Deutschlands größte Spendenplattform

Dein Ehrenamt gegen Politikverdrossenheit - Das Generationenmanifest

Sabrina Syben
09.09.2013

Weniger als zwei Wochen sind es noch bis zu den Bundestagswahlen und die Unterstützer des Generationenmanifests sind fleißig im Einsatz. Das Ziel ist es, bis zum 22.09.2013, 100.000 Unterschriften zu sammeln. Auf unserer Zeitspenden-Plattform werden noch Helfer zum Verteilen von Flyern und Plakaten sowie zum Sammeln von Unterschriften gesucht. Zunächst sind aber noch ein paar Fragen zu beantworten: Was ist das Generationenmanifest? Wer steht dahinter? Was soll erreicht werden? Meine Quellen: Ein Telefonat mit Claudia Langer, Mitbegründerin der Initiative, sowie die Webseite des Generationenmanifests.

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Die Formulierung der Forderungen

Aufgebaut wurde die Initiative Generationenmanifest von Claudia Langer, Gründerin der Utopia Stiftung, und Peter Hennicke, ehemaliger Leiter des Wuppertal Instituts. Als Grundlage für die Formulierung der zehn Forderungen an die Politik diente das Jahreshauptgutachten des wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung zum Thema globale Umweltveränderungen und diverse andere Studien. Die große Herausforderung dabei: Bei einer begrenzten und thematisch ausgeglichenen Anzahl an Forderungen zu bleiben, gleichzeitig aber nicht zu viele Probleme auszublenden. In zahlreichen Abstimmungsrunden mit Wissenschaftlern, wie Ulrich Weizäcker oder Gesine Schwan, hat das Manifest seinen Feinschliff bekommen, so dass es vor dem Kampagnenstart im Juni durch die ersten 70 Unterstützer offiziell verabschiedet werden konnte.

Die Entstehung einer Bürgerbewegung

Die erste Etappe ist laut den Initatoren erreicht: Der bürgerliche Aktivismus für das Manifest scheint die Überwindung der so häufig beklagten Politikverdrossenheit zu bedeuten. Der große Zuspruch, den das Manifest erhält, ist u.a. an den Facebook-Fans, den Twitter-Followern und den Unterschriften selbst abzulesen. Begonnen als Projekt einer kleinen Gruppe von Social Playern und Wissenschaftlern, hat es sich laut Aussage von Claudia Langer zu einer breiten Bürgerallianz entwickelt, die sämtliche Schichten umfasst. Als virale Initiative ist es sogar gelungen, bis zu den noch amtierenden Bundestagsabgeordneten vorzustoßen und parteiübergreifend Unterstützer zu gewinnen.

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Was nach den Bundestagswahlen passieren wird

Das zweite Ziel wird es sein, das Manifest 2.0 an einem offiziellen Termin dem neugewählten Bundestag sowie der neuen Regierung zu übergeben. Als Plan B, das heißt bei fehlender Bereitschaft der politischen Riege, ist eine Aktion vor dem Bundeskanzleramt geplant. Bei dem Manifest 2.0 wird es sich um eine Erweiterung des derzeitigen Manifests handeln. Den Organisatoren ist es wichtig, die zahlreichen Ideen und Vorschlägen, die sie momentan täglich per E-Mail aus der Bevölkerung erhalten, miteinzuarbeiten.

Die Übergabe des Manifests soll aber nicht das Ende dieser Bewegung bedeuten. Für die Zeit nach den Wahlen sind weitere Aktionen und Veranstaltungen geplant. Genaue Details konnte ich allerdings nicht in Erfahrung bringen. Beabsichtigt sind spezifischere Fahrpläne für einzelne Politikbereiche. Die entstandene Community wird dabei weiterhin eine große Rolle spielen.

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So könnt Ihr das Generationenmanifest unterstützen

Ihr seid daran interessiert die Initiative in Ihrer heißen Phase vor den Bundestagswahlen mit Eurer Zeit zu unterstützen? Dann schreibt Claudia Langer über ihre Zeitspenden-Suche. Hilfe wird beim Vertrieb von Plakaten und Flyern gebraucht. Ihr könnt Unterschriften in Fußgängerzonen oder auf selbstorganisierten Veranstaltungen sammeln. Mit anderen Unterstützern des Generationenmanifest könnt ihr auch am 14. und 15.09 bei der Streetlife Aktion in München, am 15.09. beim Tag des Guten Lebens in Köln oder zweimal pro Woche in Überlingen aktiv werden. Natürlich ist die Bewegung zusätzlich auf Eure Geldspende angewiesen. Mit Ihrem Hilfsprojektauf betterplace.org sammelt sie Spenden für ihre Medienkampagne und die verschiedenen Aktionstage. Wenn Ihr selber Eure Zustimmung zum Manifest geben wollt, dann unterschreibt auf der Webseite des Generationenmanifests.

Weitere Möglichkeiten zum Zeitspenden seht Ihr hier oder auf unserer Zeitspenden-Plattform: