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Gangway-Jobteam bringt Jugendliche in Arbeit

Ein Hilfsprojekt von: Gangway e.V. - Straßensozialarbeit in Berlin (T. Georgi)

Neuigkeiten: Hier infomiert Dich der Träger über den Stand der Dinge in diesem Projekt. So kannst Du beurteilen, wie mit den Spenden umgegangen wird.

T. Georgi (verantwortlich), verfasst vor etwa einem Monat

T. Georgi

Jugendlicher lebt nun nicht mehr in Messiwohnung

Vor 1 1/2 Monaten erhielten wir den Hinweis, bei einem Jugendlichen einen Hausbesuch abzustatten, da er sich schon längere Zeit nicht mehr gemeldet hat. Also hinein in unseren Beratungsbus und los. Wir hatten Erfolg und trafen ihn an. Jedoch waren sehr überrascht, seine Wohnung zu sehen, überall lagen Sachen herum, Papiere verstreut auf dem Boden, die Wäsche überall verteilt usw - er hat eben schon seit längerer Zeit nichts mehr in seiner Wohnung gemacht.

Nun nach 1 1/2 Monaten zeigt sich folgendes Bild, er selbst sagt, wir haben ihn gerettet aus seiner Lethargie. Wir haben ihm ein Praktikumsplatz in seinem bereits ausgelernten Beruf besorgt, dort hat er sich so gut angestellt, dass er dort eine Anstellung erhält und somit ab April nicht mehr von ALG 2 leben muss. Er ist seit 1 Jahr wieder zum Friseur gegangen, seine gesamte Wäsche ist durchgewaschen und wieder frisch, die papiere sind geordnet und der ganze Müll, der in der Wohnung verstreut herum lag, entsorgt. Da kam einiges zusammen... Wer jetzt seine Wohnung betritt, kann sich nicht vorstellen, wie sie vor 1 1/2 Monaten aussah.

Hier hat sich also wieder unser aufsuchender Ansatz bewährt.

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T. Georgi (verantwortlich), verfasst vor 3 Monaten

T. Georgi

Neues vom Jobteam

Trotz des immer wieder auftretenden Schneefalls sind wir unterwegs, um Jugendliche und junge Erwachsene aufzusuchen, die ALG 2 beziehen und aufgrund ihrer Probleme, wie bspw. erhebliche Verschuldung, Stress im Familien- oder Freundeskreis den Kopf schon in den Sand gesteckt haben. Die meisten dieser jungen Leute sind positiv überrascht, wenn sie erleben, dass wir wirklich Interesse an ihnen und ihrer aktuellen Lebenssituation haben und sind bereit, sich mit unserer Unterstützung wieder aufzurappeln.

So hat sich einer unseren Jugendlichen nun endlich seinem Schuldenproblem gestellt - er hat schon seit einem halben Jahr keine Post mehr geöffnet, ein typischer Verdrängungsmechanismus. Jetzt hat er erst einmal einen Überblick, wem er tasächlich wieviel Geld schuldet. Da er sich gerade auch in einer Maßnahme befindet, erhält er zusätzliches Geld und anstatt für irgendwelchen Konsum auszugeben, hat er nun begonnen, die Schulden abzutragen. Hilfreich für ihn ist, dass es uns gelungen ist, Vergleiche mit den Gläubigern abzuschließen, so dass er, wenn er weiter so konsequent dranbleibt, in ca. 1 Jahr sein Schuldenproblem gelöst hat. Wir stehen ihm natürlich zur Seite. Das Schöne ist, dass wir ihm direkt nsehen können, wie sehr er wieder aufblüht, da nun eine Lösung für sein Problem gefunden ist.

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T. Georgi (verantwortlich), verfasst vor 4 Monaten

T. Georgi

98 Jugendliche im Jahr 2012 intensiv betreut

Auch das Jahr 2012 war wieder sehr arbeitsreich. Fast 100 intensive Einzelfälle wurden von uns unterstützt - und intensiv meint intensiv.

Hauptprobleme unserer Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind neben der Arbeitslosigkeit vor allem hohe Schulden (meist 3000 - 5000 €), unklare Wohnverhältnisse (oft schlafen sie bei Freunden und stehen bei Streist mit diesen plötzlich auf der Straße) und Suchtprobleme. Meist ist zu Beginn, wenn wir die jungen Leute kennenlernen, gar nicht an eine Arbeitsaufnahme zu denken, da soviele Probleme "drumherum" geklärt werden. Aber, und das zeichnet unsere Arbeit aus, uns gelingt es fast immer, eine stabile Vertrauensbasis zu den Jugendlichen aufzubauen, so dass sie wieder Mut fassen, ihre Probleme zu lösen. Wenn dies geschafft ist, klappt es dann auch immer mit dr Aufnahme einer Arbeit oder Ausbildung.

