Mobile DRK-Klinik für Erdbebenopfer in Haiti

Neuigkeiten: Hier infomiert Dich der Träger über den Stand der Dinge in diesem Projekt. So kannst Du beurteilen, wie mit den Spenden umgegangen wird.

S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor etwa 2 Jahren

S. Sommer

Neuanfang in Haiti - Jetzt mithelfen!

Es geht voran mit dem Wiederaufbau in Haiti und ihr könnt dabei sein.

Schaut mal auf unserem neuen betterplace-Projekt vorbei. Das Rote Kreuz baut für über 5.000 Familien Unterkünfte, denn die Regenzeit beginnt jetzt und die Menschen brauchen dringend ein Dach über dem Kopf.

http://de.betterplace.org/projects/3824-neuanfang-in-haiti-hurrikansichere-behausungen

Hilfe für Haiti - Bitte macht noch einmal mit mit eurer Spende!

Vielen, vielen Dank!!!!!!!

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor etwa 2 Jahren

S. Sommer

Was Kängurus mit Neugeborenen in Haiti zu tun habe

... erzählt euch Oliver Bartel, Kinderarzt und seit Mitte April im DRK-Feldhospital in Port au Prince tätig.

Andere Länder, andere Sitten

Meine Erfahrungen in der Kinderheilkunde, speziell Neonatologie, waren sehr wichtig, um die Aufgaben im Feldhospital zu bewältigen. Hier finden pro Monat um die 200 Geburten statt, die auch eher kompliziert oder als Frühgeburt verlaufen. So sehen wir zurzeit viele Frühchen oder Neugeboreneninfektionen, die Dank der heißen und feuchten Temperaturen auch gut ohne Inkubator behandelt und versorgt werden können. Ganz großen Werte lege ich auf das Kangarooing / Bonding nach der Geburt und war über die Einstellung der Mütter hier sehr überrascht. Diese haben zunächst direkt nach der Geburt Angst vor Ihrem Kind, möchten sich erst einmal “waschen” und halten vom Bonding eher wenig. Sie sind über die neuen Methoden der “Weißen” sehr erstaunt, die Ihnen das Neugeborene sofort auf die blanke Haut an die Mutterbrust legen. Wir versuchen daher mit sanfter Überzeugungskraft, diese gute Versorgung den Kleinen zukommenzulassen. Es wird von Tag zu Tag besser und gewöhnlicher, auch für die lokalen Schwestern und Hebammen.

Überleben auch ohne High-Tech-Medizin

Wunder geschehen neben dem großen Leid ebenfalls und Stacy ist ein solches. Vor 17 Tagen in der geschätzten Schwangerschaftswoche 26 wurde sie als extrem leichtes Frühchen geboren. Das Geburtsgewicht betrug ca. 800g und sie atmete ohne Hilfe. Normalerweise benötigen Kinder, die in dieser Woche geboren werden, eine Beatmung und teure, hier nicht erhältliche Medikamente. Dieses Kind hatte den Vorteil, dass es als Mädchen geboren wurde, denn Mädchen, die um diesen Termin geboren werden, sind meistens “stärker” als Jungen. Zurzeit wiegt sie 790g und muss noch ihr Geburtsgewicht erreichen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und wenig gut geschätzten Überlebenschancen, kämpfte sie und nimmt zurzeit sogar an Gewicht zu. Sie wird mit Muttermilch gefüttert, mit Minimal Handling versorgt und zeigt uns so, dass es auch ohne High-Tech-Medizin, lediglich mit sanfter Pflege und Vorsicht im Krankenhaus auf der allgemeinen Intensivstation zu überleben möglich ist. Sie liegt neben infektiösen Erwachsenen und Kindern. Kein Vergleich zu den sonstigen in westlichen Krankenhäusern üblichen “sauberen” Pflegestandards.

Gute Überlebenschancen dank Teamarbeit

Ein Wunder, die Mutter hat das Kangorooing schließlich doch übernommen und die Schwestern erledigen das Weitere. Stacy hat sogar schon richtig “Farbe” bekommen und sieht nun ihrer Mutter immer ähnlicher. Anfangs, kurz nach der Geburt sind die farbigen Babys keineswegs so deutlich dunkel pigmentiert. Sie “dunkeln“ erst nach einigen Tag nach. Wir können das alles kaum glauben, aber sie hat wirklich gute Chancen zu überleben. Auch wenn sie dann ca. 2 Monate mindestens im Hospital verbringen muss. Dank einiger neonatologisch erfahrenen Schwestern und Pflegern hier, können wir eine Neonatologie mit hohem Standard anbieten. Eine enge Zusammenarbeiten zwischen Gynäkologen, Hebammen und Kinderärzten hilft hier maßgeblich. Ich bin sehr froh, in einem so professionellen Team arbeiten zu können.

von Oliver Bartel

(Oliver Bartel hat bereits fünf Jahre im Bereich Neonatologie in den DRK-Kliniken Westend gearbeitet. Neonatologie ist ein Zweig der Kinderheilkunde, der sich mit Neugeborenenmedizin und –versorgung befasst.)

Bebildert findet ihr diesen Bericht in unserem Haitiblog: http://haitiblog.drk.de

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor etwa 2 Jahren

S. Sommer

Haiti: 100 Tage nach dem Erdbeben

 

André Hemping-Bovenkerk ist seit vier Wochen als Teamleiter der DRK-Basisgesundheitsstation in Port au Prince tätig. Zuvor war er für das Rote Kreuz bereits in unterschiedlichen Ländern, unter anderem in Indien und im Iran, im Einsatz und hat dort nach Erdbeben Hilfe geleistet. 100 Tage nach dem schweren Erdbeben in Haiti berichtet der Anästhesist über die aktuelle Situation vor Ort:

"Eines der Hauptanliegen in den vergangenen Wochen des Einsatzes war es, die medizinische Hilfe noch näher zu den Menschen in die Camps und Stadtviertel zu bringen. Neben dem Betrieb der Basisgesundheitsstation, welche in etwa einer Allgemeinmedizinischen Praxis entspricht, in der täglich zwischen 100 und 150 Patienten versorgt werden, fahren wir gemeinsam mit haitianischen Ärzten und Krankenschwestern, bepackt mit Medikamenten, Untersuchungs- sowie Behandlungsmöglichkeiten raus in die Camps und versorgen die Menschen direkt vor Ort. Jeden Tag fahren wir in eine andere Gegend und erleben wieder neue Menschen und neue Schicksale.

Während er Wartezeiten schulen wir die Patienten

Täglich sehen wir viele Menschen, die unter den schlechten hygienischen Bedingungen leben müssen und  dadurch erkranken. Gemeinsam mit freiwilligen Helfern des Haitianischen Roten Kreuzes nutzen wir die Wartezeit der Patienten, um ihnen Wissen rund um das Thema Hygiene und Gesundheit zu vermitteln. Mit Gesang und einfachen Spielen versuchen wir so, das Bewusstsein für einige Verhaltensweisen, die Krankheiten übertragen können, zu schärfen.

An einen Rückzug aus Haiti ist noch lange nicht zu denken

In unseren mobilen Kliniken vor Ort behandeln wir hauptsächlich Atemwegs-, Haut- und Durchfallerkrankungen. Wenn wir nicht weiter helfen können, überweisen wir die Patienten in eines der örtlichen Krankenhäuser oder in das Feldhospital des Deutschen Roten Kreuzes in Carrefour – einer Nachbarstadt von Port au Prince. Insgesamt versorgt unser sechsköpfiges Team aus den unterschiedlichsten Nationen ungefähr 1300 Patienten pro Woche. Die Haitianer, die wir behandeln,  sind meistens sehr höflich und zurückhaltend und doch merkt man ihnen an, wie dankbar sie für die Hilfe sind, die wir ihnen täglich entgegenbringen.

Eine Massenimpfung, die vor etwa drei Wochen abgeschlossen wurde, und die zusätzliche Versorgung durch internationale Organisationen haben bislang verhindern können, dass es zu einem Ausbruch von Infektionskrankheiten kommen konnte. Ob das auch während der Regenzeit so bleibt, ist schwer vorherzusagen. Trotz der beginnenden Regenzeit ziehen sich viele Organisationen leider mehr und mehr aus Port au Prince zurück oder verlagern ihre Tätigkeiten in das Umland. So entstehen in bereits versorgten Stadtgebieten wieder Versorgungslücken, die von dem örtlichen Gesundheitssystem noch nicht wieder aufgefangen werden können.

Normalerweise beginnt einige Monate nach der Katastrophe die Phase, in der Hilfsprojekte an örtliche Kräfte oder an Behörden übergeben werden. Doch diese sind in Haiti fast nicht zu finden, gerade auch deshalb, weil es Haitis Hauptstadt und damit zentrale Organisations- und Verwaltungsstrukturen schwer getroffen hat. Der Einsatz in der Karibik wird wohl weit länger dauern als normalerweise geplant. Und bereits jetzt steht fest, dass das Deutsche Rote Kreuz dank der Spendengelder seine Hilfe mindestens bis zum Jahresende wird fortsetzen können.

Bislang waren über 900 Helfer des Roten Kreuzes aus den verschiedensten Ländern im Einsatz und in den kommenden Monaten werden noch Hunderte hinzukommen. Es ist gut zu sehen, wie viele Menschen aus so vielen Nationen gemeinsam etwas bewirken und verbessern können. Gerade das macht die Situation für die Helfer erträglich. Etwa drei Wochen werde ich noch in Haiti bleiben und hoffe, dass es gelingt, die Weichen für eine langfristige Hilfe für die Menschen in Haiti zu stellen, so dass der Wiederaufbau beginnen kann."

von André Hemping-Bovenkerk

 

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor etwa 2 Jahren

S. Sommer

Haitihilfe in Bildern: gelebte Rotkreuz-Grundsätze

Das Haitianische Rote Kreuz hat den Hilfseinsatz nach dem schweren Haiti-Erdbeben in Bildern festgehalten. Schaut einfach mal rein in das Youtube-Video und seht, wie die sieben Rotkreuz-Grundsätze auch heute noch gelebt werden. Ohne eure Spenden wäre das nicht möglich!

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Menschlichkeit

Die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, entstanden aus dem Willen, den Verwundeten der Schlachtfelder unterschiedslos Hilfe zu leisten, bemüht sich in ihrer internationalen und nationalen Tätigkeit, menschliches Leiden überall und jederzeit zu verhüten und zu lindern. Sie ist bestrebt, Leben und Gesundheit zu schützen und der Würde des Menschen Achtung zu verschaffen. Sie fördert gegenseitiges Verständnis, Freundschaft, Zusammenarbeit und einen dauerhaften Frieden unter allen Völkern.

Unparteilichkeit

Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung unterscheidet nicht nach Nationalität, Rasse, Religion, sozialer Stellung oder politischer Überzeugung. Sie ist einzig bemüht, den Menschen nach dem Maß ihrer Not zu helfen und dabei den dringendsten Fällen den Vorrang zu geben.

Neutralität

Um sich das Vertrauen aller zu bewahren, enthält sich die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung der Teilnahme an Feindseligkeiten wie auch, zu jeder Zeit, an politischen, rassischen, religiösen oder ideologischen Auseinandersetzungen.

Unabhängigkeit

Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist unabhängig. Wenn auch die Nationalen Gesellschaften den Behörden bei ihrer humanitären Tätigkeit als Hilfsgesellschaften zur Seite stehen und den jeweiligen Landesgesetzen unterworfen sind, müssen sie dennoch eine Eigenständigkeit bewahren, die ihnen gestattet, jederzeit nach den Grundsätzen der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung zu handeln.

Freiwilligkeit

Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung verkörpert freiwillige und uneigennützige Hilfe ohne jedes Gewinnstreben.

Einheit

In jedem Land kann es nur eine einzige Nationale Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaft geben. Sie muss allen offen stehen und ihre humanitäre Tätigkeit im ganzen Gebiet ausüben. In jedem Land kann es nur eine einzige Nationale Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaft geben. Sie muss allen offen stehen und ihre humanitäre Tätigkeit im ganzen Gebiet ausüben.In jedem Land kann es nur eine einzige Nationale Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaft geben. Sie muss allen offen stehen und ihre humanitäre Tätigkeit im ganzen Gebiet ausüben.

Universalität

Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist weltumfassend. In ihr haben alle Nationalen Gesellschaften gleiche Rechte und die Pflicht, einander zu helfen.

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor etwa 2 Jahren

S. Sommer

Recht auf sauberes Wasser - bitte helft mit!

Wasser ist Leben und unentbehrlich. Die jüngsten Erdbeben-Katastrophen in Haiti oder Chile haben uns daran erinnert, dass sauberes Wasser eines der wichtigsten Hilfsgüter ist.

Jeder hat ein Recht auf sauberes Wasser.

Anlässlich des Weltwassertags am 22. März bitten wir euch deshalb um eure Unterstützung - für das Rotkreuz-Wasserprojekt in Somalia.

In Somalia hat nur jeder Dritte Zugang zu sauberem Wasser. Durch verunreinigtes Wasser sterben tägl. Menschen, v.a. Kinder unter 5 Jahren, an vermeidbaren Krankheiten. Das Rote Kreuz baut daher Brunnen und Wasserspeicher, verteilt Wasserfilter und führt Hygieneschulungen durch.

Bitte unterstützt auch unser Wasserprojekt in Somalia. Wasser rettet Leben!

http://de.betterplace.org/projects/3406-sauberes-wasser-rettet-leben-drk-hilft-in-somalia

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor etwa 2 Jahren

S. Sommer

Feldhospital in Haiti: Ein Anästhesist erzählt

Michael Renz ist als Anästhesist im DRK-Feldhospital in Carrefour.  Sein Einsatzort ist das „OT“ (engl. operation theater). Uns berichtet er von seinen Eindrücken im OP:

Großer Andrang im Feldhospital

In der Ambulanz des mobilen Feldhospitals (field hospital) des DRK im Stadion von Carrefour werden im Durchschnitt täglich 200 Patienten versorgt. Derzeit sind 89 Patienten in stationärer Behandlung. Von diesen müssen sich im Durchschnitt 14 Patienten pro Tag einer Operation unterziehen.

Der Großteil  von ihnen leidet an schweren Wundinfektionen, die meist als Folge der beim schweren Erdbeben vom 12. Januar 2010 erlittenen Verletzungen – insbesondere offene Frakturen und große Weichteilverletzungen – entstanden sind. Die Infektionsursachen sind vielfältig. Eine große Rolle spielen vor allem die fehlende medizinische Versorgung in den ersten Tagen nach dem Erdbeben und die unhygienischen Lebensbedingungen. Die Menschen leben in z.T. aus Bettlaken gefertigten Unterkünften und Zelten auf der Straße.

Wir sind 24 Stunden am Tag einsatzbereit

Die Eingriffe im „OT“ (OP) beginnen kurz nach 8 Uhr und dauern je nach OP-Programm bis in den späten Nachmittag hinein. Der OP-Bereich besteht aus einem ca. 6 x 10 m großen Zelt, in dem an zwei OP-Tischen gleichzeitig operiert wird. Wie in einem deutschen Krankenhaus besteht auch im DRK-Feldhospital eine 24-stündige OP-Bereitschaft mit je einem diensthabenden Anästhesisten und Chirurgen und zwei OP-Schwestern. Die häufigsten Notfall-OPs sind Kaiserschnitte, Schussverletzungen, gynäkologische Blutungen, Abszesse, Verkehrsunfälle und hin und wieder Blinddarmentzündungen, die hier in Haiti aber wesentlich seltener als in Europa vorkommen.

Internationales Fachpersonal für das „OT“

Auch im „OT“ (OP) haben wir von Anfang an versucht, einheimische Mitarbeiter in die Arbeitsabläufe einzubinden, um so eine frühest mögliche Übernahme des Zeltkrankenhauses durch Schwestern und Ärzte aus Haiti zu ermöglichen. So arbeiten z.B. derzeit drei haitianische OP-Schwestern mit. Auch die für den Patiententransport zuständigen Mitarbeiter, die z.B. die Patienten auf einer Trage von den Stationen in den OP und zurück transportieren, sind ausschließlich Haitianer. Nur unter den Ärzten im OP finden sich bedauerlicherweise noch keine einheimischen Mitarbeiter, da aufgrund der Armut des Landes auch schon vor dem Erdbeben ein großer Ärztemangel in Haiti bestand.

Derzeit arbeiten neben zwei deutschen Anästhesisten/Innen noch eine österreichische, eine finnische und eine arabische Anästhesistin im OP. Unter den Chirurgen im Feldhospital finden sich zwei deutsche, zwei finnische und ein kanadischer Delegierter.

Unser „Allround-Talent“ im OP ist James, ein New Yorker Rettungsassistent haitianischer Abstammung, der als Pfleger und Übersetzer bei der Arbeit im OP unschätzbare Dienste leistet. Er hatte sich nach dem schweren Erdbeben vom 12. Januar spontan auf den Weg gemacht und sich im DRK-Hospital zur freiwilligen Mitarbeit gemeldet, um seinen Landsleuten in ihrer großen Not zu helfen.

Wir spüren täglich, wie froh die Patienten über die Rotkreuz-Hilfe im Feldhospital sind. Sie bedanken sich bei uns jeden Tag aufs Neue auf vielfältige Art und Weise.

 

Den bebilderten Blog-Eintrag könnt ihr unter http://haitiblog.drk.de/schulterblick-in-den-op-ein-tag-im-ot-des-roten-kreuzes-184.html nachlesen.

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor etwa 2 Jahren

S. Sommer

Haiti: aktueller Bericht aus dem DRK-Feldhospital

Christian Ehser, DRK-Techniker im Feldhospital in Carrefour, erzählt:

Die Regenzeit steht bevor

Die vergangenen Wochen waren für uns Techniker im Hospital sehr anstrengend und arbeitsreich. Ich erinnere mich noch gut an unsere Anreise. Es war unerträglich heiß draußen und wir kamen nur im Schneckentempo vorwärts, denn die Staßen waren verstopft und zerstört. Als wir dann im Fußballstadion von Carrefour  ankamen, wo das DRK-Feldhospital steht, wurden uns die Prioritäten unserer Arbeit sehr schnell klar – unser Krankenhaus muss für die Regenzeit präpariert werden!

Mit Hand ans Werk – Technische Versorgung des Krankenhauses in Carrefour

Mit insgesamt 13 lokalen Mitarbeitern haben wir Drainagen gegraben und ein Abwassersystem entwickelt. Dafür wurden bis jetzt ca. 150m³ Erdreich mit bloßen Händen bewegt und mit genauso viel Kies wieder aufgefüllt. Der Kies kommt wiederum aus einem lokalen Kieswerk, in dem hunderte Arbeiter aus einem Flussbett mit der Hand die Steine nach Größe sortieren und mit Eimern auf große LKWs laden – nur ein kleines Beispiel dafür, wie einfach und arm das Leben hier geführt werden muss.

Zu dem Drainagesystem kommen natürlich noch viele anderen Arbeiten, die grob in drei Bereiche gegliedert sind: Zum einen müssen Generatoren das Krankenhaus mit Strom versorgen.. Dann wird Trinkwasser für das Krankenhaus und das Base Camp aufbereitet, wobei auch sanitäre Anlagen (Latrinen und Duschen) für die Patienten und Mitarbeiter benötigt werden. Und schließlich gibt es den Schreinerei- und Hausmeisterservice. Er baut die Regale, Mülleimer, Zäune, Latrinen und überhaupt all das, was es nicht auf dem lokalen Markt gibt.

Alle helfen mit – ohne lokale Mitarbeiter geht nichts

Das alle wäre unmöglich zu schaffen ohne die Hilfe der vielen lokalen Mitarbeiter, die wir schulen, damit sie diese Arbeiten einmal alleine übernehmen können. Für unsere lokalen Mitarbeiter ist das nicht immer einfach. Die meisten von ihnen haben selbst alles durch das Erdbeben verloren. Oft haben sie gerade mal eine  Plane, aus der sie eine Unterkunft gezimmert haben und unter dieser mit einer siebenköpfigen Familie leben. Diese Plane schützt allerdings kaum vor dem Regen. In der Nacht ist es auch nicht immer ruhig auf den Straßen, was natürlich dann in absolutem Schlafmangel und Erschöpfung endet. Da ist von unserer Seite sehr viel Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen gefragt, z.B. wenn sie mal langsamer sind, als man es erwartet oder sie viele Pausen machen.

Die Hitze ist unerträglich

Auch die permanenten Hitze macht uns allen schaffen. Besonders für alle Rotkreuzler mit hellem Hauttyp bleiben da Sonnenbrände trotz Sonnenschutz nicht aus. Zusätzlich heizen sich unsere Zelte, der einzige Schattenspender, den es gibt, tagsüber stark auf – manchmal bis zu 70 Grad Celsius.

Aber nicht nur der Mensch, sondern auch unsere Maschinen leiden unter der Hitze und den äußeren Umständen. Unsere Kühlschränke müssen mittlerweile von außen mit Ventilatoren zusätzlich gekühlt werden, um störungsfrei laufen zu können und der feine, omnipräsente Staub von den Aufräumarbeiten und den täglichen Müllverbrennungsfeuern auf den Straßen belastet nahezu alle technischen Geräte.

Gemeinsam für den guten Zweck

Ansonsten ist die Stimmung im Team großartig und wir sind alle sehr glücklich, mit Rotkreuzlern aus aller Welt und den Haitianern an einem Strang zu ziehen. Wir dürfen erleben, wie so viele Menschen unser Krankenhaus, eine kleine Oase inmitten des totalen Chaos, mit einem Lächeln verlassen. Einen schöneren Dank kann es nicht geben. Ohne uns hätten sie mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Überlebenschancen!

-- erzählt von Christian Ehser  --

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor etwa 2 Jahren

S. Sommer

Haiti: Marcus Sting berichtet aus Carrefour

Marcus Sting aus Westfalen-Lippe ist seit gut einer Woche als Base Camp Manager für das DRK in Haiti. In einer Email schilderte er uns die Eindrücke seiner ersten Tage:

“Mittlerweile arbeiten im Rotkreuzkrankenhaus in Carrefour Delegierte aus der ganzen Welt, wie z.B. aus Deutschland, Finnland, Belgien, Niederlande, Australien, Hongkong, Haiti, Qatar, Schweiz, Österreich und Kanada . Die über 80 Delegierten leben im Base Camp direkt neben dem Rotkreuzkrankenhaus. Das Basecamp ist eine eigene Emergency-Response-Einheit, um in Katastrophengebieten für eine Vielzahl von Helfern eine Unterkunft bereit stellen zu können.

Fast jeden Tag reisen Delegierte ab und gleichzeitig kommen die Ablösungen für die nächsten 3-4 Wochen an.  Da nicht alle Delegierte zur  gleichen Zeit nach Haiti gereist sind, überlappen sich die Einsatzzeiten. Die Größe des Krankenhauses erfordert eine nicht unerhebliche Anzahl von Ärzten, Ärztinnen, Krankenschwestern und Krankenpflegern, Technikern, Elektrikern und Spezialisten.

Luxus im Basecamp

“Luxus” wird hier im Base Camp nur in einem geringen Rahmen geboten. Zu diesem Luxus gehören selbstgegrabene Toiletten, Duschen mit kaltem Wasser, ein Waschraum und eine kleine Feldküche. Um 5 Uhr morgens kehrt langsam Leben ins Base Camp ein. Denn die Schichten auf den Krankenstationen beginnen um 6 Uhr. Meistens kann  man durch die Hitze in der Nacht sowieso nicht länger schlafen. Das Küchenteam fängt bereits um 3 Uhr in der Früh mit den  Vorbereitungen für das Frühstück an. Bei über 80 Delegierten muss täglich einiges organisiert werden. Die Techniker des Krankenhauses sorgen selber für die Produktion von Trinkwasser und kümmern sich um die Generatoren, damit das Krankenhaus und das Basecamp genug Strom zu Verfügung haben. Es ist eine gewaltige Organisation nötig, die neben dem medizinischen Krankenhausbetrieb durchgeführt werden muss. Der Müll muss entsorgt werden, die Toiletten und Duschen müssen gereinigt werden und es müssen z.B. Sickergruben für das Abwasser gebaut werden.

Sicherheit im Krankenhaus – selbstgemacht

Zur Zeit befassen wir uns mit Plänen für die Ausschilderung von Notausgängen, Kennzeichnungen von Feuerlöschern und Löschwasserleitungen. Eine Feuerwehr gibt es nämlich hier in Carrefour nicht. Bei 80 Delegierten, lokalen Mitarbeitern in der Technik, im Krankenhaus und in der Küche und den vielen Patienten kann schnell einmal ein Feuer ausbrechen. Da das Krankenhaus und das Basecamp nur in Zelten untergebracht ist, könnte es schnell zu einer Katastrophe kommen. Da Ende März die Regenzeit anfängt, wird zur Zeit alles vorbereitet, um den Krankenhausbetrieb und das Base Camp weiter betreiben zu können. Die Techniker graben Wege, die mit Kies aufgefüllt werden, und bauen Drainagen, damit die Zelte bei starkem Regen nicht überschwemmt werden.

Alles in allem ist es ein großes Zeltlager. Für mich ist es am eindrucksvollsten, das aus so vielen Ländern Rotkreuzhelfer nach Haiti kommen, die sich noch nie im Leben gesehen haben und zusammen in diesem Krankenhaus arbeiten und ein Ziel verfolgen: Den Menschen alleine nach dem Maß ihrer Not zu helfen.”

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor mehr als 2 Jahren

S. Sommer

DRK-Hilfe in Haiti: Kleine Statistik

Kleine Statistik

  • In dem DRK-Feldkrankenhaus konnten bisher 4.409 Patienten ambulant behandelt werden. Es wurden 137 OPs durchgeführt und 75 Kinder geboren.
  • Die mobile DRK-Klinik hat bereits 5.705 Patienten versorgt.
  • Die Wasseraufbereitungsanlage des DRK-Feldhospitals konnte darüberhinaus zusätzlich 5.000 Personen aus der Umgebung mit Wasser versorgen.

 

Hinter jeder dieser Zahl steckt eine persönliche Geschichte. Helfen heißt Hoffnung weitergeben, zum Beispiel mit jeder Geburt im Krankenhaus.

Wir danken allen Spendern, die diese Hilfe möglich machen und uns jetzt auch in der Langfristhilfe unterstützen!

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor mehr als 2 Jahren

S. Sommer

Haiti: Vom Sprint zum Marathon

DRK stellt 18 Millionen Euro-Langfristplan für die Erdbebenopfer vor

Der unmittelbaren Soforthilfe folgt nun der langfristige Wiederaufbau in Haiti. Das DRK wird mit 18 Millionen Euro den Neubeginn des armen Karibikstaates unterstützen. Der Hilfseinsatz auf Haiti ist einer der größten Rotkreuz-Einsätze, der in der 150-jährigen Geschichte je für ein einzelnes Land gestartet wurde.

Zwei Drittel der Spenden sollen in Projekte der Gesundheitsversorgung gehen (12 Mio. Euro). Das DRK wird u.a. ein Krankenhaus in Carrefour (2 Mio. Euro) neu bauen, sowie das Gebäude der Blutbank neu errichten (1,2 Mio. Euro). So wird später das mobile Rotkreuz-Hospital in feste Räume umziehen können. Dazu kommt der Einsatz für Orthopädie-Projekte.

„Wir gehen mit dieser Arbeit langfristige Verpflichtungen ein – Kinder und Jugendliche brauchen jedes Jahr neue Prothesen, da sie noch im Wachstum sind“, sagt Dr. Johannes Richert, Leiter der internationalen Hilfsoperationen des DRK.

Ein Drittel der Gelder fließt in Infrastruktur-Projekte (6 Mio. Euro).  Schwerpunkt ist im Moment der Bau von Behelfsunterkünften aus Holz und Wellblech („shelter“) für zunächst 1.500 Familien. Im Rahmen der Trinkwasserversorgung und Seuchenvorsorge müssen bestehende Brunnen gereinigt und instand gesetzt werden. Außerdem wird das DRK seine Projekte zur Katastrophenvorsorge intensivieren.

„Wir müssen die Menschen – egal wie arm sie sind – widerstandsfähig gegen kommende Katastrophen machen“, so Peer Kölling, Leiter des Sachgebiets Lateinamerika. Die Regenzeit beginnt in Haiti im April, die Hurrikan-Saison im August.

 

Auf unserer Website unter könnt ihr im Detail nachlesen, wo die Spenden zum Einsatz kommen und welche Schwerpunkte die DRK-Hilfe hat: >> Ausführlicher Artikel zum 18-Mio.-Euro-Langfristplan

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P. Baumann, verfasst vor mehr als 2 Jahren

P. Baumann

Einen Monat nach dem Beben: Neue Bedrohung für Hai

In Haiti ist heute Trauertag: Die Menschen erinnern sich an das verheerende Erdbeben, das vor genau einem Monat mehr als 200.000 Leben forderte und die Region um Port-au-Prince in Trümmern riss. Doch während Haiti um seine Toten trauert, steht das arme Land einer neuen Bedrohung gegenüber: der Regenzeit.

Ende März beginnt in der Karibik die Regenzeit, gleich darauf folgt die Hurrikan-Saison. "Bei uns können bis zu 50 Millimeter Regen in zwei Stunden fallen", sagt Michaële Gedeon, Präsident des Haitianischen Roten Kreuzes. "Und es meist gibt es auch starke Winde."

Etwa 700.000 Haitianer überleben ohne angemessene Unterkunft - ohne entsprechenden Schutz. Viele Menschen kauern sich zusammen auf beliebigen Plätzen, die sie im überfüllten Port-au-Prince oder der völlig zerstörten Küstenstadt Leogane finden können. Das Rote Kreuz hat bereits 95.000 Menschen mit Planen, Werkzeugen und Zelten versorgt, doch auch diese improvisierten Behausungen werden dem Regen, geschweige denn einem Orkan, nur schwer trotzen können.

"Das größte Problem ist der Platz. Die Stadt ist bereits ernsthaft überfüllt." sagt Nelson Castaño, Leiter des Nothilfeeinsatzes der IFRK (Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften). "Riesige Gebiete von Port-au-Prince sind unbewohnbar. Gäbe es mehr Platz, könnten wir mehr tun. Wir könnten Abflussgräben ausheben und Abwasserleitungen verlegen. Das würde die Menschen schützen“, sagt Castaño. „Doch es gibt nicht genug, um der Bedrohung Regenzeit standzuhalten." Jetzt sind alle Hilfsgesellschaften gefordert.

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P. Baumann, verfasst vor mehr als 2 Jahren

P. Baumann

DRK-Helfer Claus Muchow über das DRK-Krankenhaus i

In den Ruhr-Nachrichten erschien am 4. Februar ein schöner Artikel über den Rotkreuz-Helfer Claus Muchow. Hier der Original-Text mit freundlicher Genehmigung der Ruhr-Nachrichten:

Claus Muchow, für das DRK als Technischer Leiter in Haiti im Einsatz, ist mit dem Fortschritt der Arbeiten an dem neuen mobilen Krankenhaus im Fußballstadion von Carrefour ganz zufrieden: „Es ist immer noch ein Provisorium, aber es läuft.“

Seine aktuelle Bilanz: 60 Patienten werden dort rund um die Uhr stationär betreut, die zehn Betten der Intensivstation sind komplett belegt. Muchow: „Hier laufen etwa zehn Operationen am Tag, zudem werden etliche Patienten ambulant versorgt.“ Erstmals waren es am Dienstag 200 Menschen, die Hilfe suchten. Und es werden noch mehr, glaubt Muchow: „Dass es uns gibt, macht jetzt die Runde.“

Medizinische Bandbreite

Und behandelt wird das ganze medizinische Spektrum. „Wir hatten natürlich Opfer des Erdbebens, die sich beim Bergen Beine oder Becken gebrochen, oder anders verletzt haben, aber auch ganz normale Patienten.“ Muchow listet auf: Blinddarm-Operationen, Zwillingsgeburten, Steißlagen – einfach alles. Man habe sich mittlerweile zu so etwas wie einem Kreiskrankenhaus entwickelt.

Das bedeutet aber auch, dass das Krankenhaus nicht allen Anliegen entsprechen kann. „Wir müssen auch Leute abweisen. Für die reine Pflege zum Beispiel sind andere Strukturen da.“ Muchow und sein Team sind derweil damit beschäftigt, die Infrastruktur des Hospitals weiter auf Vordermann zu bringen – Abwasser-Entsorgung, Elektrizität. „Die Wäscherei hat gerade eröffnet, allein durch die OPs sind ganze Berge an Wäsche zusammengekommen“, erzählt der DRK-Katastrophenhelfer.

Positive Perspektiven

Und sein persönlicher Arbeitsalltag hat sich auch verbessert: „Ich nähere mich langsam wieder einem 12-Stunden-Tag, der Druck wird weniger.“ Und wenn er schon professionell eine positive Entwicklung feststellen kann, sieht das für Claus Muchow ganz privat auch nicht anders aus: „Ich habe gerade die Flugpläne bekommen und bin sehr optimistisch, dass ich am 15. Februar wieder zurück in Steinfurt bin.“

Dann erwartet ihn ein wahrlich bizarres Kontrastprogramm zu den Wochen zuvor – an dem Datum ist Rosenmontag.

Quelle: Ruhr-Nachrichten

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor mehr als 2 Jahren

S. Sommer

Haiti: Längere Nothilfephase als üblich

 

Die Nothilfephase wird in Haiti weit länger andauern, als das normalerweise nach Naturkatastrophen der Fall ist. Dazu führen das hohe Ausmaß der Zerstörung in einem Ballungsraum – insbesondere der Hauptstadt - und die hohe Anzahl der betroffenen Menschen. Der Wiederaufbau von zerstörten Straßen, Krankenhäusern, der Wasser- und Hygiene-Versorgung etc. wird nach Expertenschätzungen frühestens in sechs Monaten begonnen.

„Das DRK ist auf einen längeren Zeitraum der Nothilfe eingestellt,“ sagt Joachim Müller, Leiter des Katastrophenmanagements. „Besonders schwierig dürfte die Situation ab April werden, wenn die Regenzeit einsetzt und die Menschen noch immer in Zelten oder auf der Straße leben müssen.“

In Haiti steht das DRK und andere Helfer vor einer Katastrophe bislang unbekannten Ausmaßes, da eine ganze Region zerstört worden ist. In anderen Katastrophengebieten waren immer nur punktuell Landesteile betroffen, so dass man auf Personal und Ressourcen aus anderen Regionen zurückgreifen konnte.

„Das ist in Haiti anders. Hier gibt es keine funktionierenden Behörden, keine medizinische Versorgung, kein ausgebildetes Personal. Um hier zu helfen, müssen wir fast das gesamte Personal selbst anlernen, damit sie dann qualifiziert eingesetzt werden können.“ erklärt Müller weiter.

Eine weitere Besonderheit: Normalerweise ist es möglich, Materialien für den Wiederaufbau und Lebensmittel direkt vor Ort zu besorgen. In Haiti ist das nicht der Fall. „Wir müssen praktisch jede Schraube und jede Schaufel im Ausland beschaffen“, so Müller.

Das Deutsche Rote Kreuz betreibt derzeit u.a. eine mobile Gesundheitsstation und ein mobiles Krankenhaus auf Haiti. Bis zu 1.000 Patienten werden in beiden Einheiten pro Tag versorgt. Zusätzliche Nothilfe-Maßnahmen laufen aktuell und werden vorbereitet:

 

  • Trinkwasserversorgung für Flüchtlings-Lager,
  • Verteilung von Erste-Hilfe-Paketen,
  • Impfaktionen z.B. gegen Tetanus,
  • Verteilung von Holz für den Bau von Unterkünften.

Für den Wiederaufbau ist das DRK weiterhin dringend auf Spenden angewiesen. Haiti sagt danke!

