Das Jamyang Schulprojekt
Um den bedürftigsten Kindern in Ladakh, die aus den Grenzgebieten zu Pakistan kommen, aus der Armutsfalle zu helfen, wurde der buddhistische Mönch Geshe Lobsang Samten vom Dalai Lama beauftragt, eine Internats-Schule in Leh zu erbauen. Die Jamyang-Schule ist eine säkulare Internatsschule, die dem Lehrplan und den nationalen Prüfungsvorlagen der Regierung folgt. Sie hat das Ziel, den Kindern eine qualitativ hochwertige Schulbildung zu ermöglichen. Die Jamyang-Schule legt wert darauf, dass die Hälfte der aufgenommenen Kinder Mädchen sind. Der Freundeskreis Tara for Children e.V. unterstützt die Jamyang-Schule, u.a. durch Patenschaften für Schülerinnen und Schüler und anderweitige Aktivitäten. Wir unterstützen beispielsweise den Aufbau einer mehrsprachigen Bibliothek, den Bau eines Schulhofes und eines Küchengartens.
Alle aufgenommenen Kinder der Schule kommen aus ärmsten sozialen Verhältnissen, mit überwiegend schwierigen familiären Hintergründen: Familien, die durch Scheidung oder Tod eines Elternteils zerrüttet sind. Vielen der Kinder droht Kinderarbeit in der Stadt oder im Straßenbau, weil die Eltern in ihrer Heimat weder Land besitzen noch Arbeit finden. Die meisten Kinder haben vor ihrer Aufnahme in der Schule weder Zugang zu medizinischer Versorgung gehabt noch eine ausreichende Ernährung genossen.
Die Jamyang-Schule will eine Modellschule für ökologische Nachhaltigkeit in der Region werden. Die hohe Sonneneinstrahlung macht Ladakh zu einem optimalen Ort für Solarenergie. Bereits der Bau des ersten Schulgebäudes erfolgte aus vielen Überlegungen heraus: so wurden lokale Baumaterialien herangezogen, eine Vorrichtung zur Absorbierung der Sonneneinstrahlung dient dem passiven Heizen und Solarzellen erwärmen das Wasser.
Das Projekt wird vor Ort von zwei ethisch und sozial sehr verantwortungsvollen buddhistischen Mönchen und einem sorgfältig ausgewählten Team von Lehrern und Betreuern geführt.
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