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T. Georgi (verantwortlich), verfasst vor 4 Monaten

T. Georgi

Laptopspende erhalten

Da hat das neue Jahr mit einer großen Überraschung für uns begonnen. Die Firma Covus Core GmbH aus Berlin-Prenzlauer Berg hat uns einen neuen Laptop für unsere Arbeit gespendet, da unser alter im Sommer 2012 seinen Geist aufgegeben hat.

Wir brauchen ihn, um unsere Jugendlichen direkt vor Ort beraten zu können und direkt vor Ort Stellen im Internet zu recherchieren oder Schreiben an Ämter zu verfassen. Diese Spende erleichert uns nun unsere Arbeit sehr und wir freuen uns sehr darüber. Also nochmals vielen Dank!

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T. Georgi (verantwortlich), verfasst vor 5 Monaten

T. Georgi

Vielen Dank

an alle, die unsere Arbeit im Jahr 2012 unterstützt haben und mit ihrer Spende einen Beitrag leisten, dass wir erste Reparaturarbeiten im Januar 2013 an unserem Beratungsbus durchführen können.

Leider ist noch eine "Baustelle" dazugekommen, die Schiebetür läßt sich nicht mehr richtig schließen. :-( Aber auch das bekommen wir gelöst :-).

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T. Georgi (verantwortlich), verfasst vor 6 Monaten

T. Georgi

Vielen Dank!

für die bisherigen Spenden. Jeder Euro hilft uns weiter.

Was gibt es sonst Neues? Wir nähern uns dem Jahresende und ziehen allmählich Bilanz. Auch in diesem Jahr haben wir wieder mit über 100 Jugendlichen zu tun gehabt, die meisten von ihnen stehen vor einem massiven Problemberg, so dass, wenn wir die Jugendlichen kennenlernen, meist gar nicht vordergründig an Ausbildung oder Arbeit zu denken ist.

Als gravierenstes Problem ist uns dieses Jahr aufgefallen, dass immer mehr unserer Jugendlichen in sehr prekären Wohnsituationen sind, viele sind zu Hause rausgeflogen und schlafen nun mal hier und mal dort. Und es wird immer schwieriger, geeigneten und bezahlbaren Wohnraum für unsere Jugendlichen zu finden. Selbst in Randgebieten Berlins steigen die Mieten, so dass ein ALG-2-Bezieher keine geeignete Wohnung mehr findet. Hier benötigen wir dringend eine Lösung, denn unsere Erfahrung ist, dass Jugendliche ihren Weg gehen, wenn sie ein geschütztes zuhause haben.

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T. Georgi (verantwortlich), verfasst vor 7 Monaten

T. Georgi

Ausbildungsbeginn 2012

Im September und Oktober hat das neue Ausbildungsjahr begonnen. Aktuell konnten wir über 20 unserer Jugendlichen in ein Ausbildungsverhältnis vermitteln, worüber wir uns sehr freuen. Wir drücken den Jugendlichen die Daumen, dass sie erfolgreich sind und bleiben natürlich als Ansprechpartner für sie da.

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T. Georgi (verantwortlich), verfasst vor 9 Monaten

T. Georgi

Jobteam - Austauschprojekt in Litauen

Seit 2003 engagiert sich das Jobteam / Gangway e.V. mit Berliner Jugendlichen in Litauen und unterstützt zwei Schulen in kleinen Dörfern. So sind wir mit Jugendlichen auch in diesem Sommer für 1 Woche nach Litauen gereist, um uns ein konkretes Bild vor Ort zu machen, damit wir ein Austauschprojekt für das Jahr 2013 planen können. Wir haben das kleine Dorf Rakonys (ca. 20 km von der Hauptstadt Vilnius entfernt) besucht. Dort haben die Berliner Jugendlichen bereits im Jahr 2004 den Computerraum komplett renoviert. Als wir in der Schule ankamen, fiel uns gleich auf, dass es keinen richtigen Spielplatz für die Kinder gibt, nur eine Raketenrutsche steht da. Bei näherer Betrachtung fiel uns auf, dass die Rakete erheblich beschädigt ist und eine Verletzungsgefahr für die Kinder ausgeht (siehe Foto).

