Seit Monaten bedroht eine dramatische Dürre rund 3,8 Millionen Menschen in Kenia. Akuter Wassermangel und unzureichende Versorgung mit Nahrungsmitteln sind die dringlichsten Probleme im Lande.
Nur jeder zehnte Einwohner Mwingis hat Zugang zu sauberem Trinkwasser, die Sanitärversorgung ist mangelhaft. In der Trockenzeit müssen Entfernungen bis zu 20 km zur nächsten Wasserstelle zurückgelegt werden, eine Tortur für Frauen und Kinder, die traditionell für das Wasserholen zuständig sind. Krankheiten durch die Nutzung von verunreinigtem Oberflächenwasser sind an der Tagesordnung.
Viva con Agua unterstützt zusammen mit der Welthungerhilfe Menschen in besonders krisenanfälligen Bezirken bei der Verbesserung ihrer Lebensbedingungen. An erster Stelle stehen die Versorgung mit Wasser und die Verbesserung der hygienischen Verhältnisse. Die Speicherung des Regenwassers spielt dabei eine wichtige Rolle.
Durch den Bau von Regenwasserfängen mit Tanks sowie Latrinen an Grundschulen sind Schulkinder künftig besser versorgt. Bisher mussten sie das Wasser selbst dorthin mitbringen; in Zeiten des Mangels bedeutete dies meist Unterrichtsausfall, da sie schon mit der Beschaffung des Wassers für die Familie vollauf beschäftigt waren.
Begleitet werden die Maßnahmen stets von Schulungen zum richtigen Umgang mit Trinkwasser und der Vermeidung von Krankheiten. Auch gezielte Aufklärungsarbeit gegen die Ausbreitung von HIV/Aids wird in diesem Zusammenhang geleistet, vor allem an Schulen und bei Gemeindeveranstaltungen.
Die Mitglieder der Wasserkomitees, die eigens für die Verwaltung des Wassers eingesetzt werden, sorgen für eine gerechte Verteilung und den Erhalt der Wasserstrukturen. Dafür zahlt jeder Nutzer einen kleinen Beitrag - damit das Lebenselixier auch weiterhin fließt!
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