 

 

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor mehr als 2 Jahren

S. Sommer

DRK-Kinderarzt Gardemann verschreibt Hoffnung

Professor Gardemann ist Kinderarzt in unserem DRK-Hospital. Ich habe ein Foto hochgeladen, auf dem er ein kleines unterernährtes Kind in den Armen hält. Hierzu hat er uns folgendes berichtet:

"Das kleine Kind auf meinem Arm in mit starker Unterernährung ins Feldhospital eingeliefert worden. Seine junge Mutter erzieht es allein. Ihr Haus wurde durch das Erdbeben völlig zerstört. Nun lebt sie auf der Straße unter einer gespendeten Plastikplane.Ich denke immer: 'Der Mensch schaut dich an und du bist gezwungen dich zu entscheiden'. Ich habe mich entschieden zu helfen, dem kleinen Leben Sicherheit und Halt zu geben, es nicht fallen zu lassen. Wir versuchen hier alle, über die medizinische Hilfe hinaus eine Botschaft von Hoffnung und Solidarität zu vermitteln. Ich bin überzeugt davon, dass diese Erfahrungen den Patienten in unserem Rotkreuz-Hospital Kraft geben und ihren Überlebenswillen stärkt. Das ist es, was die Menschen dringend benötigen, um die Folgen des schrecklichen Erdbebens besser bewältigen zu können.

"Wir danken unseren Helfern in Haiti und wünschen ihnen weiterhin viel Kraft, gutes Gelingen und Einfühlungsvermögen!

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor mehr als 2 Jahren

S. Sommer

Fotostrecke über Rotkreuzhilfe in Haiti

Hier gehts zu unserer Haiti-Fotostrecke auf Facebook: Haiti-Fotostrecke zur Rotkreuz-Hilfe

DRK-Hilfen im Wert von über 4,5 Millionen Euro haben die Not leidenden Menschen in Haiti bereits erreicht. Unser besonderer Dank gilt allen Spendern!!! Wir zeigen euch in Bildern, wie das DRK in den Bereichen medizinische Versorgung, Hilfsgüterlieferungen und Wasserversorgung aktiv ist.

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor mehr als 2 Jahren

S. Sommer

Rotkreuz-Impfaktion für Tausende Kinder

Port-au-Prince, Haiti. 30 Rotkreuz-Helferteams beteiligen sich an der gestern gestarteten großen Impfkampagne, um die Erdbebenopfer in den über 500 Zeltlagern in Port-au-Prince vor Krankheiten wie Masern, Tetanus und Diphtherie zu schützen. Unter ihnen sind schätzungsweise 140.000 Kinder. Sie sind durch die hygienischen Verhältnisse in den Lagern ohne fließend Wasser, Abwasserkanalisation und Müllentsorgung besonders gefährdet – auch wenn die Versorgung mit Trinkwasser und Lebensmitteln inzwischen funktioniert.

Im Hospital des Deutschen Roten Kreuzes und in der mobilen DRK-Klinik sind unter den Patienten immer mehr Kinder mit Durchfall, Fieber, Erkältungen oder Hautauschlägen – alles Folgen der schlechten Unterbringung in den Lagern. „Diphtherie – eine Infektion der Atemwege – aber auch die Masern können für diese geschwächten Kinder zur großen Gefahr werden“, sagt Dr. Thomas Moch, Mediziner im Rotkreuz-Hospital.Im Rahmen der Impfaktion, unter Leitung der Weltgesundheitsaktion WHO werden Kinder unter sieben Jahren gegen Masern, Röteln, Tetanus und Diphtherie geimpft. Ältere Kinder und Erwachsene sollen eine Spritze gegen Diphtherie und Tetanus (Wundstarrkrampf) bekommen.

Ich habe deshalb einen neuen Spendenbedarf für Tetanus-Impfungen eingestellt. Bitte unterstützt die große Impkampagne!

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor mehr als 2 Jahren

S. Sommer

Psycho-soziale Nachbetreuung für Kinder

Das Rote Kreuz versorgt seit dem Erdbeben neben den körperlichen auch die seelischen Wunden der Menschen. Denn die Erdbebenopfer sind auch von nicht sichtbaren Schock- und Stresseinwirkungen gezeichnet, unter denen sie nun leiden.

Unser Sozialarbeiter Jerome kümmert sich deshalb im Feldhospital gezielt um Kinder, die ihre Familie verloren haben, die stunden- oder gar tagelang unter den Trümmern eingeschlossen waren oder die ihr schützendes Zuhause verloren haben. Jerome betreut sie, spielt mit ihnen. Eine psycho-soziale Nachbetreuung ist wichtig. Die traumatisierten Kinder können ihre Erlebnisse bei kreativen Tätigkeiten wie Malen oder Basteln verarbeiten. Liebevolle und von Jerome gut geschulte Rotkreuzhelfer betreuen die Kinder und bauen zu ihnen eine positive Beziehung auf. Auf diese Weise werden wenigstens die schlimmsten psychischen Belastungen der Kinder gelindert.

Auch eure Spenden unterstützen diese psycho-soziale Nachbetreuung traumatisierter Kinder. Danke!

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor mehr als 2 Jahren

S. Sommer

DRK-Video über Haiti-Hilfe + Spendenverwendg.

Neues Video auf Youtube: Der Leiter der DRK-Hilfsaktion in Haiti, Dr. Johannes Richert, berichtet über die aktuellen Maßnahmen des DRK in Haiti, wie Spenden verwendet werden und über die Planungen für die Zukunft. Schaut rein: http://www.youtube.com/watch?v=beNwZNUgFOw

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor mehr als 2 Jahren

S. Sommer

Zwischenbilanz der Internationalen Rotkreuz-Hilfe

Seit dem Erdbeben am 12. Januar sind Rotkreuzhelfer aus über 16 Ländern im Einsatz. Mit bisher 35 Hilfsflügen hat das Rote Kreuz 176 Tonnen Hilfsgüter und 20 mobile Einheiten der Katastrophenhilfe nach Haiti gebracht. Wir ziehen eine erste Zwischenbilanz der internationalen Rotkreuz-Hilfe.

http://www.drk.de/weltweit/lateinamerika/haiti-hilfe-erdbebenopfer/internationale-rotkreuzhilfe.html

Wasserversorgung und Hygiene

  • Das Rote Kreuz hat mehr als zwei Millionen Liter Wasser in Port-au-Prince und Leogane verteilt. Sechs Tanks, in denen jeweils 10.000 Liter aufbereitet werden, wurden installiert. Täglich profitieren etwa 100.000 Menschen davon.
  • 30.000 Menschen wurden mit Gesundheitssets mit Seife und Hygieneartikeln ausgestattet.
  • Sanitäre Anlagen für etwa eintausend Menschen wurden gebaut.

 

Notunterkünfte und Lebensmittel

  • Über 6.000 Menschen richten sich mit Plastikplanen, Zelten, Decken,  Küchensets und anderen Hilfsmitteln vom Roten Kreuz Notunterkünfte ein. Weitere 4.500 Familien erhalten in den nächsten Tagen Haushaltsgegenstände.
  • Das Rote Kreuz stellt drei Millionen Mahlzeiten für die hungernden Menschen zur Verfügung.

 

Medizinische Versorgung

 

  • In einem mobilen Feldkrankenhaus nahe des Präsidentenpalastes versorgen Helfer die Verletzten seit der ersten Stunde rund um die Uhr. In einem Fußballstadion wird ein mobiles Hospital des Deutschen Roten Kreuzes aufgebaut und bis zu 700 Patienten täglich versorgen.
  • Voll im Einsatz sind auch drei Basisgesundheitsstationen in Port-au-Prince. Dort versorgen die Helfer je bis zu 250 Menschen täglich.
  • 40 Tonnen medizinische Hilfsgüter erreichten Haiti am ersten Wochenende nach dem Beben allein aus Genf.
  • An verschiedenen Orten in Port-au-Prince hat das Rote Kreuz Erste-Hilfe-Stationen errichtet. Auch in der Stadt Petit-Goâve wurden zwei Stationen aufgebaut.

