Deutschlands größte Spendenplattform

Erfolgsgeschichten aus der Zeitspenden-Welt: Stella und Kerstin

Leonie Gehrke
07.01.2015

Heute ist es an der Zeit, eine der vielen Erfolgsgeschichten hinter unserer Ehrenamts-Plattform zu erzählen: Stella Reschke arbeitet bei Aktion Tagwerk in Bonn und hat über betterplace.org jemanden gesucht, der ehrenamtlich einen Image-Film für die Organisation drehen möchte. Gemeldet hat sich die Berliner Graphikerin Kerstin Jana Kater. Wenige Monate später trafen sich die beiden zum ersten Mal beim Bürgerfest des Bundespräsidenten, um den fertigen Film gemeinsam vorzustellen. Wie die Zusammenarbeit aussah und was dabei herausgekommen ist, wollte ich genauer wissen.

[[ (c) Bernd Weisbrod, Brahmsstraße 6a, D-55218 Ingelheim, Tel.](/c/neues/files/2015/01/Präsentation_Kurzfilm_Bürgerfest.jpg)

_Kerstin (links) und Stella bei der Premiere des Films _

Wie seid Ihr auf betterplace.org gestoßen?

Stella : Als ich 2013 bei Aktion Tagwerk anfing, waren schon mehrere Geldspenden-Projekte registriert. Ich schaute mir dann die Plattform an, fand Eure Zeitspenden-Suche und war sofort angetan. Schließlich sind wir immer auf ehrenamtliche Unterstützung angewiesen. Nicht nur bei uns im Büro, sondern auch bei der Umsetzung von einzelnen Projekten.
Kerstin : Ich sammle selber Spenden für Sherpa-Familien in Nepal und habe dafür seit Jahren ein Hilfsprojekt bei Euch registriert. Als ich Anfang des Jahres auf der Suche nach einem ehrenamtlichen Engagement war, habe ich gleich hier geschaut, da ich die Zeitspenden-Suche kenne.

Wie kam die Idee mit dem Kurzfilm?

Stella: Ich habe einfach überlegt, was für eine Zeitspenden-Suche man bei betterplace.org präsentieren könnte. Die Idee mit dem Infofilm war dann naheliegend. Wir hatten nichts vergleichbares, das unsere Arbeit kurz und anschaulich illustriert. Jetzt zeigen wir den Spot in Schulen, vor Sponsoren und bei Infoveranstaltungen. Hilfreich war er auch im November, nachdem unsere Vorsitzende Nora Weisbrod den BAMBI für ihr Engagement für Aktion Tagwerk erhalten hat. Da reihten sich die Anfragen und wir waren froh, auf den Film verweisen zu können.

Hattest Du konkrete Vorstellungen wie und wo Du Dich engagieren möchtest?

Kerstin : Ja, mir war es total wichtig, dass ich berufs- und projektbezogen arbeiten will – also meine Kenntnisse als Grafikerin gezielt für eine gute Sache einbringen möchte. Außerdem wollte ich meine Zeit frei einteilen und mich von zu Hause engagieren können. Bei der Distanz Berlin – Bonn hätte das aber eh nicht anders hingehauen. Außerdem muss ich zugeben, dass ich gehofft habe, selber von dem Ehrenamt zu profitieren, nicht nur für’s Karma, sondern auch für meinen Beruf.

Du hattest sehr genaue Ansprüche an das Engagement?

Kerstin: Naja, aber ich habe bei Eurer Freitextsuche einfach “Graphiker” eingegeben und zwei Zeitspenden-Suchen gefunden, die meinen Kriterien entsprachen. Die habe ich über Euer Formular angeschrieben und Aktion Tagwerk ist es dann geworden. Und tatsächlich habe ich dafür auch mit einer, mir neuen, Animationssoftware gearbeitet und mich durch die Zeitspende weiterbilden können.

Hättet Ihr den Film ohne ehrenamtliche Unterstützung realisieren können?

Stella: Ein ganz klares Nein. Weder hätten wir weder das Geld, noch das Know-how oder die Zeit gehabt.

Wie sah denn Eure Zusammenarbeit aus?

Kerstin : Also zunächst haben wir über das betterplace Formular hin- und hergeschrieben und sind dann auf E-Mail und Telefon umgestiegen. Stella hat mir Infos geschickt und wir sprachen über Ziele und Inhalt. Wir haben uns dann gegenseitig Links mit Beispielen geteilt, die zeigten in welche Richtung man mit der Gestaltung gehen könnte. Es stellte sich schnell heraus, das wir ähnliche Vorstellungen hatten.
Kerstin : Beim Design habe ich natürlich bestehende Elemente, wie das Karopapier, von Aktion Tagwerk übernommen. Allerdings hatte ich bei der Gestaltung und bei der Zeiteinteilung immer sehr freie Hand. Manchmal sogar zu frei, so dass bestimmte Aufgaben auch mal auf den nächsten Tag geschoben wurden.

Wann habt ihr Euch persönlich kennengelernt?

Stella : Erst bei der Premiere des Films. Wir hatten die Chance diesen beim Bürgerfest des Bundespräsidenten zu zeigen und haben Kerstin dazu natürlich eingeladen.
Kerstin : Es war super. Vor allem war mir wichtig, das Team persönlich kennenzulernen, die Wertschätzung zu spüren und zu sehen, wie sehr sich alle über das Ergebnis gefreut haben.

Und plant Ihr eine Fortsetzung der Zeitspende?

Stella : Viel besser: Uns haben sich tatsächlich durch die Zeitspende neue Perspektiven eröffnet: Kerstin wird wieder für uns tätig sein. Dann aber nicht mehr ehrenamtlich, sondern als freie Mitarbeiterin bei einem Projekt.

Und zu guter letzt das Ergebnis:

Aktion Tagwerk sucht auch aktuell wieder Zeitspender: Diesmal geht es darum eine App zu entwickeln, die einen Überblick über Teilnahmemöglichkeiten an “Dein Tag für Afrika” gibt und persönliche “Tagwerke” vorschlägt. Du fühlst Dich angesprochen? Dann geht hier weiter.

Kerstin sammelt auch immer noch Spenden für Ihr Projekt in Nepal. Du möchtest das Projekt finanziell unterstützen?