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Hilfe für Flüchtlinge in Sri Lanka

Ein Hilfsprojekt von: Aktion Deutschland Hilft- Das Bündnis (Thilo R.)

Neuigkeiten: Hier infomiert Dich der Träger über den Stand der Dinge in diesem Projekt. So kannst Du beurteilen, wie mit den Spenden umgegangen wird.

Thilo R. (verantwortlich), verfasst vor mehr als 2 Jahren

Thilo R.

Spendenprojekt beendet

Liebe Unterstützer,

wir haben unser Spendenprojekt für die Flüchtlinge in Sri Lanka beendet. Dank eurer Hilfe konnten wir vielen Menschen mit Lebensmitteln, Wasser und Zeltplanen ganz praktisch helfen. Vielen, vielen Dank für euer Engagement und eure Hilfe!

Schöne Grüße aus dem Aktionsbüro

Thorsten

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Thilo R. (verantwortlich), verfasst vor fast 4 Jahren

Thilo R.

Hilfe erreicht die Menschen in Flüchtlingslagern

280.000 Menschen müssen weiterhin auf engstem Raum in den Flüchtlingslagern im Norden Sri Lankas leben. Versorgt werden sie von internationalen Hilfsorganisationen, darunter auch die Bündnispartner von Aktion Deutschland Hilft.

Dr. Jürgen Clemens von den Maltesern war vor kurzem in Sri Lanka und berichtet: „Unsere Teams leisten in den überfüllten Lagern die dringend nötige Hilfe und lindern so die Not der Vertriebenen zumindest ein wenig. Sie erreichen die Vertriebenen unmittelbar und können auch immer wieder direkten Trost und Beistand spenden.“

Die Malteser stellen mit Mitteln des Auswärtigen Amtes Wassertankfahrzeuge zur Verfügung, um die weiterhin knappe Trinkwasserversorgung zu verbessern. Zudem werden sie mit der Partnerorganisation Sarvodaya Hygieneartikel an insgesamt 4.800 Familien verteilen. Freiwillige, die von der katholischen Hilfsorganisation ausgebildet wurden, beraten die Vertriebenen in den Lagern über notwendige und der Situation angepasste Hygienemaßnahmen. Außerdem werden Fäkaliensaugwagen eingesetzt, um die Überlastung der Latrinen zu mindern, die Hygiene- und Gesundheitssituation zu verbessern und dem Ausbruch von Seuchen vorzubeugen. Zur Nahrungsergänzung verteilen die Malteser zusätzlich Vitaminpräparate an mangelernährte Kleinkinder.

Die anderen Bündnispartner von Aktion Deutschland Hilft arbeiten mit den Maltesern Hand in Hand. Die Mitgliedsorganisationen engagieren sich von Anfang an für die Vertriebenen in den Flüchtlingslagern:

  • action medeor stellt Medikamente für die Flüchtlinge bei Vavuniya zur Verfügung.
  • ADRA liefert dorthin sogenannte "Non-Food-Items" wie Zelte, Kochgeschirr und Hygieneartikel
  • Die Auslandshilfe des Arbeiter-Samariter-Bundes engagiert sich im Bereich Notunterkünfte, Trinkwasser, Nahrungsmittel und Latrinen.
  • CARE hat die Flüchtlinge in neun verschiedenen Lagern mit Nahrungsmitteln und Hilfsgütern versorgt und Notunterkünfte und Latrinen gebaut. Weitere Maßnahmen sind im Bereich Trinkwasser und Hygiene geplant.
  • Das Hammer Forum unterstützt mit seinen medizinisch ausgebildeten Mitarbeitern die überlasteten Gesundheitseinrichtungen in den Lagern bei Vavuniya.
  • Handicap International leistet mit mobilen Teams orthopädische und physiotherapeutische Hilfe für Menschen mit Behinderungen u. a. auch in den Camps.
  • St. John's Ambulance, die Partnerorganisation der Johanniter, betreibt mobile Ambulanzen, die die medizinische Versorgung der Flüchtlinge unterstützen, und sendet ausgebildetes ehrenamtliches Personal in die überlasteten Krankenhäuser.
  • World Vision arbeitet mit rund 50 Mitarbeitern im Bereich Notunterkünfte, Lebensmittel, Wasserversorgung und Hygienemaßnahmen.

