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MURKS? NEIN DANKE! Geplanten Verschleiß beenden

Ein Hilfsprojekt von: S. Schridde

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13 % realisiert

S. Schridde (verantwortlich)

S. Schridde
Seit Februar 2012 entsteht unter dem Namen „MURKS? NEIN DANKE!“ eine stark wachsende bürgerschaftliche Bewegung gegen geplante Obsoleszenz. Die Medien berichteten bereits umfassend.

„MURKS? NEIN DANKE!“ setzt sich als Verbraucherorganisation für nachhaltige Produktqualität ein, d.h.: optimale Nutzbarkeit, einfache Reparierbarkeit, freie Ersatzteilversorgung, regionale Servicedienste, bessere Garantiezeiten, Ressourceneffizienz und systemische Kreislaufwirtschaft. Petitionen und Fachgespräche sollen zu einer Anpassung der Gesetze (z.B. Gewährleistungsrecht, Handelsrecht, Zivilrecht, Strafrecht), der Kennzeichnungspflichten und relevanter Verordnungen auf nationaler und EU-Ebene führen. „MURKS? NEIN DANKE!“ hat bereits eine breite Debatte in den Medien über geplante Obsoleszenz angestoßen und so das Thema auf die Agenda gesetzt. Die Errichtung eines gemeinnützigen Vereins ist in Vorbereitung.

„MURKS? NEIN DANKE!“ baut ein Communityportal auf, dass es erleichtern wird, geplante Obsoleszenz in allen Variationen sichtbar zu machen und darüber transparent aufzuklären. Außerdem werden positive Beispiele (z.B. Offene Werkstätten, Initiativen zu Mitmachen, Reparaturanleitungen, Produktempfehlungen von BürgerInnen, Hersteller und Händler ohne Murks, zielführende Initiativen der Unternehmen) aufgezeigt und eingebunden. Bereits jetzt können auf dem begleitenden Blog Produkterlebnisse gemeldet werden, bei denen BürgerInnen vermuten, dass geplante Obsoleszenz der Grund für den Schadensfall kurz nach Garantieablauf ist. Ein Ziel ist es, durch ein „Murksbarometer“ mehr Transparenz über Hersteller zu erreichen, die mit einem kurzlebigen Qualitätsverständnis Produkte in den Markt bringen.

Ein weiterer Lösungsansatz, um sich gemeinschaftlich von den Folgen geplanter Obsoleszenz zu entlasten, ist die sog. „self-repair-revolution“, die sich dafür einsetzt, dass der betroffene Kunde Schäden wieder selbst reparieren kann. Hierzu werden unter anderem auf Internetplattformen frei zugängliche Reparaturanleitungen kostenfrei von Experten zur Verfügung gestellt. In „offenen Werkstätten“ und „repair-cafes“ trifft man sich in Städten, um einander bei der Reparatur zu helfen.

Im interaktiven Dialog mit Herstellern und Hochschulen wird ein Wandel in Bildung und Produktentwicklung angestrebt. Durch Workshops und Seminare wird ein verbessertes Verständnis für ganzheitliche Qualitätskonzepte aufgebaut. Qualitätszertifizierer werden aufgefordert, ihre Vergabekriterien zu überprüfen und anzupassen. Naturschutz- und Verbraucherschutzorganisationen werden als Partner angesprochen und sind eingeladen, engagiert die Ziele und Projekte von „MURKS? NEIN DANKE!“ mit zu unterstützen.

Wir brauchen eine konzertierte Aktion für eine zielführende Neuausrichtung gesellschaftlicher Prozesse, damit geplanter Verschleiß bald der Vergangenheit angehört.

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Informationen zum Projekt:

Fragen an S. Schridde (verantwortlich):

  •  

    D. Becker fragte vor etwa einem Jahr

    Was meinst Du denn - ist denn Obsoleszenz eher ein Symptom oder eines der Ursachen für unseren Konsumrausch? (Ich frage das nicht um des Fragens Willen, sondern vielmehr um zu schauen, welche Route der Bus denn nehmen muss, wenn wir alle mitfahren wollen.... ;)

     

    S. Schridde: (Projektverantwortliche) antwortete vor etwa einem Jahr

    Die Wegwerfproduktion geht der Wegwerfgesellschaft voraus. Solche Herstellerstrategien werden seit vielen Jahrzehnten von einer Marketingstrategie begleitet, die durch eine Beschleunigung der Warenumsätze eine höhere Kapitalumschlagshäufigkeit und damit eine Steigerung der Umsatzrendite erreichen will. Dabei soll durch geeignete Werbeaussagen und begleitende Öffentlichkeitsarbeit erreicht werden, dass als Verursacher für die Beschleunigung eine Gesellschaft ausgemacht wird, die angeblich auf beschleunigten Verbrauch ausgerichtet ist. „Der Kunde wolle ja stets was Neues“ lautet die allgemein verbreitete Vermutung. Die Diskussion um eine Neuorientierung wird dabei durch den Begriff „Wegwerfgesellschaft“ dominiert.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Menschen ihr schwer verdientes Geld freiwillig für nur kurzzeitig nutzbare Güter ausgeben. Eher höre ich Ablehnung zu Obsoleszenz.

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