, in dem du deine sieben Äpfel und drei Tomaten packen kannst.
  • Viele Dinge, die in Plastikbehältern angeboten werden, gibt es auch im Glas! Joghurt, Ketchup, Senf, Milch, Säfte und noch vieles mehr.
  • Genau hingucken auch bei Kleinigkeiten: Wattestäbchen gibt’s mittlerweile zum Beispiel aus Papier und Baumwolle statt Plastik und noch mehr Plastik.
  • Kein Wasser mehr in Plastikflaschen kaufen – denn trotz Pfandsystem belasten sie unsere Umwelt immens in Herstellung und Wiederaufbereitung. Und die Metall- oder Glasflaschen für unser gutes Leitungswasser werden ohnehin immer schicker!
  • Keine Dinge mehr kaufen, die völlig sinnlos verpackt sind. Die große Plastiktüte, in der lauter kleine Plastiktüten sind, in der dann sieben Gummibärchen sind? Nein, danke.

Doch auch außerhalb des Supermarkts kannst du einiges bewegen.

  • Richtig Mülltrennen! Wenn du beim Sortieren darauf achtest, das Plastik sauber von anderem Müll zu trennen, macht es das Recycling viel einfacher. Ausspülen musst du deine Joghurtbecher übrigens nicht ;)
  • Beim Eis Essen immer die Waffel nehmen! Denn selbst, wenn du sie nicht isst, ist sie immer noch um Längen leichter abzubauen als der plastikbeschichtete Becher und der Löffel.
  • Der To-Go-Kaffee muss unbedingt sein und der Thermobecher steht daheim in der Spüle? Dann verzichte doch wenigstens auf den Plastikdeckel.
  • Macht mehr als nur den Briefkasten leer: “Keine Werbung”-Aufkleber sorgen ob kurz oder lang für weniger in Plastik eingeschweißte Werbeprospekte.

Und zu guter letzt natürlich: Spenden! Auf betterplace.org findest du großartige Organisationen, die sich gegen die Vermüllung der Weltmeere auf unterschiedliche Art und Weise einsetzen. So zum Beispiel diese zwei Organisationen, die du zusätzlich zu deiner eigenen alltäglichen Vermeidung von Plastik ganz einfach unterstützen kannst: 

One Earth – One Ocean e.V. denkt ganz groß: Mit ihrer Maritimen Müllabfuhr entwickeln sie ein Konzept, das die Weltmeere nachhaltig säubern kann. Verschieden große Schiffe sammeln Müll und auf einem großen Schiff kann das Plastik direkt zu Treibstoff für noch mehr Plastiksammlung weiterverarbeitet werden.

Andreas Hellmann von Plastik4Good hat sich in Kenia ein großartiges Projekt ausgedacht: Er befähigt Menschen vor Ort, selbst Plastik zu recyclen und zu neuen Produkten zu verarbeiten. So landet das Plastik gar nicht erst im Meer und für junge Menschen in Kenia werden Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen, die ihnen eine Zukunftsperspektive geben!