Ende der Kältehilfe - Danke!
Seit vier Nächten haben die Türen der Notübernachtungen geschlossen. Die Kältehilfesaison 2011/2012 ist vorbei. Die Verantwortlichen sitzen an detailierten Auswertungen: Was lief gut, was können wir nächsten Winter besser machen. Was wir aber jetzt schon wissen ist, dass die Berliner Stadtmission ca. 31.000 Übernachtungen ermöglicht hat. Das sind so viele wie nie zuvor. Unseren Mitarbeitenden hat die Kältehilfesaison viel abverlangt – immerzu von Not und Elend und Perspektivlosigkeit umgeben zu sein, zieht runter. Nachtarbeit und der ständige Kontakt mit Menschen, die erkältet sind, schwächt zusätzlich.
Deshalb sind wir sehr glücklich, dass wir mit unserer Arbeit nicht allein gelassen wurden. Wir sind froh und dankbar, dass so viele Menschen uns unterstützt haben, mit ehrenamtlichem Engagement, mit Kaffee oder selbstgestrickten Socken. Dank eurer aller Mithilfe, konnten wir via betterplace-Spenden z.B. 376 Unterhosen kaufen und verteilen. Wir haben mit 350 Gästen Weihnachten gefeiert und konnten 120 Weihnachtsessen durch eure Spenden bezahlen. Danke!Auch wenn es in diesem Winter einen Kältetoten in Berlin gab, konnten wir dennoch vielen Menschen eine Perspektive aufzeigen und sei es nur, dass sie wissen, wo sie im nächsten Winter wieder willkommen sind und Schutz vor der Kälte finden.
Zunehmend macht uns allerdings der Umstand zu schaffen, dass unsere Gäste mehr und mehr keinen deutschen Pass haben. Viele von ihnen kommen aus Osteuropa. Nur ca. 6.000 der Übernachtungen ermöglichten wir Menschen, die Anspruch auf Sozialleistungen und damit auf Hilfe aus der Wohnungslosigkeit hatten. Alle anderen können wir nur versorgen, ihnen können wir keine Perspektive geben. Wir wünschen uns, dass die Politik hier aktiv wird, denn es ist ein europäisches Problem, dass die Berliner Stadtmission nicht lösen kann, aber die Auswirkungen massiv zu spüren bekommt.
Noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle, die uns unterstützt haben, ohne euch hätten wir es nicht geschafft!
Herzliche Grüße Elke Sager