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Tiergestützte Therapie im Kinderhospiz

Tambach-Dietharz, Germany

Tiergestützte Therapie im Kinderhospiz

Tambach-Dietharz, Germany

Kindern ein Lächeln schenken, in einer schweren Zeit. Tiergestützte Therapie im Kinderhospiz schafft Momente, die bleiben.

Katja Mainusch from Kinderhospiz Mitteldeutschland gemeinnützige GmbH | 
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About this project

Die These, dass Hunde die besten Freunde des Menschen sind, wird nahezu jeder Tierfreund bestätigen. Hunde sind sehr treue, verlässliche und anpassungsfähige Partner. Doch nicht nur das. Sie sind Freund – und in vielen Fällen auch Helfer. So genannte  Therapiehunde werden in der tiergestützten-medizinischen Behandlung wie beispielsweise der Ergotherapie, der Psychotherapie, der Logopädie oder auch der Physiotherapie eingesetzt. Hunde eignen sich für eine begleitende Behandlung, da ihre sozialen Strukturen denen des Menschen ähneln. Hunde suchen genauso wie der Mensch Kontakt zu Sozialpartnern, genießen partnerschaftliches Verhalten, es wird im Sozialverband gespielt und Anteilnahme gezeigt. 

Daher motiviert die Anwesenheit eines Hundes zur Kontaktaufnahme und Kommunikationsbereitschaft. Sie trägt zum Abbau negativer Spannungen bei, vermindert Stress und hilft Ängste und Unsicherheiten zu überwinden. Aber auch motorische Fähigkeiten werden im Umgang mit dem Hund trainiert, gerade Kinder zeigen großes Interesse, mit dem Tier zu agieren. Hierdurch wird das Selbstwertgefühl gesteigert, das Kind wird selbstsicherer in seinen Handlungen. Therapiehunde lassen sich zudem gerne streicheln und anfassen und vermitteln so das Gefühl körperlicher Nähe. Das Kind fühlt sich angenommen und gebraucht, es lernt, sich selbst zu akzeptieren. Gerade bei Kindern mit unheilbaren und schweren Krankheiten ein wichtiger Lernprozess und unschätzbarer Effekt. 

Bei der Einbindung eines Therapiehundes sind einige grundsätzliche Kriterien zu beachten: Die Arbeit ist für das Tier sehr anstrengend, aufgrund der hohen Ansprüche eignet sich nicht jeder Hund für diese Arbeit. Neben einem aufgeschlossenen und freundlichen Wesen darf der Therapiehund nicht zu sensibel sein, denn die Motorik der Patienten ist oftmals nicht sehr fein. Er sollte Interesse am Menschen aufweisen, aber auch nicht zu aufdringlich sein, da die Intensität der Kontaktaufnahme immer vom Patienten ausgeht. 

Werden diese Besonderheiten berücksichtigt, kann ein Therapiehund überaus wertvolle Dienste leisten, speziell in der Interaktion mit hilfebedürftigen Kindern. Die gemeinnützige Trägergesellschaft des Kinder- und Jugendhospizes Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz diese Chance erkannt und in seinem ganzheitlichen Konzept therapeutischer Elemente den Einsatz eines Therapiehundes fest eingeplant.

Updated at 08. July 2019