 

"Mittlerweile kommt die Hilfe bei den Menschen an", sagt auch Manuela Roßbach, Geschäftsführerin von Aktion Deutschland Hilft. "Am Anfang hatte es Engpässe in der Versorgung der Menschen mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln und medizinischer Betreuung gegeben, weil die Regierung den Zugang zu den Flüchtlingslagern aus Sicherheitsgründen beschränkte."

Besonders schwierig war die Lage für die rund 80.000 Kinder unter den Flüchtlingen, für Schwangere und alte Menschen, weil sie sehr anfällig für Krankheiten sind und eine gesunde Ernährung benötigen. Auch den tausenden Verletzten, die in den zahlreichen Camps eingeschlossen sind, mangelte es an medizinischer Betreuung. Tausende Zivilisten waren in den letzten Wochen des Konflikts im Frühjahr in der Kampfzone zwischen Regierungsarmee und tamilischen Rebellen gefangen und trugen schlimme Verletzungen davon.

Seit Wochen, zum Teil seit Monaten, harren die Vertriebenen nun in Zelten und provisorischen Unterkünften aus und werden von den Hilfsorganisationen versorgt. Niemand weiß, wann die Menschen in ihre Heimatdörfer und -städte zurückkehren können. Die srilankische Regierung will nach eigener Aussage zunächst die "Rebellen aussortieren" und die Region von Minen räumen.

Die Lager werden also sicherlich noch mehrere Monate bestehen, bevor die Menschen endlich ihr selbstbestimmtes Leben in ihrer Heimat wieder aufnehmen können.

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Thilo R. (verantwortlich), verfasst vor fast 4 Jahren

Thilo R.

Lage für Vertriebene weiter verheerend

Die Lage für die Menschen in den Lagern im Norden Sri Lankas ist weiterhin verheerend: Es fehlt an ausreichendem Trinkwasser, Nahrungsmitteln und medizinischer Versorgung. Vor allem den tausenden Verletzten unter den insgesamt rund 280.000 Flüchtlingen, die in den zahlreichen Camps eingeschlossen sind, mangelt es akut an medizinischer Betreuung. Tausende Zivilisten waren in den letzten Wochen des Konflikts zwischen Regierungsarmee und LTTE-Rebellen zwischen die Fronten geraten und trugen Verletzungen davon.

Zwar bemüht sich die srilankische Regierung nach eigenen Angaben um eine Verstärkung der Humanitären Hilfe – die Arbeit der Hilfsorganisationen ist dennoch weiterhin Beschränkungen unterworfen. So darf beispielsweise in einigen Flüchtlingslagern nur ein Fahrzeug pro Tag verwendet werden. Angesichts der riesigen Ausmaße der Lager können so Lebensmittel und Trinkwasser nicht in ausreichendem Maße verteilt werden. Dennoch arbeiten alle nationalen und internationalen Organisationen mit Hochdruck an der Versorgung der Flüchtlinge mit dem Nötigsten.

Die Bündnispartner Arbeiter-Samariter-Bund, CARE, Malteser International und World Vision stellen für die Menschen u. a. in den großen Lagern bei Vavuniya Trinkwasser, Lebens- und Arzneimittel bereit. Kürzlich haben sie sich zusammen mit weiteren Hilfsorganisationen mit einem Aufruf an die Regierung gewandt.

Roßbach: „Beschränkungen für die Helfer müssen ein Ende haben“

Manuela Roßbach, Geschäftsführerin von Aktion Deutschland Hilft sagte im Einklang mit den Forderungen: „Die Sicherheitsbestimmungen gehen viel zu weit. In den riesigen Camps von zum Teil über 400 Hektar brauchen wir viele Helfer und Fahrzeuge. Wenn deren Einsatz weiterhin so massiv beschränkt wird, können wir nicht richtig arbeiten – damit werden Menschenleben gefährdet. Diese Beschränkungen müssen ein Ende haben. Wir fordern von der Regierung Sri Lankas, sich ohne Wenn und Aber an die Richtlinien zu halten, die von ihr und der internationalen Gemeinschaft vereinbart wurden, damit wir den Menschen helfen können.“

280.000 Flüchtlinge, darunter 80.000 Kinder, in überfüllten Lagern

Zehntausende Flüchtlinge erreichten die Lager aus der Kriegszone in einem sehr schwachen Zustand. Vor allem Verletzten, Kindern und älteren Menschen geht es gesundheitlich schlecht. Die Camps im Norden des Landes beherbergen mindestens 280.000 Menschen, darunter schätzungsweise 80.000 Kinder. Viele Familien wurden auseinandergerissen, weil die Männer für unbestimmte Zeit für Verhöre abgeführt werden. Auch dürfen die Flüchtlinge die mit Stacheldraht umzäunten Lager nicht verlassen, sodass engste Familienmitglieder getrennt leben müssen.