Die Direktorin erzählte uns, dass fast alle Spielgeräte abgebaut werden mussten, da sie nicht mehr den EU-Vorschriften entsprechen. Nun stehen die Kinder auf einer leeren grünen Wiese. Und obwohl seit dem EU-Beitritt fiel in die Infrastruktur Litauens investiert wird, bleiben die kleinen Schulen außen vor, wie man übrigens auch an dem Sportplatz der Schule sehen kann. Auch innerhalb des Schulgebäudes stehen einige Renovierungsarbeiten an, die wir gemeinsam mit den Bewohnern des Dorfes im nächsten Jahr machen wollen. Außerdem haben wir unseren Projektpartner, die Dorfschule in Senieji Trakai besucht. Dort haben wir im Jahr 2003 geholfen, die Klassenräume und den Schulflur zu renovieren. Wir wurden sehr herzlich empfangen, wie übrigens überall in Litauen, und in der Schule herumgeführt. Mittlerweile ist sehr4 viel geschehen, es wurde eine neue Sporthalle errichtet und eine neue Wärmedämmung angebracht. Obligatorisch war natürlich der Besuch der Burg in Trakai, die immer wieder sehr beeindruckend ist. Zurück in Berlin haben wir nun begonnen, das Projekt konkret zu planen, um im Sommer 2013 nach Litauen zu reisen und einen Beitrag zu leisten.

Der Gewinn solcher Projekte für unsere Jugendlichen ist, dass sie lernen, Verantwortung zu übernehmen, durch die Reise ihren Erfahrungshorizont erheblich erweitern und sie vor Ort ihr Knowhow einbringen können und unmittelbare Erfolgserlebnisse haben.

Alle Fotos zur Reise gibt es hier: http://www.facebook.com/media/set/?set=oa.394309207289769&type=1

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T. Georgi (verantwortlich), verfasst vor 11 Monaten

T. Georgi

Genau dafür sind wir da!

Im Februar diesen Jahres lernten wir die 19jährige Silvia kennen. Ihr Wunsch ist eine Ausbildung als Köchin oder Kosmetikerin. Da die Ausbildungen aber erst im September beginnen, haben wir ihr einen Platz in einem Berufsvorbereitungsprojekt vermittelt, damit sie dort schon mal praktische Erfahrungen sammelt und vor allem nicht zu Hause herumsitzt. Dort fühlte sie sich sehr wohl und ging regelmäßig hin.

Als wir letzte Woche einen weiteren von unseren Jugendlichen in dieses Projekt vermitteln wollten, teilten uns die Kollegen vor Ort mit, dass Silvia seit einiger Zeit nicht mehr erscheint und auch nicht ans Telefon geht. Sie baten uns, da wir ja ein aufsuchendes Beratungsteam sind, bei Silvia vorbeizufahren, und nachfragen, was los ist. Also sind wir gleich am Abend mit dem JOBEXPRESS los, um Silvia zu suchen. Wir haben Silvia auch gefunden. Sie war natürlich erst einmal überrascht, uns zu sehen und wir fragten, was los sei.

Sie erzählte, dass sie von einem anderen Jugendlichen, der aus dem Berufsvorbereitungsprojekt auch rausgeschmissen wurde, gemobbt wurde und er ihr droht. Sie hat sogar Anzeige bei der Polizei erstatten müssen. Sie hat sich nicht mehr getraut, zum Projekt zu gehen, da sie befürchtet hat, dass dieser Jugendliche ihr in der Nähe auflauert. Außerdem war es ihr unangenehm, den Mitarbeitern vor Ort Bescheid zu sagen, da sie dann noch mehr Angst vor irgendwelchen Represalien hatte. Grundsätzlich würde sie aber gern in dem Projekt bleiben wollen.

Ich bot ihr an, mit ihr gemeinsam am nächsten Tag zu dem Projekt zu gehen und alles mit den Mitarbeitern zu besprechen. Sie wirkte erleichtert, denn allein hat sie sich nicht mehr hingetraut. Also gesagt, getan. Die Mitarbeiter sicherten ihr auch volle Unterstützung zu. Man konnte Silvia richtig im Gesicht ansehen, wie ihr ein Stein vom Herzen fiel, als sie hörte, dass sie wieder in dem Projekt sein kann.

Als ich heute, also 1 Woche später, wieder bei dem Projekt vorbeischaute, war Silvia da und hatte ihr Lächeln zurückgefunden.

Und genau so muss Jugendsozialarbeit meiner Ansicht nach funktionieren. Kurze Wege und Informationen zwischen den Projekten, so dass schnell korrigierend eingegriffen werden kann. Und das Ergebnis gibt uns Recht, dass dieser Ansatz funktioniert.

Übrigens - im September beginnt Silvia ihre Ausbildung! Wir freuen uns für sie.

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