Das Rehabilitations-Zentrum in Kathmandu besteht aus einer Ambulanz und einer Körperbehindertenschule. Dem Zentrum sind, verteilt über das ganze Land, 14 Außenstellen angeschlossen, in denen sog. Homevisitoren arbeiten, die vorher eine 6monatige Ausbildung im Zentrum erhalten haben. Sie betreuen in ihrem Umkreis behinderte Kinder und Jugendliche und deren Eltern, sind Ansprechpartner und können arme Familien mit kleinen finanziellen Beiträgen, z.B. für Medikamente und Hilfsmittel, unterstützen.
In Nepal werden z.B. epilepsiekranke Kinder ihrem Schicksal überlassen, weil kein Arzt zur Verfügung steht oder weil sich die Eltern die ärztl. Behandlung nicht leisten können. Bei entsprechender Behandlung könnten diese Kinder anfallsfrei werden und damit ein völlig normales Leben führen.
Daher setzen wir uns für die Anstellung eines Kinderarztes (VZ) für mind. 5 Jahre ein, der regelmäßig die 14 Distrikte besucht. Im Rahmen der angekündigten Besuche (healthcamps) werden die Kinder und Jugendlichen untersucht und behandelt, Eltern beraten und mit den Homevisitoren Behandlungspläne bis zum nächsten Arztbesuch erstellt. Während unseres jährlichen Aufenthalts in Nepal werden meine Frau und ich den Kinderarzt bei seinen Distriktbesuchen begleiten, um ihm die Möglichkeit zu geben, von unseren beruflichen Erfahrungen zu profitieren. Regelmäßig berichten die Homevisitoren dem Arzt über den Verlauf der Erkrankung und Behandlung, so dass notwendige Korrekturen der Therapie vorgenommen werden können. Eltern, die die Medikamente für die Behandlung nicht bezahlen können, erhalten diese kostenlos.
Während eines healthcamps können bis zu 150 Kinder behandelt werden. Bei nur einmal pro Jahr durchgeführten camps in allen 14 Distrikten kann bis zu 2000 Kindern effektiv geholfen werden. Bei mehrmalig durchgeführten healthcamps wären dies - zusammen mit den in der Hauptstadt Kathmandu betreuten Kindern - mehrere tausend Patienten pro Jahr – ein für Nepal einmaliges Projekt.
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