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Thilo R. (verantwortlich), verfasst vor fast 4 Jahren

Thilo R.

Beschränkungen der Nothilfe beenden!

Nothilfe in Sri Lanka muss 280.000 Flüchtlinge erreichen

14 internationale Hilfsorganisationen haben sich mit einem dringenden Appell an die srilankische Regierung gewandt und die sofortige Aufhebung aller Beschränkungen für ihre Humanitäre Hilfe in den Flüchtlingslagern im Norden der Insel gefordert. Mehrere Tausend Menschen in den Lagern der Regierung sind in Lebensgefahr, weil die Nothilfe für die Binnenflüchtlinge wegen des ungesicherten Zugangs für Helfer und Fahrzeuge nur eingeschränkt möglich ist. Infolge der Beschränkungen können Hilfsorganisationen nicht in ausreichendem Maße Essen und Wasser für Menschen liefern, die unbedingt auf diese Hilfe angewiesen sind. Vier der Mitgliedsorganisationen von Aktion Deutschland Hilft , Arbeiter-Samariter-Bund, CARE, Malteser International und World Vision, die für die Menschen u. a. in den großen Lagern bei Vavuniya Trinkwasser, Lebens- und Arzneimittel bereitstellen, haben sich deshalb heute Morgen zusammen mit weiteren Hilfsorganisationen an die Verantwortlichen gewandt. Es wird erwartet, dass sich bald weitere Hilfsorganisationen den Forderungen anschließen.

Roßbach: „Beschränkungen für die Helfer müssen ein Ende haben“

Manuela Roßbach, Geschäftsführerin von Aktion Deutschland Hilft , dem Bündnis der Hilfsorganisationen, sagte zur katastrophalen Lage in den Lagern: „Die Sicherheitsbestimmungen gehen viel zu weit. In den riesigen Camps von zum Teil über 400 Hektar brauchen wir viele Helfer und Fahrzeuge. Wenn deren Einsatz weiterhin so massiv beschränkt wird, können wir nicht richtig arbeiten – damit werden Menschenleben gefährdet. Diese Beschränkungen müssen ein Ende haben. Wir fordern von der Regierung Sri Lankas, sich ohne Wenn und Aber an die Richtlinien zu halten, die von ihr und der internationalen Gemeinschaft vereinbart wurden, damit wir den Menschen helfen können.“

270.000 Flüchtlinge, darunter 80.000 Kinder, in überfüllten Lagern

Zehntausende Flüchtlinge erreichen die Lager aus der Kriegszone in einem sehr schwachen Zustand. Vor allem Kindern und älteren Menschen geht es gesundheitlich schlecht. Die Camps im Norden des Landes beherbergen bereits 270.000 Menschen, darunter schätzungsweise 80.000 Kinder. Bis zu 50.000 weitere Flüchtlinge werden in den nächsten Tagen erwartet. Die Neuankömmlinge wurden von den Rebellen der Tamil Tigers bis zu ihrer Niederlage am Sonntag in der Konfliktzone festgehalten. Viele Familien wurden auseinandergerissen, weil die Männer für unbestimmte Zeit für Verhöre abgeführt werden. Auch dürfen die Flüchtlinge die mit Stacheldraht umzäunten Lager nicht verlassen, sodass engste Familienmitglieder getrennt leben müssen.

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Thilo R. (verantwortlich), verfasst vor etwa 4 Jahren

Thilo R.

Rasche Hilfe und Freiheit für Flüchtlinge

Sri Lanka

Nach offizieller Beendigung des 26 Jahre dauernden Bürgerkrieges in Sri Lanka sind die Hilfsorganisationen weiter bemüht, die Versorgungslage in den Flüchtlingscamps zu verbessern. Erschwert wird dies dadurch, dass nicht alle Lager frei zugänglich sind und zu wenig finanzielle Mittel bereitstehen.

