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Funded Kampagne Anonyme Spurensicherung nach Sexualstraftat

Bremen, Germany

Funded Kampagne Anonyme Spurensicherung nach Sexualstraftat

Bremen, Germany

Die Kampagne zur Anonymen Spurensicherung nach Sexualstraftat in Bremen soll dieses Angebot der Bremer Bevölkerung vorstellen und nachhaltig im Gedächtnis verankern, weil man vorher wissen muss, dass es dieses Angebot gibt.

S. Schenk from Förderverein notruf e.V. | 
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About this project

Vergewaltigungen geschehen überall und zu jeder Zeit.
Menschen, die einem sexuellen Übergriff ausgesetzt waren, befinden sich körperlich und psychisch in einer schwierigen Situation. Das einschneidende Erlebnis und die damit verbundene Angst führen häufig dazu, dass sie sich (noch) nicht für eine Anzeige bei der Polizei entscheiden können. Sie haben jedoch in Bremen die Möglichkeit, die Spuren des Übergriffs unentgeltlich und anonym in drei Kliniken der GeNo sichern zu lassen. Diese werden dort 10 Jahre lang chiffriert gelagert. Das Vorhandensein dieser Spuren stärkt die Position der Betroffenen und gibt ihnen mehr Sicherheit, wenn sie sich erst mit zeitlichem Abstand für eine Strafanzeige bei der Polizei entscheiden. Die gesicherten Spuren werden als gültige Beweismittel für die polizeilichen Ermittlungen herangezogen und können entscheidend dazu beitragen, dass eine Anklage vor Gericht nicht aufgrund fehlender Beweise eingestellt werden muss. Dies ist vor allem angesichts der Tatsache, dass die Einstellungsquote von Verfahren bei Sexualdelikten im Bundesland Bremen erschreckend hoch ist, von besonderer Bedeutung. 
Neben der juristischen Relevanz bringt die Anonyme Spurensicherung für die Betroffenen in dieser psychisch und physisch sehr schwierigen Situation eine gewisse Erleichterung, weil sie sich nicht unmittelbar dem zusätzlichen, belastungsverschärfenden Entscheidungsdruck für oder gegen eine Strafanzeige aussetzen müssen. 
Obwohl die Anonyme Spurensicherung seit fast vier Jahren in Bremen angeboten wird, ist diese Möglichkeit nur wenig in der Bremer Bevölkerung bekannt. Entscheidend ist jedoch, dass Menschen um diese Möglichkeit wissen, bevor sie selbst oder ihre Angehörigen/FreundInnen von einem möglichen sexuellen Übergriff betroffen sind. 
Wir möchten dies ändern. Am 04.Februar 2016 haben wir eine mehrmonatige Kampagne gestartet, um dieses Angebot nachhaltig und umfassend im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Da die Problematik der sexuellen Gewalt unabhängig von Alter und sozialen Faktoren besteht, sollen möglichst viele Bevölkerungsgruppen erreicht werden. 
An 39 Oberstufen von Bremer Schulen und Berufschulen, bei Haus- und FrauenärztInnen, bei Apotheken, in Diskotheken, Bars und Kneipen wurden Plakate, Postkarten und Flyer verteilt. Öffentliche Medien haben bereits über die Kampagne berichtet bzw. werden noch darüber berichten.
Zusätzlich planen wir die Verteilung von Plakaten und Flyers in den Bahnen und Bussen der BSAG, aber dafür fehlen uns noch 7.580 €, etwas mehr als 50% der benötigten Gesamtsumme.
 

Updated at 18. September 2020