Das Projekt
Aufgrund der steigenden Dieselpreise und des unzuverlässigen Betriebs des Dieselgenerators ist die Stromversorgung der „Baramba Girls Secondary School“, einer Mädchenschule in der Region Kagera im Norden Tansanias, durch den alten Dieselgenerator nicht mehr gewährleistet. Deshalb will die Regionalgruppe Berlin der Hilfsorganisation Ingenieure ohne Grenzen e.V. die Schule mit einer Solaranlage ausstatten, deren Betrieb sich durch die klimatischen Bedingungen anbietet.
Durch die Elektrifizierung soll die Unterrichtsqualität verbessert werden, da durch die Einsparung von laufenden Kosten freigewordene Gelder für Schulausstattung und Lehrergehälter eingesetzt werden können. Zudem soll den Schülerinnen mit einer sicheren Stromversorgung das Lernen in den frühen Abendstunden ermöglicht und ein regelmäßiger Computerunterricht gesichert werden.
Aktuelle Lage
Auf dem Campus der Baramba Girls Secondary School (BGSS) leben derzeit 200 Schülerinnen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren sowie ca. elf Lehrer und zehn weitere Angestellte in der Verwaltung, Küche, etc., die teilweise mit ihren Familien ebenfalls auf dem Schulcampus in kleinen Häusern wohnen. Aktuell wird versucht die Versorgung der Schule mit Elektrizität über einen alten Dieselgenerator zu gewährleisten. Damit werden aber täglich maximal eine Stunde am Abend die Schlafräume und Lehrerzimmer mit Licht versorgt und auch das nur sehr unzuverlässig.
Da die Schule etwa auf der Höhe des Äquators liegt, wird es das ganze Jahr etwa um 18 Uhr innerhalb von einer viertel Stunde dunkel. Der Computerraum mit insgesamt 21 Arbeitsplätzen wird für den Unterricht wenige Stunden pro Woche mit Strom versorgt. Der Dieselpreis ist in den letzten Jahren stetig gestiegen und aktuell so hoch, dass die Versorgung der Schule mit Elektrizität auf ein Minimum reduziert ist.
Förderung der Mädchen
Immer noch können sich in vielen Regionen Tansanias aufgrund der hohen Kosten nur wenige Familien den Schulbesuch ihrer Kinder leisten. Wenn es einer Familie doch möglich ist, den Schulbesuch eines Kindes zu finanzieren, werden bevorzugt Jungen als zukünftige Familienernährer gefördert. Zudem sind viele staatliche Schulen reine Jungenschulen.
Deshalb ist es uns besonders wichtig die Lernbedingungen in einer Mädchenschule zu verbessern, die Chancen der Mädchen für die Zukunft durch Bildung zu erhöhen und so ihrer Benachteiligung langfristig etwas entgegenzusetzen.
Um den tatsächlichen Bedarf und die Bedingungen vor Ort einschätzen zu können, ist eine Erkundungsreise vor Beginn der Projektumsetzung nötig.
Hierbei soll unter Anderem eine geeignete Lage für die Anlage ausgewählt, die Möglichkeiten der Materialbeschaffung vor Ort überprüft, Kontakt zu Händlern und Handwerkern so wie möglichen Kooperationspartnern wie bspw. der deutschen Botschaft in Tansania aufgenommen werden. Die Erkundungsreise soll zudem sicherstellen, dass ortsspezifische Faktoren bereits in der Planungsphase Berücksichtigung finden.
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