„Viele Menschen kommen verwundet in die Lager. Neben der Versorgung der Verletzten sind Nahrungsmittel und Trinkwasser am dringendsten, dafür brauchen wir auch mehr finanzielle Mittel“, so Manuela Roßbach, Geschäftsführerin des Bündnisses. Die Beendigung des Krieges hatte zudem eine neue Flüchtlingswelle zur Folge. Fast eine viertel Millionen Tamilen müssen nun in Flüchtlingscamps leben, darunter 80.000 Kinder. „Das ist ein Zustand, den man bestenfalls für den Übergang tolerieren kann. Wir müssen darauf hinarbeiten, dass diese mehrfach vertriebenen Menschen sich nun dort ansiedeln können, wo sie sich sicher fühlen, ein Dach über dem Kopf haben und wieder in ein menschenwürdiges Leben zurückfinden“, appelliert Roßbach.

Bei allen Hilfsleistungen solle nun bedacht werden, dass die Flüchtlingscamps nicht dauerhaft etabliert werden. Außerdem müsse die srilankische Regierung für vertrauensbildende Maßnahmen bei Tamilen und Singhalesen sorgen. Ein ehrliches Angebot des Staates zur Re-Integration ist hier vonnöten, das sowohl die Rückführung der Flüchtlinge als auch die demokratische Teilhabe der tamilischen Minderheit gegenüber der singhalesischen Mehrheit einschließt. Mitgliedsorganisationen von Aktion Deutschland Hilft sind bereit, hier Unterstützung zu leisten.

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Thilo R. (verantwortlich), verfasst vor etwa 4 Jahren

Thilo R.

Mehr Hilfe in Sri Lanka möglich

Spenden für Bürgerkriegsopfer reichen nicht

Nach Angaben der Vereinten Nationen steht erst ein Drittel der benötigten öffentlichen Mittel bereit, um den Bürgerkriegsflüchtlingen im Norden Sri Lankas zu helfen. Knapp 50 Millionen der geforderten 155 Millionen US-Dollar haben die Regierungen weltweit bislang zur Verfügung gestellt. Umso dringender sind Spenden, damit die Hilfsorganisationen umfangreicher helfen können.

„Unsere Mitgliedsorganisationen könnten mehr Hilfe leisten, wenn sie die finanziellen Möglichkeiten hätten“, stellt Manuela Roßbach, Geschäftsführerin von Aktion Deutschland Hilft, fest. „Das Fortsetzen der Kämpfe treibt immer mehr Menschen in die ohnehin überfüllten Flüchtlingslager.“

Im Gebiet Vavuniya beispielsweise muss eine Küche zur Versorgung von 2000 Flüchtlingen reichen, statt wie geplant für 500 Menschen, mittlerweile leben knapp 200.000 Menschen in Übergangslagern. Der Arbeiter-Samariter-Bund errichtet in Vavuniya, einem von vier Flüchtlingszentren, zusätzlich Notunterkünfte und Latrinen für 4.000 Familien, arche noVa sendet in Zusammenarbeit mit action medeor dringend benötigte Medikamente in das General Hospital in Trincomalee, um mobile Ärzteteams für Camps damit auszustatten.

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Thilo R. (verantwortlich), verfasst vor etwa 4 Jahren

Thilo R.

Sri Lanka: Civilian population under fire

Aktion Deutschland Hilft appeals for donations for those affected by the civil war

Aktion Deutschland Hilft , Germany's Relief Coalition, is asking for donations for tens of thousands of refugees in the North Sri Lankan camps. According to information from the United Nations 50,000 people are trapped in the combat zone and 150,000 refugees in camps.

"The Tamil victims of the civil war do not have any opportunity of moving outside the camps in which the conditions are worsening on a daily basis with the arrival of more and more people, jammed together on trucks. The hygiene conditions do not correspond to international standards, the supply of drinking water is not guaranteed and there is also a huge need for children's clothes up to twelve years of age", Manuela Rossbach, Managing Director of Aktion Deutschland Hilft outlines the situation in Vavuniya. "These people have suffered heavy blows of fate. It is bad enough that they have been in the middle of two fronts of the civil war for 25 years, they survived the Tsunami and now have lost everything - we must help", Rossbach appeals to the German people.

 

 

 

 

 

 

 

Germany's Relief Coalition association partners are supporting people with emergency accommodation, medical care and measures to improve the hygiene situation. This week requirement planning is taking place to be able to better estimate which type of help is the most urgently needed. However, access to many camps is sometimes difficult or impossible.

