„Yoreka heißt Wissen, Wissenschaft, Kenntnis. Es wird inspiriert durch die Geister und die Mysterien des Urwaldes und die Kenntnisse, die wir bei den Gesprächen mit den Älteren erwerben, durch den Respekt für die Natur und, vor allem, durch die praktische Arbeit im Alltag.“
Denn das Ausbildungszentrum für Erziehung, Kultur und Umwelt dem Austausch von Wissen, dem interkulturellen Dialog und der Ausbildung von indigenen und nicht-indigenen Anwohnern des Flußes Jurua. Mithilfe des traditionellen indigenen Wissens sollen auch die nicht-indigenen Anwohner den Urwald als schützenswerten Lebensraum erkennen, der genutzt werden kann, ohne dabei die Umwelt zu zerstören. Das Zentrum vermittelt Jugendlichen und Erwachsenen eine neue Art des Umgangs mit der Natur. Beispielsweise durch Projekte wie die Schildkrötenzucht oder Wiederaufforstungsprogramme und Forstwirtschaft mit einheimischen Obstbäumen.
Die etwa 60.000 Ashaninka leben vor allem im peruanischen Regenwald. Nur etwa achthundert Ashaninka siedeln auf der anderen Seite der Grenze im brasilianischen Bundesstaat Accre. Aber beide Seiten erleben seit Jahren die gleichen furchterregenden Entwicklungen der Globalisierung und des „westlichen“ Ressourcenhungers. Denn immer schneller schrumpft der Amazonas-Regenwald, immer tiefer dringen europäische, asiatische und amerikanische Holzunternehmen auf indigenes Land. Nicht nur der Handel mit Tropenholz boomt, an der Stelle der Tropenriesen werden Plantagen für Soja und Zuckerrohr hochgezogen. Riesige Waldflächen verschwinden dafür, Landraub und Gewalt an Indigenen sind an der Tagesordnung. Nebenbei werden bis zu 100 Milliarden Tonnen CO2 freigesetzt – mit verheerenden Folgen für das Weltklima. Weitere Infos unter berlin@gfbv.de oder http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/11/27/yorenka-atame-das-ashaninka-projekt/
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