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s´Mauganest - Ein heilpädagogisches Kinderheim im Mittenwald

Mittenwald, Germany

s´Mauganest - Ein heilpädagogisches Kinderheim im Mittenwald

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Das heilpädagogische Kinderheim „s´Mauganest“ eröffnete im Januar 2017 seine Türen für schutzbedürftige Kinder. Die Bezeichnung kommt aus dem Schwäbischen und bedeutet so viel wie „kleines Wohlfühlnest“. Genau dies möchte die private Initiatorin und

M. Krüger from Til Schweiger FoundationWrite a message

Derzeit leben 7 Schulkinder im Grundschulalter, fünf Kleinkinder von vier bis 22 Monaten und Hund Fritzi in dem ehemaligen Ferienhaus, das zu einem Kinderheim umgebaut wurde. Die Einrichtung will sich langfristig um die Entwicklung und Förderung von schutzbedürftigen Kindern, die nicht in ihren Familien leben können, bemühen und sie in einer familienähnlichen Gemeinschaft ihren Bedürfnissen und Talenten entsprechend fördern. Eine Besonderheit ist die Notaufnahme von Kleinstkindern zur Klärung ihres weiteren Unterstützungs- und Förderbedarfs. 
 
Warum Kinder in s´Mauganest kommen, hat ganz unterschiedliche Gründe. Mal sind die Eltern zu jung und überfordert mit der Erziehung, oft sind aber Alkohol- und Suchtprobleme, psychische Erkrankungen, Gewalt in der Partnerschaft oder Misshandlung von Kindern ein Grund, dass Kinder nicht mehr Zuhause wohnen können. Bei älteren Kindern sind es die finanziellen Probleme der Eltern. Natürlich kommen Kinder nicht sofort ins Heim, sondern es muss einiges geprüft werden, bevor die Kinder aus der Familie genommen werden dürfen. Die Prüfung der Erziehungsfähigkeit durch Jugendamt oder Familiengericht kann oft einige Monate dauern. Wenn das Kind ins Heim muss, stellt man sich das oft sehr tränenreich und mit viel Emotionen vor, denn es muss sicherlich schlimm für ein Kind sein, seine Eltern zu verlassen. „Hier weint keiner. Es ist schon ein Phänomen. Für die Kleinen ist es eher eine Entlastung. Wenn man als Kind täglich Gewalt oder suchtkranke Eltern erlebt, fühlen sie sich hier sicher. Sie wissen, hier tut mir keiner was“, weiß Monika Wendt, Sozialarbeiterin und Mediatorin. Die Eltern spielen natürlich dennoch eine Rolle. Wenn man den Kindern erklärt, warum sie im Kinderheim sind und der regelmäßige Kontakt besteht, entsteht auch kein Heimweh. Sie besuchen, wenn möglich, ihre Kinder alle zwei Wochen. Sie dürfen aber nicht in das Kinderheim. Es gibt separate Räume, die es für Besucher gibt. Für die Kinder ist das Mauganest ein sicherer Ort und der soll es bleiben. 

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