 

 

 

 

Further information can be found at http://www.aktion-deutschland-hilft.de

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Thilo R. (verantwortlich), verfasst vor etwa 4 Jahren

Thilo R.

Danke!

Ein großes Dankeschön an alle Unterstützer für die bisherigen Spenden für die Flüchtlinge in Sri Lanka!

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Thilo R. (verantwortlich), verfasst vor etwa 4 Jahren

Thilo R.

Interview mit Sri Lanka-Experte

„Zivilisten sind Opfer einer menschenverachtenden Kriegsführung“

Sri Lanka-Experte Christoph Ernesti über die Flüchtlingskatastrophe im Norden Sri Lankas

Die humanitäre Krise im Norden Sri Lankas spitzt sich zu. Aktion Deutschland Hilft sprach deshalb mit Christoph Ernesti, Sri Lanka-Experte und Geschäftsführer des Berliner Büros von CARE Deutschland-Luxemburg e.V.

Herr Ernesti, wie schätzen Sie die aktuelle Lage in Sri Lanka ein?

Rund 150.000 Menschen sind im Norden der Insel zurzeit auf der Flucht und aus ihrer Heimat vertrieben. Diese Zunahme der Flüchtlingsströme war zu befürchten: Die Regierungsarmee geht seit Wochen mit massiven Angriffen gegen die tamilischen Rebellen der LTTE vor. Dass sie dabei unter anderem schwere Geschütze und Luftangriffe eingesetzt hat, wie sie kürzlich indirekt zugab, hat wesentlich dazu beigetragen, dass nach UN-Schätzungen seit Januar 4.500 Zivilisten ihr Leben verloren und über 13.000 Verletzungen davon getragen haben.

War die Kriegsführung der Rebellen weniger brutal?

Die Praxis der LTTE, Zivilisten zwangsweise zu rekrutieren oder als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen, brachte und bringt noch immer zigtausende Kinder, Frauen und Männer in höchste Lebensgefahr. Sie haben auch mehrfach Bombenattentate und Selbstmordattentäter eingesetzt. Die Zivilisten sind von beiden Seiten Opfer einer menschenverachtenden Kriegsführung. Wer sich in eines der rund 40 Lager bei Vavuniya, Jaffna oder Mannar retten konnte, ist zwar in Sicherheit, bekommt jedoch häufig nur unzureichende Versorgung. Wegen der ungeheuren Zahl der Flüchtlinge arbeiten die Hilfsorganisationen jedoch am Rande ihrer Möglichkeiten.

Was brauchen die Flüchtlinge jetzt?

Zunächst Frieden, Sicherheit und eine Versorgung mit dem Wichtigsten durch den srilankischen Staat und internationale Hilfsorganisationen wie zum Beispiel die Bündnispartner von Aktion Deutschland Hilft. Dazu gehört ein Obdach, sauberes Trinkwasser, Ernährung und Hygieneartikel. Zurzeit reicht das vorhandene Material bei weitem nicht aus, um alle Menschen zu versorgen. Besonders bei den Fünf- bis Zwölfjährigen haben unsere Mitarbeiter vor Ort größere Lücken in der Versorgung ausgemacht. Außerdem sind viele Lager bereits um das zwei- bis dreifache überfüllt. Bei Vavuniya leben im Schnitt 18 Menschen in Zelten, die für fünf ausgelegt sind. Bei Tagestemperaturen von 35°C und mehr kann man sich darin nicht aufhalten – und draußen gibt es fast keinen Schatten.

Was sollte nach der akuten Nothilfe geschehen?

Danach ist ein ehrliches Angebot des Staates zur Re-Integration vonnöten. Das meint zum einen die Rückführung der Flüchtlinge in ihre ehemaligen Dörfer, zum anderen die demokratische Teilhabe der tamilischen Minderheit gegenüber der singhalesischen Mehrheit. Letztere stellt mit Mahinda Rajapaksa einen Regierungschef, der seit einigen Jahren für eine repressive Politik steht.

Was geschieht mit den Flüchtlingslagern und dem ehemaligen Kampfgebiet?

