Ruanda:Schritt für Schritt in eine bessere Zukunft

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A. Barth (verantwortlich)

A. Barth
In Ruanda leben 65,4 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Ruanda hat eine sehr hohe Waisenkinderrate und HIV/AIDS-Rate. Nach dem Genozid von 1994, bei dem innerhalb von 100 Tagen eine Million Menschen getötet wurden, und 3,5 Millionen Menschen aus dem Land geflohen waren, stand Ruanda vor dem Nichts.

„Intambwe“ heißt das Spar- und Mikrokredit-Programm in den ländlichen Gebieten in Zentralruanda. Das Programm richtet sich insbesondere an Frauen. „Intambwe“ – das bedeutet in der einheimischen Sprache Kinyaruanda „Schritt für Schritt“. Denn CARE unterstützt mit diesem Programm überwiegend Frauen, sich Schritt für Schritt eine eigene Existenz aufzubauen. Viele Frauen haben beim Genozid ihre Männer, Kinder und Verwandte verloren und es fehlt ihnen das Nötigste zum Leben.

Rund 20 Frauen schließen sich zu Dorfspar- und Kreditgruppen zusammen. Durch Schulungen und Trainings werden die Frauen in die Lage versetzt zu sparen und die Ersparnisse zu verwalten. Mit dem zurückgelegten Geld können sie entweder gemeinsam Investitionen tätigen, z.B. ein Feld und Kühe kaufen, um sich eine gemeinsame Einkommensquelle zu schaffen. Sie können auch Kredite an einzelne Mitglieder vergeben, die diese wieder mit einem niedrigen Zinssatz zurückzahlen. Das Geld kann auch als Sicherheit für die Aufnahme eines größeren Kredits bei einer lokalen Bank dienen. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Gründungsvorhaben gut ausgearbeitet und durchgerechnet sind und geschulte Antragssteller mit den Banken die Bewilligung des Kredites verhandeln.

Um diese Aufgabe zu gewährleisten, schließen sich Vertreter von mehreren Spar- und Kreditgruppen zu Berater-Teams zusammen. Diese Teams haben die Aufgabe, die Spar- und Kreditgruppen zu schulen und zu beraten, sie bei der Ausarbeitung von Existenzgründungsvorhaben und Businessplänen zu unterstützen. Die Berater-Teams bilden die Schnittstelle zwischen den Spargruppen und den Banken.

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