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12 Tipps für einen nachhaltigen Alltag

Lisa-Sophie Meyer
20.10.2019

Nachhaltigkeit ist in den letzten Jahren zu einem riesigen Buzzword herangewachsen. Und das zu Recht – denn schließlich liegt es auch an uns, die Ressourcen unseres Planeten sinnvoll zu nutzen und zu sparen, wo wir können. Spätestens seit Schülerinnen und Schüler weltweit für das Klima auf die Straße gehen, ist vielen klar geworden, dass unsere und ihre Zukunft nicht selbstverständlich ist – es sei denn, wir tun etwas. Aber was genau eigentlich? Nachhaltig einkaufen, nachhaltig reisen, nachhaltig kochen – eben “einfach” insgesamt nachhaltig leben. Aber was bedeutet das? Und vor allem: Wo sollst du anfangen?

Wir von betterplace geben dir 12 erste Tipps, wie du dein alltägliches Leben nachhaltiger gestalten kannst. Steigern kann man sich ja schließlich immer noch.

Dein Supermarkt ist der Ort, an dem du mit deinen Kaufentscheidungen einen riesigen Unterschied machen kannst. Denn hier lauert der ressourcenverschlingende Übeltäter Plastik an jeder Ecke: 

1. Achte darauf, Gemüse und Obst soweit möglich lose zu kaufen. Wenn am Ende nicht alles durch die Einkaufstasche purzeln soll, kannst du dir einen kleineren Stoffbeutel mitbringen, in dem du deine sieben Äpfel und drei Tomaten packen kannst – viele Supermärkte verkaufen sogar mittlerweile solche Beutelchen direkt in der Gemüseabteilung.

2. Viele Dinge, die in Plastikbehältern angeboten werden, gibt es auch im Glas! Joghurt, Ketchup, Senf, Milch, Säfte und noch vieles mehr.

3. Genau hingucken auch bei Kleinigkeiten: Wattestäbchen gibt’s mittlerweile zum Beispiel aus Papier und Baumwolle statt Plastik und noch mehr Plastik 1.

4. Kein Wasser mehr in Plastikflaschen kaufen – denn trotz Pfandsystem belasten sie unsere Umwelt immens in Herstellung und Wiederaufbereitung. Und die Metall- oder Glasflaschen für unser gutes Leitungswasser werden ohnehin immer schicker!

5. Keine Dinge mehr kaufen, die völlig sinnlos verpackt sind. Die große Plastiktüte, in der lauter kleine Plastiktüten sind, in der dann sieben Gummibärchen sind? Nein, danke.

Aber auch abgesehen von Plastik gibt es beim Einkaufen einige Dinge, auf die du achten kannst, um ressourcenschonend einzukaufen:

6. Palmöl ist kein gutes Öl. Man könnte ja meinen: “Ach, nett, pflanzliches Öl!”, aber weit gefehlt. Für die billige Palmölproduktion werden zum Beispiel in Indonesien gigantische Flächen Regenwald gerodet – ohne Rücksicht auf Menschen und Tiere, deren Lebensgrundlage zerstört wird. Achte also bei den Inhaltsstoffen deiner Lebensmittel darauf, dass möglichst kein Palmöl verwendet wurde.

7. Unterstütze deine Region und rette gleichzeitig ein bisschen das Klima! Wenn du regionale Produkte kaufst, sparst du wertvolle Ressourcen, die sonst für lange Transportwege und Frischhaltung der Lebensmittel verbraucht werden. Muss es im November also wirklich die Ananas sein, die nur für dich aus Mexiko eingeflogen wird, oder tun es vielleicht auch ein paar saftige Pflaumen und Äpfel vom Bauernhof im nächsten Dorf? Am einfachsten findest du regionale Produkte natürlich auf dem Wochenmarkt. Aber auch in Supermärkten werden regionale Produkte mittlerweile oft extra ausgewiesen.

8. Frisch ist immer besser als Konserve oder TK – und das nicht nur in Sachen Vitamine. Denn die Verarbeitung und Haltbarmachung von Lebensmitteln kostet immens viele Ressourcen. Von der Plastik- und Metallverpackung mal ganz abgesehen. Klar muss es manchmal schnell gehen, aber soweit möglich solltest du auf Fertigprodukte verzichten.

Raus aus dem Supermarkt! Denn auch hier gibt es einige Kleinigkeiten, die dein Leben nachhaltiger machen:

9. Richtig Mülltrennen! Wenn du beim Sortieren darauf achtest, das Plastik sauber von anderem Müll zu trennen, macht es das Recycling viel einfacher. Ausspülen musst du deine Joghurtbecher übrigens nicht.

10. Beim Eis Essen immer die Waffel nehmen – denn selbst, wenn du sie nicht isst, ist sie immer noch um Längen leichter abzubauen als der plastikbeschichtete Becher und der Löffel.

11. Macht mehr als nur den Briefkasten leer: “Keine Werbung”-Aufkleber sorgen ob kurz oder lang für weniger in Plastik eingeschweißte Werbeprospekte.

12. Bewusster shoppen und bewusster tragen: Deine Klamotten haben einen weiten Weg hinter sich, bis sie bei dir im Kleiderschrank landen. Ein Weg der viele Ressourcen kostet und an dem nicht immer menschenwürdige Konditionen herrschen. Nicht jede*r kann sich fair produzierte Klamotten leisten, aber zum Glück gibt es andere Wege, nachhaltig einzukaufen: Flohmärkte, Second Hand Läden und einfach mal sehr genau überlegen, ob der dritte graue Pulli wirklich sein muss. Und wenn es doch mal was Neues sein soll: Wie wär’s mit einer Klamottentauschparty mit Freund*innen und anderen Familien?