Die Flüchtlingslager werden wohl noch geraume Zeit bestehen bleiben müssen. Trotzdem dürfen sie kein Dauerzustand werden. Sehr viele Dörfer sind zerstört, die Felder verwüstet, einige vermint. Hier muss auch internationale Aufbauhilfe geleistet werden, um den Frieden im Norden des Landes zu wahren – mit Wiederaufbauprogrammen, Investitionen in die Infrastruktur und ins Bildungssystem. Um nur ein Beispiel für die desolate Infrastruktur zu nennen: In der Region existiert nicht einmal eine flächendeckende Stromversorgung. Nach dem nun absehbaren Ende des 25jährigen Bürgerkriegs wird hier ungeheuer viel zu tun sein.

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Thilo R. (verantwortlich), verfasst vor etwa 4 Jahren

Thilo R.

Lager: 18 Menschen in Fünf-Mann-Zelt

Die Zustände in der Konfliktregion im Nordosten Sri Lankas sowie in den weiter südlich gelegenen Flüchtlingslagern haben sich weiter verschärft: Nach Angaben von örtlichen Mitarbeitern der Bündnispartner von Aktion Deutschland Hilft müssen sich in den überfüllten Lagern bei Vavuniya 18 Vertriebene eine Unterkunft teilen, die eigentlich für nur fünf Personen ausgerichtet ist. Insgesamt sprechen die Helfer mittlerweile davon, dass rund 175.000 Menschen vor den Kämpfen geflüchtet sind. Mehrere hundert Familien haben die gefährliche Flucht über das Meer angetreten.

Kinder unter fünf Jahren, schwangere Frauen oder behinderte Menschen benötigen in den Lagern spezielle Fürsorge: Da gerade kleine Kinder und Schwangere bei dauerhafter Unterernährung schwere Schäden davontragen können, versorgt World Vision diese Menschen mit spezieller kalorienreicher Nahrung. Mit Handicap International widmet sich unterdessen ein weiterer Bündnispartner behinderten Menschen und bietet in den Lagern orthopädische und physiotherapeutische Behandlungen an.

Viele Krankenhäuser verfügen über zu wenig Personal, um Tausende von Verletzten zu versorgen. Eine Partnerorganisation der Johanniter stellt dafür ehrenamtliche Kräfte zur Verfügung; zudem werden Ambulanzen zu den Vertriebenen entsendet. Die Malteser engagieren sich unter anderem im Bereich der Hygiene-Beratung und leisten psychosozialen Beistand.

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Thilo R. (verantwortlich), verfasst vor etwa 4 Jahren

Thilo R.

Sri Lanka: Zivilbevölkerung unter Beschuss

Aktion Deutschland Hilft ruft zu Spenden für Betroffene des Bürgerkrieges auf

Bonn, 28. April 2009. Aktion Deutschland Hilft , das Bündnis der Hilfsorganisationen, bittet um Spenden für Zehntausende von Vertriebenen in den Camps im Norden Sri Lankas. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind 150.000 Vertriebene in Camps und 50.000 Menschen im Kampfgebiet eingekesselt. „Die tamilischen Opfer des Bürgerkrieges haben keine Möglichkeit, sich außerhalb der Camps zu bewegen, in denen sich die Zustände mit Ankunft von immer mehr Menschen, zusammengepfercht auf LKWs, täglich verschlechtern. Die hygienischen Bedingungen entsprechen nicht den internationalen Standards, die Versorgung mit Trinkwasser ist nicht gewährleistet, außerdem herrscht großer Bedarf an Kleidung für Kinder bis zwölf Jahre“, schildert Manuela Roßbach, Geschäftsführerin von Aktion Deutschland Hilft, die Lage in Vavuniya. „Diese Menschen sind vom Schicksal schwer gezeichnet. Ohnehin seit 25 Jahren zwischen den Fronten des Bürgerkrieges, haben sie den Tsunami überlebt und nun alles verloren – wir müssen helfen“, appelliert Roßbach an die deutsche Bevölkerung. Die Bündnispartner von Aktion Deutschland Hilft unterstützen die Menschen mit Notunterkünften, medizinischer Versorgung und Maßnahmen zur Verbesserung der Hygienesituation. In dieser Woche finden Bedarfsermittlungen statt, um besser einschätzen zu können, welche Art Hilfe am Nötigsten ist. Dabei ist der Zugang zu vielen Camps mitunter schwierig bis unmöglich.

Weitere Informationen finden Sie unter www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

Spendenaufruf

Stichwort: Sri Lanka Flüchtlinge Spendenkonto 10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00 Spendenhotline: 0900 55 102030 oder Online: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

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