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Straßenkinder/Bolivien:Ungewöhnliche Wege gehen

Ein Hilfsprojekt von: S. Jorkowski

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31 % finanziert

S. Jorkowski (verantwortlich)

S. Jorkowski
NEIN – eigentlich wollte Stefan Gurtner nur für ein Jahr in Bolivien bleiben…….inzwischen sind es mehr als 20 Jahre!
Schnüffeldrogen, Gewalt, Kriminalität - Alltag für viele bolivianische Kinder, die häufig schon im Grundschulalter auf der Straße leben müssen, weil ihre Familien sie nicht mehr ernähren können. Diese Situation fand der Schweizer Stefan Gurtner vor, als er 1987 ins bolivianische La Paz kam. Er gab seine Literatur- und Studienpläne auf und gründete stattdessen das Kinderhaus „Tres Soles“- ein spannendes, verblüffendes, erfolgreiches Projekt.

Es bietet ca. 25 Kindern und Jugendlichen und ca 25 jungen Erwachsenen in schwierigen und manchmal ausweglosen familiären Situationen seit 20 Jahren Heimat und Lebensperspektive.

Ziel ist es, die Jungen und Mädchen an Eigenverantwortlichkeit, Selbstorganisation und Gewalt- und Drogenfreiheit heranzuführen.
Bewusstseinsbildung und kritisches Denkvermögen gehören zu den wichtigsten Erziehungsinhalten. Durch konfliktorientierte Erziehung werden die Kinder befähigt, ihre Probleme anzugehen und zu lösen.

Der Erfolg ist verblüffend. Das Konzept ist einfach – es geht um das pädagogische Theater. „Die Theaterarbeit ist so reich an psychologischen und erzieherischen Inhalten wie kein anderes Erziehungssystem“, sagt Stefan Gurtner fasziniert.

Das ungewöhnliche Projekt hat es schwer in Bolivien, denn in ihren sozial-kritischen Stücken machen die Kinder und Jugendlichen öffentlich aufmerksam auf ihre Situation . Einerseits wird es vom Jugendamt bedrängt, möglichst viele Kinder aufzunehmen, andererseits muss Stefan Gurtner als verhasster Ausländer seit über 20 Jahren Anfeindungen, Bedrohungen und Demütigungen durch unterschiedlichste Personenkreise oder Institutionen hinnehmen.
Trotzdem -oder sollte man sagen- obwohl und gerade deshalb wurde er für seine erfolgreiche Arbeit mehrfach ausgezeichnet.

Die Fortführung des Projekts hängt leider Jahr für Jahr nur von privaten Spenden aus Europa ab, die durch das Kindermissionswerk aufgestockt werden.

Unterstützt werden Stefan Gurtner und seine bolivianische Ehefrau durch ständig wechselnde Freiwillige sowie einige bolivianische Mitarbeiter- unter ihnen ein Psychologe, ein ehemaliges Straßenkind aus diesem Projekt.

Es ist zweifelsohne der Kampf David gegen Goliath, trotzdem sollte man den Einfluss und die Bedeutung des Projektes "Tres Soles" nicht unterschätzen!
Alle Versuche Stefan Gurtner mundtot zu machen, scheiterten bisher zum Glück an seiner Zähigkeit und an seinem Durchhaltevermögen.

Auch in Deutschland könnten wir einiges von ihm über den Umgang mit unseren schwierigen Kindern und Jugendlichen lernen!

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Informationen zum Projekt:

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