Erdrutschopfer in Bolivien

An aid project by S. Hermenau in La Paz, Bolivia

100% funded

S. Hermenau (Project Manager)

S. Hermenau
Vor einigen Wochen sind in La Paz fünf Stadtbezirke den Hang abgerutscht, weil es so stark geregnet hat, dass die Erde aufweichte und die vielen Häuschen nicht mehr halten konnte.

Wir haben das Camp „Kupini II“ besucht, in dem 28 Zelte der bolivianischen Armee aufgebaut sind, in denen die Familien leben. Es existieren noch zwei weitere, viel größere Camps. Insgesamt haben ca. 6.500 Menschen ihr Haus verloren. Ein großes Wunder ist, dass es bei dem Unglück keinen einzigen Toten gab.

Mit 100 Euro kann man schon 20 Kilo Reis, 20 Kilo Nudeln, 12 Flaschen Pflanzenöl, 30 Pakete Monatsbinden, vier Pakete Babywindeln, 36 Stück Seife, Yoghurt und Pulvermilch kaufen. Ein 5-Kilo-Beutel Reis kostet 3,60 €, ein Paket Windeln 4,80 €. Diese Lebensmittel sind wichtig, da die Hilfe in den Notlagern langsam nachlässt, der Winter kommt und die Regierung bisher nur ein paar Kisten mit abgelaufenen Keksen und dergleichen gebracht hat.

Don Pepe, der „Präsident“ des Camps, erzählte uns, dass Kinderschuhe (8 €), Vitamintabletten (3 €) und Getreide (2,40 €) für die kalte Jahreszeit fehlen. In einer Gemeinschaftsküche wird für alle gekocht, in einem „Laden“ werden die Spenden gelagert.
Sie hoffen, von der Regierung neue Grundstücke angeboten zu bekommen, auf denen sie bauen können. Wir haben mit den verzweifelten Männern gesprochen, die fast 30 Jahre im Ort Kupini II gelebt haben. Ihre Häuser waren ihr ganzer Stolz -das Werk eines Lebens-; nun leben sie in Zelten oder Wellblechhüten. Viele von ihnen standen noch unter Schock.

Bei einigen Ruinen biegen sich langsam die hölzernen Fensterrahmen - ein sicheres Zeichen dafür, dass der Boden weiter abrutscht. Ich fragte, ob die Erdmasse wie eine Lawine über die Häuser kam. „Nein“, hieß es, „der Boden, die Wände, die Kacheln… alles wurde wie in Zeitlupe auseinander gesprengt und fiel schließlich ineinander, um dann abzurutschen.“

Der Fußballplatz, die Bäume des Parks und etliche Häuser liegen 300 Meter tiefer. Unter dem Schutt entdeckt man Matratzen, Tische, Teller, Kuscheltiere. Es ist eigentlich zu gefährlich, sie hervorzuholen, dennoch klettern Kinder, Männer und Frauen auf den Schuttbergen herum, um noch Materialien oder einige Möbel zu bergen.

Sie besitzen nur das, was sie im Moment der Flucht auf dem Leib trugen. Viele von ihnen sind Migranten aus anderen Teilen Boliviens, die in der Hauptstadt ihr Glück suchten, die Ärmsten der Armen. Wir wollen in zwei Monaten (Mai 2011) erneut vorbei schauen und dringend benötigte Lebensmittel und Materialien spenden. Daher bitte ich euch, zu spenden: Von 5 € kann man hier schon eine Menge kaufen! Natürlich verspreche ich hoch und heilig, euer Geld direkt an die Betroffenen abzugeben- ganz ohne Umwege.

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Location: La Paz, Bolivia

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Ask S. Hermenau (Project Manager):

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