Kältehilfe - Hilfe für Wohnungslose im Winter

Neuigkeiten: Hier infomiert Dich der Träger über den Stand der Dinge in diesem Projekt. So kannst Du beurteilen, wie mit den Spenden umgegangen wird.

E. Sager (verantwortlich), verfasst vor 27 Tagen

E. Sager

Für diese Bedarfe habe ich eine (Teil-)Auszahlung veranlasst:

7 Übernachtungen in der Notübernachtung Lehrter Str. 189,00 €
50 medizinische Erstversorgungen 137,22 €
150 Zahnbürsten und Rasierer 100,19 €
Herzlichen Dank an alle Spenderinnen und Spender, die uns in der Kältehilfesaison 2011/2012 unterstützt haben. Viele unserer Gäste achten auf ihr Aussehen. Sie wollen auf der Straße nicht als obdachlos stigmatisiert werden und ihnen ist trotz ihrer Lage wichtig, sich ein wenig Würde zu bewahren. Diese nutzen unser Angebot sich zu duschen und rasieren sehr gerne.  Ein anderer Teil macht sich aus Körperhygiene nicht viel. Hier benötigen die Mitarbeitenden der Kältehilfe manchmal viel Überredungskunst, um eine Dusche schmackhaft zu machen. Doch was beiden Gruppen gemeinsam ist, ist die Freude darüber, dass sie in der Notübernachtung jemanden haben, der auf sie wartet - und wenn es wie in unserem Fall nur eine Zahnbürste ist. Jeder Gast, der in der Notübernachtung Lehrter Str. übernachtet, bekommt eine Zahnbürste. Auf ihr wird der Name des Besitzers vermerkt und jedes Mal, wenn ein Gast wieder kommt, erhält er SEINE Zahnbürste zurück. Die Zahnbürste wird so zu einem Stück Zuhause, denn dass jemand wartet, egal wie lange sich ihr Besitzer nicht meldet, erfahren unsere Gäste sonst eher selten.
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E. Sager (verantwortlich), verfasst vor etwa einem Monat

E. Sager

Ende der Kältehilfe - Danke!

Seit vier Nächten haben die Türen der Notübernachtungen geschlossen. Die Kältehilfesaison 2011/2012 ist vorbei. Die Verantwortlichen sitzen an detailierten Auswertungen: Was lief gut, was können wir nächsten Winter besser machen. Was wir aber jetzt schon wissen ist, dass die Berliner Stadtmission ca. 31.000 Übernachtungen ermöglicht hat. Das sind so viele wie nie zuvor. Unseren Mitarbeitenden hat die Kältehilfesaison viel abverlangt – immerzu von Not und Elend und Perspektivlosigkeit umgeben zu sein, zieht runter. Nachtarbeit und der ständige Kontakt mit Menschen, die erkältet sind, schwächt zusätzlich.

Deshalb sind wir sehr glücklich, dass wir mit unserer Arbeit nicht allein gelassen wurden. Wir sind froh und dankbar, dass so viele Menschen uns unterstützt haben, mit ehrenamtlichem Engagement, mit Kaffee oder selbstgestrickten Socken. Dank eurer aller Mithilfe, konnten wir via betterplace-Spenden z.B. 376 Unterhosen kaufen und verteilen. Wir haben mit 350 Gästen Weihnachten gefeiert und konnten 120 Weihnachtsessen durch eure Spenden bezahlen. Danke!Auch wenn es in diesem Winter einen Kältetoten in Berlin gab, konnten wir dennoch vielen Menschen eine Perspektive aufzeigen und sei es nur, dass sie wissen, wo sie im nächsten Winter wieder willkommen sind und Schutz vor der Kälte finden.

Zunehmend macht uns allerdings der Umstand zu schaffen, dass unsere Gäste mehr und mehr keinen deutschen Pass haben. Viele von ihnen kommen aus Osteuropa. Nur ca. 6.000 der Übernachtungen ermöglichten wir Menschen, die Anspruch auf Sozialleistungen und damit auf Hilfe aus der Wohnungslosigkeit hatten. Alle anderen können wir nur versorgen, ihnen können wir keine Perspektive geben. Wir wünschen uns, dass die Politik hier aktiv wird, denn es ist ein europäisches Problem, dass die Berliner Stadtmission nicht lösen kann, aber die Auswirkungen massiv zu spüren bekommt.

Noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle, die uns unterstützt haben, ohne euch hätten wir es nicht geschafft!

Herzliche Grüße Elke Sager

 

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E. Sager (verantwortlich), verfasst vor etwa einem Monat

E. Sager

Für diese Bedarfe habe ich eine (Teil-)Auszahlung veranlasst:

10 Tage weiterführende Hilfe 160,30 €
10 Tage weiterführende Hilfe 467,42 €
Herzlichen Dank für Ihre Spende für weiterführende Hilfen. Gerade jetzt gegen Ende der Kältehilfesaison ist es uns wichtig, unseren Gästen eine Perspektive aufzuzeigen, wie sie raus aus ihrem Leben auf der Straßen kommen können. Dieser Weg ist nicht immer leicht, aber Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berliner Stadtmission helfen, wo sie können. In einer Wohnhilfe werden die Wohnungslosen dabei unterstützt, wieder zu erlernen, in einer Wohnung zu wohnen. Dazu gehört die Zubereitung von regelmäßigen Mahlzeiten ebenso, wie Haushaltsführung und Körperhygiene. Unsere Gäste werden bei Ämtergängen begleitet, um z.B. einen neuen Pass oder Hartz IV zu beantragen. Gäste der Notübernachtung, die aussteigen wollen, werden sofort in einem Zimmer im Übergangshaus der Berliner Stadtmission untergebracht. Für die promte Aufnahme gibt es keine Finanzierung. Dabei ist die sofortige Aufnahme wichtig, damit sie den Elan nicht verlieren und aussteigen vom Aussteigen. Erst im Nachhinein werden die Kosten vom Amt übernommen. Schafft es ein Gast nicht bis zur Kostenübernahme, sondern kehrt zu seinem Leben auf der Straße zurück, bleibt das Übergangshaus auf seinen Kosten sitzen. Doch die Berliner Stadtmission kämpft um jeden einzelnen. Vielen Dank, dass Sie uns dabei unterstützen. Ihre Elke Sager
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