 

 

Psychologische Betreuung und Suchdienst

 

  • Viele Betroffene und besonders Kinder sind durch ihre Erlebnisse traumatisiert. Speziell ausgebildete Helfer betreuen sie psychologisch und helfen bei der persönlichen Verarbeitung von Verlust und Trauer.
  • Über 900 Menschen haben mit Hilfe des Suchdienstes des Roten Kreuzes bereits Kontakt zu ihren Lieben herstellen können. 
  • Auf der Webseite www.icrc.org/familylinks sind derzeit etwa 24. 000 Menschen registriert, um vermisste Angehörige zu finden und ihnen Lebenszeichen zu übermitteln.
  • Forensiker vom Roten Kreuz beraten lokale Einrichtungen über den sensiblen Umgang mit den vielen Toten und ihren trauernden Angehörigen.
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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor mehr als 2 Jahren

S. Sommer

GoogleMap zeigt Rotkreuzhilfsaktivitäten in Haiti

Wir haben eine Google Map eingerichtet (http://bit.ly/c4Flmb), auf der die Hilfsaktivitäten der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondorganisationen in Haiti verortet sind. Der Hilfseinsatz in Haiti ist der größte, den die Rotkreuz-Gemeinschaft je durchgeführt hat: Insgesamt sind 20 Katastrophenhilfe-Einheiten mit insgesamt 215 Delegierten im Einsatz. Beim Tsunami waren es 17 Einheiten.

Google Map mit Hilfsaktivitäten der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor mehr als 2 Jahren

S. Sommer

Weniger erdbebenbedingte Verletzungen

Mich erreicht gerade eine aktuelle Meldung aus dem Feld: Die Patienten unserer mobilen DRK-Klinik kommen kaum noch mit erdbebenbedingten Verletzungen. Währenddessen nimmt die Anzahl der chronischen Krankheiten zu.

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor mehr als 2 Jahren

S. Sommer

Erste-Hilfe-Station am Hospital-Standort

Die Rotkreuz-Techniker bauen derzeit die Wasserversorgung für das geplante mobile Krankenhaus in Carrefour auf. Zeitgleich werden lokale Mitarbeiter eingestellt, um das medizinische Team des Krankenhauses zu vervollständigen. Bis das Feldhospital voraussichtlich Mitte der Woche seinen Betrieb im Fußballstadion von Carrefour aufnehmen kann, versorgt eine Erste-Hilfe-Station die ersten Patienten.

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor mehr als 2 Jahren

S. Sommer

Hilfsgüter für 3.000 Familien

Die freiwilligen Rotkreuzhelfer auf Haiti haben alle Hände voll zu tun. Neben der medizinischen Versorgung verteilen sie neu eingetroffene Hilfsgüter in Carrefour. Bis Ende der Woche sollen 3.000 Familien mit Küchensets, Wasserfiltern, Wasserkanistern, Werkzeugen und Plastikplanen versorgt werden. Für Hilfsgüterlieferungen wie diese ist das DRK dringend auf Spenden angewiesen. Bitte unterstützt daher auch die neuen Spendenbedarfe, die ich einstelle. Vielen Dank!

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor mehr als 2 Jahren

S. Sommer

Mobiles Medizin-Team seit gestern im Einsatz

Die Such- und Rettungsphase in Haiti ist seit Freitag abgeschlossen. Trotzdem kommen noch immer viele Patienten in die mobile DRK-Klinik mit Verletzungen, die seit dem Erdbeben vor 13 Tagen nicht versorgt worden sind. Seit gestern fährt nun auch ein mobiles Team mit einem Arzt und zwei Krankenschwestern in die umliegenden provisorischen Lager, wovon es Schätzungen zufolge derzeit über 500 in Port-au-Prince gibt.

 

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor mehr als 2 Jahren

S. Sommer

Jean-Luis' Geschichte, Patient der DRK-Klinik

 

Mein Kollege Fredrik Barkenhammar, der seit Ende letzter Woche in Haiti ist, hat mir gestern folgendes geschrieben:

"Nach dem Erdbeben in Haiti ist gerade die größte Operation des Roten Kreuzes, die es je für ein einziges Land gab, im Gange. Rotkreuzgesellschaften aus der ganzen Welt errichten mobile Kliniken und Krankenhäuser, verteilen Seife, Handtücher und Kochgeschirr, sorgen für Unterkunft und verteilen frisches Wasser für Zehntausende jeden Tag. Das DRK betreibt hier eine Gesundheitsstation (mobile DRK-Klinik), in der 250 Menschen pro Tag versorgt werden können. Nahezu jeder Patient hat eine besondere Geschichte. Wie Jean-Luis.

Um fünf Uhr Nachmittags vor gut einer Woche spielte der 12-jährige Jean-Luis Rubens in der Straße vor dem Haus seiner Eltern. Sein Vater war bei der Arbeit und seine Mutter hat im Haus das Essen vorbereitet. Als die Erde anfing zu beben, überfielen Jean-Luis die größten Ängste seines Lebens. Er tat, was jeder Zwölfjährige mit Todesangst getan hätte: Er folgte seinem ersten Instinkt und lief so schnell er konnte zu seiner Mutter.

Auf dem Weg in das dreistöckige Haus trafen ihn mehrere Steine, die vom Dach fielen. Jean-Luis verletzte sich am Kopf, an der Hand und am Arm. Er fiel um, direkt vor der Eingangstür. Wie durch ein Wunder brach das Haus nicht zusammen. Als sich die Erde nach den längsten 45 Sekunden Haitis endlich beruhigte, waren Jean-Luis und seine Mutter noch am Leben.

Zurzeit lebt die Famile im Garten. Sie haben seit dem Erdbeben keinen Fuß ins Haus gesetzt. Immer wieder gibt es Nachbeben, vor drei Tagen sogar eines mit der Stärke 6.0. "Ich habe das Gefühl, dass ich die ganze Zeit auf das nächste Erdbeben warte", fürchtet sich Jean-Luis.

In der mobilen DRK-Klinik haben wir Jean-Luis versorgt. Seine Wunden wurden gereinigt - nachdem er unter Kindestränen die Spritze der Lokalanästhesie ausgehalten hatte und er bekam einen neuen Verband. Seine äußeren Wunden werden wieder heilen...

Jean-Luis Rubens ist ein Zwölfjähriger in Port-au-Prince, der Glück hatte zu überleben. Die genaue Zahl der Todesopfer nach dem Erdbeben wird sich wahrscheinlich nie richtig ermitteln lassen. Aber viele Menschen, Kinder oder Erwachsene werden über lange Zeit die Erinnerungen bei sich behalten. Sie werden lange, lange Hilfe brauchen."

