Iovanna L. (verantwortlich), verfasst vor 6 Monaten
Für diese Bedarfe habe ich eine (Teil-)Auszahlung veranlasst:
| 5 mal Versorgung einer Familie mit dem Nötigsten | 200,00 € |
| 100 mal Gesundheitsversorgung für ein ganzes Jahr | 10,00 € |
| 5 mal Versorgung einer Familie mit dem Nötigsten | 200,00 € |
| 100 mal Gesundheitsversorgung für ein ganzes Jahr | 10,00 € |
Liebe Unterstützer, liebe betterplacer,
vielen, vielen Dank für die großartige Unterstützung. Mit euren Spenden können unsere Organisationen den Flüchtlingen im Sudan auch weiterhin zur Seite stehen. Vor allem unser Bündnispartner Help - Hilfe zur Selbsthilfe e.V. ist im Sudan sehr aktiv und hat anlässlich des Weltflüchtlingstages zur Solidarität mit den Flüchtlingen in der Krisenregion Darfur aufgerufen.
„Angesichts der medialen Nachrichtenflut über neu aufkeimende Konfliktherde und Naturkatastrophen geraten lang andauernde Krisen oftmals in Vergessenheit. Da sind es allein Gedenktage wie der Weltflüchtlingstag, die es uns ermöglichen, das Schicksal der Menschen in Krisenregionen wie Darfur ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken“ so mein Kollege Berthold Engelmann, Pressesprecher von Help – Hilfe zur Selbsthilfe e.V. und Experte für die Flüchtlingsproblematik im Tschad.
Seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs Anfang 2003 sind nach UN Angaben mehr als 300.000 Einwohner des Darfur umgekommen, ca. 2,5 Millionen haben innerhalb des Sudan Zuflucht vor der Gewalt gesucht und ca. 257.000 Personen befinden sich in Flüchtlingslagern im Nachbarland Tschad. „Auch 2010 hat bisher keine nennenswerte Veränderung der allgemeinen Lage ergeben. Mit neuen Kämpfen im Darfur im Juni 2010 hat sich die Lage sogar noch verschärft“, berichtet Engelmann.
Die sudanesichen Flüchtlinge im Tschad sind aufgrund der regional dürftigen Versorgungslage komplett auf die Unterstützung durch Hilfsorganisation und die Vereinten Nationen angewiesen. Weiterhin werden Übergriffe der Janjaweed auch auf tschadisches Gebiet verzeichnet, was die Sicherheitslage der Flüchtlinge verschärft. An eine Rückkehr der Menschen in ihre Heimatregionen ist nach wie vor nicht zu denken.
Seit Mitte 2004 stellt Help die Wasserversorgung für die ca. 13.000 sudanesischen Flüchtlinge im Lager Am Nabak im Tschad sicher. Die lokale Bevölkerung ist in einigen Camp-Regionen versorgungstechnisch deutlich schlechter gestellt, als die Flüchtlinge. So gibt es permanent Konflikte um die Ressourcen Wasser und Feuerholz zwischen sudanesischen Flüchtlingen und der lokalen Bevölkerung. Aus diesem Grund ist die lokale Bevölkerung seit 2009 regulär in alle Hilfsprojekte eingebunden.
Angesichts der großen Trockenheit, die durch die extrem schlechten Regenzeiten der Sommer 2007 bis 2009 verursacht wurde, hat sich die Grundwassersituation ab Februar 2010 rapide verschlechtert, so dass Help seit dieser Zeit wieder zusätzliche Wassertransporte aufnehmen musste, um die Konflikte in der Region zu entschärfen.
Wir konnten schon viel erreichen. Und um die Versorgung der sudanesischen Flüchtlinge und der einheimischen Bevölkerung auch weiterhin sicherstellen zu können, sind unsere Bündnispartner auf jede Spende - sei sie auch noch so klein - angewiesen.
Vielen, vielen Dank noch einmal allen Unterstützern!
Lieben Gruß aus Bonn
Thilo
Liebe betterplacer, liebe Unterstützer,
es ist wirklich großartig, dass es hier auf betterplacae immer wieder Menschen gibt, die das Leid der Menschen im Sudan nicht vergesen haben und unsere Arbeit vor Ort mit ihrer Spende unterstützen. Dafür ein herzliches Dankeschön an euch alle!
Gerade habe ich bei unserem Bündnispartner Care diese bewegende Geschichte der jungen Zeriba Bouch im Sudan erfahren. Sie ist 23, kommt ursprünglich aus Darfur im Sudan. Dort lebten sie und ihr Mann von der Viehzucht - doch in nur einer Nacht verloren sie ihre ganze Herde.
Die sogenannten „Dschandschawid“, die arabische Miliz, stahl ihr ganzes Hab und Gut. Vor Zeribas Augen wurde ihr Ehemann erschossen. Ihre Nachbarin wurde vergewaltigt. Ihr Haus verbrannt. Voller Angst flüchtete sie mit ihrer Familie.
Schwanger konnte sie sich mit ihren damals zwei Kindern und ihrer Mutter retten, drei Monate vegetierten sie schwer traumatisiert unter einem Baum an der Grenze zum Tschad. Dort fanden Helfer sie schließlich und brachten sie in das von CARE geleitete Flüchtlingslager Iridimi.
Nun bleibt sie dort mit ihren mittlerweile vier Kindern - im Lager brachte sie Zwillinge zur Welt. Für sie ist das Leben mit den rund 19.000 weiteren Flüchtlingen im Flüchtlingslager Alltag geworden...
Ich wünsche euch allen eine schöne Adventszeit.
Liebe Grüße,
Thilo