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Hilfe zur Selbsthilfe: Fachkunde für chilenische Tierpfleger

Die Chilenin María Ruiz setzt sich für einen verantwortungsvolleren Umgang mit Haustieren in ihrer Stadt ein. Praktika in zwei großen deutschen Tierheimen sollen ihr nun dabei helfen, ihr kleines Tierheim in Chile zu sichern und auszubauen.

E. Stähr from FinnDomingo e.V.Write a message

In der chilenischen Stadt Concepción, einem Ballungsraum mit über einer Million Einwohnern, läuft das Problem "Streunerhunde" völlig aus dem Ruder. Die Folgen sind dramatisch – aus Sicht des Tierschutzes ebenso wie für die öffentliche Gesundheit und Sicherheit. Aber gesellschaftliche Trägheit und Ignoranz sowie die fehlende staatliche Bereitschaft zum Umsetzen vorhandener Gesetze machen jedes Engagement zum fast unüberwindlichen Kraftakt. 

In diesem Umfeld haben María Ruiz Cisternas und ihre Schwester Valentina ein kleines Tierheim aufgebaut, das Refugio Patitas Sin Hogar („Zuflucht für Pfötchen ohne Heim“). Dort nehmen sie ausgesetzte oder misshandelte Hunde auf, die meist schwer krank oder verletzt, völlig verwahrlost und fast verhungert sind. Gemeinsam mit einigen Gleichgesinnten pflegen sie die Tiere gesund, lassen sie kastrieren und vermitteln sie schließlich in gute Hände. 

Diese kleine Rettungsstation erscheint buchstäblich wie ein Leuchtturm im tosenden Meer. Die beiden Schwestern und ihre Helfer kommen aus eher bescheidenen Verhältnissen, trotzdem schaffen sie es seit nunmehr fünf Jahren – und zwar ausnahmslos mittels privater Spenden – ihr Tierheim am Leben zu halten. Bewundernswert die enorme Beharrlichkeit, mit der sie die Werbetrommel rühren, die Tücken des Alltags bewältigen und körperlich wie emotional immer wieder an Grenzen gehen, bei denen andere längst aufgegeben hätten. 

Dabei ist ihre Arbeit nicht nur anstrengend, sondern auch gefährlich. Schließlich haben die Hunde oft Krankheiten, die auch für Menschen ansteckend sind. Verunfallte Tiere müssen geborgen werden, misshandelte Tiere, beispielsweise aus Slums, müssen ohne jede polizeiliche Unterstützung ihren Besitzern „abgeschwatzt“ werden. Dazu gehört Mut! Wer sie sieht, diese zierlichen jungen Frauen, glaubt kaum, wozu sie fähig sind. 

Viel Geduld, Zeit und Geld sind nötig, bis solche Hunde endlich in ein neues Zuhause vermittelt werden können. Aber im Refugio Patitas Sin Hogar wird kein Tier verloren gegeben. Denn es geht nicht allein um die Hunde! Es geht darum, der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten, Veränderung anzumahnen. María und Valentina machen die Fälle publik, prangern an, ohne zu beleidigen. Sie verleihen jedem einzelnen Hund ein Gesicht, zeigen sein Potenzial, erklären ihn zum Botschafter ihrer Mission. 

Ihr Traum ist ein richtiges, professionell geführtes Tierheim. Aber die Fachkunde im Tierheimmanagement fehlt bislang weitgehend in Chile. Deshalb will María in diesem Sommer nach Deutschland reisen, um in den Tierheimen von Hannover und Essen wichtige Erfahrungen zu sammeln. 

Unser deutscher Verein ist Fürsprecher und Organisator dieses Bildungsprojekts. Wir kennen das Land, die Hunde und vor allem die Menschen im Refugio Patitas Sin Hogar. Wir wünschen ihnen: Möge ihr Traum in Erfüllung gehen! 

Bitte helft mit!