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Anika Wiechmann's fundraising event

Kinderprojekt Lesbos

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What’s it about

Seit dem Moriafeuer im September wurden 8000 Geflüchtete in das neue Camp Kara Tepe 2 umgesiedelt. Aufgrund der mangelhaften Infrastruktur dort, gibt es weder fließendes Wasser, dauerhafte Elektrizität, geschweige denn ausreichenden Zugang zu Bildung oder Raum zum Spielen. 

Vor 7 Wochen haben wir hier auf Lesbos ein Projekt mit traumatisierten Kindern aus dem Flüchtlingslager gestartet. Es handelt sich dabei um Psychosoziale Kleingruppen mit Kindern im Alter von 4 bis 13 Jahren. Bisher sind 32 Kinder in das Projekt eingeschlossen, die einmal pro Woche für 2 h gemeinsam mit ihren Eltern in ein fußläufig erreichbares Community Center kommen. 

So haben diese Kinder zumindest ein Mal pro Woche die Möglichkeit in einem geschützten Raum "Kind" zu sein, zu spielen, zu basteln und kreativ zu sein. Wir machen verschiedene Aktivitäten mit den Kindern und wollen im besten Fall ein "Tool" in die Hand geben, welches sie im Camp ebenfalls nutzen können. 
Das Projekt ist unglaublich wichtig, da so viele Kinder hier mentale Probleme haben und die Kapazitäten für eine Psychotherapie stark eingeschränkt sind. Viele der Kinder haben sich schon geöffnet, machen Fortschritte und sind dankbar, dass sich jemand für sie interessiert und sie ein Mal pro Woche dem  Camp-Alltag entkommen können.

Zu Beginn war nicht klar, ob wir das Projekt fortführen können, aber nun haben wir die Sicherheit, dass MVI (Medical Volunteers International) das Projekt weiterhin unterstützen wird. Noch dazu haben wir einige großartige Volontäre, die es fortführen werden. 

Um eine Nachhaltigkeit zu gewährleisten, haben wir Wert darauf gelegt, dass das Projekt "community-based" ist und nicht von Kurzzeit-Volontären lebt. Unsere Helfer aus der Geflüchteten-"community" sind unglaublich gut mit den Kindern und geben ihnen ein Gefühl von Sicherheit und Vertrautheit, dadurch dass Sie in ihrer Heimatsprache (Farsi) mit ihnen kommunizieren können.

Um unseren Helfern aus der "Community" ein Gehalt auszahlen zu können und zumindest für das nächste halbe Jahr die Kosten zu decken, bitten wir aktuell um Spenden. Vielleicht kann jeder ein paar Euros abzwacken, die er vielleicht sonst in diesem Ausnahmejahr für Auswärts-Essen, Urlaube, Konzertbesuche oder Festivals ausgegeben hätte ;) Wir sind für jeden Euro dankbar!


***

Since the Moria fire in September, 8000 refugees have been displaced further and newly relocated to Kara Tepe 2 Camp. Due to the poor infrastructure there is very little formal support, schooling or opportunity to play. 

There is a high demand for children’s psychological support. In order to bridge this gap we started this project in October. So far 32 children have been included in the project and we are already seeing positive outcomes and good results from the scheme itself, with promising feedback from children, their parents and primary care doctors in the camp. 

These are small psychosocial support groups for children (max 7) aged between 4 and 13 years who come once a week for 2 hours accompanied by their parents. The program is carried out in a community centre; a safe space a short walk away from the camp.

It allows children the chance to play, be creative and give them an opportunity to behave like children again. The activities aim to teach children coping techniques to supply them with a ´tool kit´ which will help them cope with the huge stresses placed on their tiny shoulders.

As is the case with any new project, the future of the scheme was unclear at the start but we are thrilled to announce that we have the full support of MVI (Medical Volunteers International) who will continue to support the project; allowing it to grow and develop as the demand changes. Right now we are 2 passionate doctors carrying out the initial assessments, one very talented Farsi-speaking health promoter from Spain, a former Afghan community leader that supports the parents and an incredibly engaging translator from the community who has plans to become a child psychiatrist in the future. 

In order to ensure sustainability, we have made sure that the project is community-based and does not live solely from short-term volunteers. Our helpers from the refugee community are incredibly involved with the development of the project as well as the interaction with the children and their patents, offering a sense of security and familiarity by being able to communicate with them in their native language (Farsi).

In order to be able to pay our community workers a salary and to cover the costs for the next six months, we are on the look out for donations! Maybe everyone can squeeze a few euros that they might otherwise have spent on dining out, holidays, going to concerts or festivals. We are so grateful for every euro! Thank you!

Anika Wiechmann published this fundraising event on 30. November 2020.

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News

Ali's Brief

Anika Wiechmann posted this update on December 07, 2020.

Ali (*Name geändert) träumt davon dem Flüchtlingslager wie sein Flugdrache zu entfliegen. Er hat eine besondere Vorstellungskraft.
 
 

Ali hat uns einen berührenden Brief geschrieben, den wir gerne mit euch teilen möchten. Worte wie diese, die wir von den Kinder hören, haben uns immer wieder ermutigt das Projekt trotz Schwierigkeiten fortzuführen. Aus dem Farsi übersetzt:

"Als ich kleiner war, hatte ich drei Wünsche: Erstens, nach Europa zu gelangen, zweitens, Fußballer zu werden und drittens, dass mein Vater und meine Mutter ein langes Leben haben. Aber jetzt habe ich nur noch einen Wunsch, und der lautet, diese Hölle zu verlassen. 
 
 Vor einigen Nächten fragte mich mein Vater, warum ich gestern Abend aus dem Zelt gegangen sei, aber ich glaubte ihm nicht. Eines Morgens wachte ich auf und sah, dass ich meine Kleider von letzter Nacht nicht mehr anhatte. Also fragte ich meinen Vater, warum er meine Kleider gewechselt hat. Mein Vater antwortete, ich sei gestern Abend ans Meer gegangen. Ich habe ihm überhaupt nicht geglaubt. Nach ein paar Nächten wachte ich morgens auf und meine Kleider waren komplett nass. Mein Vater sagte mir, ich sei ins Meer gegangen. Danach bekam ich große Angst. Eines Nachts wachte ich auf und sah, dass mein Vater meine Hand an seine gebunden hatte. Ich war sehr aufgebracht. Wenn ich jetzt schlafe, fesselt mein Vater mir die Hände. 
 
 Als Kind stellte ich mir vor, ich würde nach Europa reisen und könnte ein berühmter Fussballer werden. Aber niemand auf der Welt muss das Leben leben, das ich jetzt habe. Jeder Tag wiederholt sich. Warum kann ich nicht wie andere Kinder sein und ein gutes und normales Leben führen? - Es geht um ein schwieriges Leben, das Sie hoffentlich nie erlebt haben. 
 
 Aber ich habe immer noch meine Phantasie und meinen Traum ein berühmter Fußballer zu werden und ein schönes Haus auf der Insel Hawaii zu haben, von dem aus man den Sonnenuntergang in völliger Stille betrachten kann. Aber selbst mit meiner großen Vorstellungskraft ist mein wirkliches Leben schwierig. Das Leben anderer Menschen wird von Tag zu Tag besser, es geht vorwärts. 
 
 Hallo, mein Name ist Ali*. Es ist jetzt 12 Uhr Mitternacht und ich kann nicht schlafen." 
 


Three joyful people raising hands with hearts and confetti, celebrating together.

Donation Overview

In this overview you can see which projects have received how many donations.


€7,679

were already forwarded to the project by Anika Wiechmann