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Closed Traditionelles Saatgut zur Ernährungssicherung

Provinz Eastern Cape, South Africa

Closed Traditionelles Saatgut zur Ernährungssicherung

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Das Projekt wurde erfolgreich abgeschlossen. Wir danken allen Spenderinnen und Spendern für ihre Unterstützung.SODI unterstützte in der Provinz Eastern Cape vier Farmerinitiativen bei der Züchtung traditionellen Gemüses und 50 Frauen mit Trainings.

Patricia S. from SODI e.V. (Solidaritätsdienst International)Write a message

Die Provinz Eastern Cape gehört zu den ärmsten Regionen Südafrikas. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Familien auf dem Land sind dabei besonders von Armut betroffen. 60 bis 80 Prozent ihres Einkommens geben sie für Nahrungsmittel aus. Das restliche Geld wird oftmals für Samen und Setzlinge verwendet. Dabei bleibt den Kleinbauern aus finanziellen Gründen oft nur die Möglichkeit auf zwar kostengünstige, aber nur einjährig nutzbare gen-modifizierte Organismen zurückzugreifen. Da diese Pflanzen nur einjährig nutzbar sind, werden die Kleinbauern gezwungen, jährlich neue Samen für die Pflanzzeit zu kaufen. Durch die Nutzung von gen-modifizierten Organismen und dem Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel wird die Bodenqualität gemindert. Langfristig verringert sich so der Ertrag der zur Verfügung stehenden Anbaufläche weiter, bis letztendlich der Boden so unfruchtbar ist, dass darauf kaum noch Pflanzen gedeihen. Durch diese Art von Landwirtschaft sehen sich die Kleinbauern einer unsicheren Ernährungssituation mit immer wenigeren vielfältigen Agrarprodukten gegenüber.

Ökologische Landwirtschaft ist nach Ansicht unseres südafrikanischen Partners TCOE die einzige nachhaltige Lösung, um langfristig Ernährungssicherheit in den ländlichen Gemeinschaften Südafrikas zu erreichen. Daher unterstützt SODI in der Provinz Eastern Cape vier Farmerinitiativen bei der Züchtung traditionellen Gemüses.

Im Rahmen des Projektes sollen Mitglieder der vier Farmerinitiativen die effektive und nachhaltige Nutzung von Beeten, die speziell für das Anzüchten von Setzlingen verwendet werden, erlernen. Daneben wird durch die Nutzung der Anzuchtbeete und Saatbanken die Saatgutsouveränität der Kleinbauern gestärkt. Außerdem bleibt durch die Saatbanken die ökologische Vielfalt erhalten, indem neben „klassischen“ Nutzpflanzen wie Kartoffeln vor allem traditionelle Nutzpflanzen wie Marotse Melon, Bizana Beans oder Golden Beauty Mais angebaut, gezüchtet und weitergeben werden.

Projektlaufzeit: Oktober 2011 bis September 2012
Projektkosten: 52.980 €
Finanzierung: Fördermittel: 39.730 € (BMZ), Spenden: 13.250 €
Projektregion: Provinz Eastern Cape, Südafrika
Projektpartner: Trust for Community Outreach and Education (TCOE)