 

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor mehr als 2 Jahren

S. Sommer

Vorbereitungen für den Einsatz des Feldkrankenhaus

Die mobile DRK-Klinik behandelt weiterhin täglich bis zu 250 Patienten. Währenddessen laufen die letzten Vorbereitungen für den Einsatz des mobilen Krankenhauses auf Hochtouren. Das Hospital wird in zwei Hilfsflügen heute und morgen eingeflogen. Insgesamt sind 45 Delegierte- darunter zahlreiche Fachärzte und Krankenschwestern - auf dem Weg nach Port-au-Prince. Aufgrund der vielen Knochenbrüche und schweren inneren und äußeren Verletzungen nach dem Erdbeben wird das Krankenhaus von zwei auf vier OP-Plätze erweitert, so dass acht chirurgische Teams im Wechsel arbeiten können. Währenddessen laufen in Haiti am vorgesehenen Standort, einem Fußballstadion in Carrefour, die logistischen Vorbereitungen.

Auf unserer-Facebookseite (www.facebook.de/roteskreuz) findet ihr Fotos von der Beladung: http://de-de.facebook.com/photo.php?pid=3450536&id=67003546475

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor mehr als 2 Jahren

S. Sommer

Fotoeindrücke aus dem Klinik-Alltag

Ich habe Fotos hochgeladen aus dem Klinik-Alltag, die mir mein Kollege Fredrik Barkenhammar, Delegierter vor Ort, geschickt hat. Auf den Google-Earth-Bildern seht ihr grob, wo die Gesundheitsstation aufgebaut wurde.

Foto Mann mit Kind: Osner Cassic mit Tochter Gaelle, vier Jahre alt. Ihr Haus ist eingestürzt und das Mädchen hat seit dem eine Kopfverletzung. Die Familie lebt heute auf der Straße, wie viele, viele Menschen in Port-au-Prince. Gaelle bekommt einen frischen Verband, Schnmerzmittel und Antibiotika. So wird die Infektion sich beruhigen.

Fotos liegende Mädchen mit zwei Rotkreuz-Helfern: Madeleine Pierre, acht Jahre alt, mit dem behandelnden Arzt Thomas Moch und der Krankenschwester Sarah Bon.

Foto sitzende Frau mit Baby und Rotkreuz-Helferin: Margot Dietz-Wittstock erklärt einer Patientin, wie sie ihrem Baby eine Zucker-Salz-Lösung gegen Durchfall gegen soll. Vor allem Kleinkinder sind anfällig für Durchfallerkrankungen aufgrund von verschmutztem Wasser.

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor mehr als 2 Jahren

S. Sommer

Knochenbrüche und infizierte Wunden: DRK-Klinik im

Die mobile DRK-Klinik ist vollständig aufgebaut und behandelt seit gestern Patienten. Täglich können 250 Kranke und Verwundete versorgt werden. Die DRK-Klinik ist die dritte mobile medizinische Einrichtung des Roten Kreuzes in Port au Prince.Dr. Thomas Moch aus Freiburg ist der behandelnde Arzt: "Die ersten Patienten waren die schlimmsten.“, sagt er. „Knochenbrüche und Verletzungen, die seit mehr als einer Woche hätten versorgt werden müssen. Vieles können wir hier behandeln, aber wir brauchen auch ein Krankenhaus, das Schwerverletzte aufnehmen kann."Das DRK bereitet parallel dazu den Einsatz eines mobilen Feldkrankenhauses vor, in dem 700 Menschen am Tag ambulant versorgt werden können. Außerdem schicken wir eine Wasseraufbereitungsanlage mit, damit das Krankenhaus völlig autark betrieben werden kann.

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor mehr als 2 Jahren

S. Sommer

Danke! Die Hilfe geht weiter...

Wir sind total überwältigt von den vielen Spendern, die über betterplace unseren Hilfseinsatz in Haiti unterstützen. Vielen Dank! Doch die Not vor Ort ist groß. Heute gab es ein Nachbeben der Stärke 6,0.

Das Rote Kreuz weitet seine Hilfe aus. Gestern und heute fliegen wir aus unserem Logistikzentrum in Panama 10.000 Decken ein - zur Verteilung an die Menschen ohne Obdach. Deshalb habe ich einen Teil davon als neuen Spendenbedarf eingestellt.

 

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor mehr als 2 Jahren

S. Sommer

DRK wird Feldkrankenhaus nach Haiti schicken

Noch immer herrscht in Haiti Ausnahmezustand. Die Hilfe muss weitergehen. Deshalb stockt das Deutsche Rote Kreuz seine Maßnahmen jetzt auf. Nachdem die mobile DRK-Klinik am Wochenende in Haiti angekommen ist, bereitet das DRK nun auch die Entsendung eines Feldkrankenhauses vor. Damit kann eine Bevölkerung von 250.000 Menschen medizinisch versorgt werden.

Helfer in Haiti berichten von zahlreichen starken Verletzungen und Brüchen. Deshalb wird die Chirurgie des Feldkrankenhauses um zwei aufblasbare Operationssäle erweitert, in denen acht Operationsteams arbeiten können. Dazu kommen Gynäkologie, Kinderheilkunde, Röntgen, Labor, Apotheke, Werkstatt, Strom- und Wasserversorgung sowie Unterkünfte für das Krankenhaus-Team.

Hier findet ihr weitere Infos zum mobilen Rotkreuzkrankenhaus: http://www.drk.de/weltweit/katastrophenhilfe/katastrophenhilfe-einheiten-emergency-response-unit/mobiles-rotkreuz-krankenhaus.html

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor mehr als 2 Jahren

S. Sommer

DRK-Klinik am Sonntag in Haiti gelandet

Die mobile DRK-Klinik des DRK ist gestern Abend (deutsche Zeit) auf dem Flughafen der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince gelandet. Die 200 Kisten Material mit einem Gesamtgewicht von 20 Tonnen und drei Geländewagen dienen dem Aufbau einer Klinik in sieben Zelten.

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor mehr als 2 Jahren

S. Sommer

Interview mit Martin Hahn, Leiter der DRK-Auslands

Martin Hahn, Leiter der DRK-Auslandshilfe im Interview zur Lage in Haiti, den Hilfsmaßnahmen des Roten Kreuzes und den Herausforderungen an die humanitäre Hilfe der nächsten Monate und Jahre in Haiti.

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S. Sommer (verantwortlich), verfasst vor mehr als 2 Jahren

S. Sommer

Mobile DRK-Klinik ist unterwegs

Berlin Schönefed, 7:15 Uhr. Heute morgen ist das Flugzeug nach Haiti gestartet. An Bord ist die mobile DRK-Klinik. Sie verfügt über eine Mutter-Kind-Station für Entbindungen und Geburtsnachsorge sowie weitere Zelte für Untersuchungen und Behandlungen. Auch ein Feldlabor mit Apotheke, eine Küche, Wassertanks und ein Stromgenerator gehören zum Krankenhaus.

Mit an Bord ist der Arzt Dr. Thomas Moch:„Wir rechnen auch Tage nach dem Beben noch mit zahllosen medizinisch unversorgten Menschen. Vor allem Schwangere und Kinder müssen jetzt rasch behandelt werden. Für sie wird die desolate hygienische Situation ohne sauberes Trinkwasser schnell lebensbedrohlich. Es droht die Katastrophe nach der Katastrophe.“

Das Flugzeug mit der mobilen DRK-Klink wird morgen gegen 17 Uhr deutsche Zeit in Haiti landen. DRK-Delegierte vor wählen der derzeit den geeignetsten Standort aus - voraussichtlich in Port-au-Prince.

--> Ich habe gerade einige Fotos zur gestrigen Beladung des Flugzeugs hochgeladen.

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