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Schule statt Betteln für indische Nomadenkinder - Bildung ist ein Privileg

Das Pardhi Hostel liegt in Maharashtra. Seitdem die 70 Nomadenkinder hier wohnen können, gehen sie regelmäßig zur Schule. Nur so können sie dem Kreislauf aus Armut und Kriminalität entkommen und Teil der Dorfgemeinschaft werden.

Susanne T. from Karuna Deutschland e.V.Write a message

Schulbildung und Lernen können ist nicht selbstverständlich, erst recht nicht in einem Land wie Indien. Besonders schwer haben es die Kinder der Pardhi Nomaden, die gar nicht oder nicht regelmäßig zur Schule gehen, wenn ihre Eltern auf der Suche nach Arbeit umherziehen. So leben sie mal hier, mal da in ihren ärmlichen Zelten. Oft werden sie von Dorfbewohnern verscheucht. Oder sie bekommen die Polizei auf den Hals gehetzt. Sie sind immer die ersten Verdächtigen, wenn irgendetwas passiert. Meist gehört Betteln zu ihrem Lebenserwerb, zu dem schon die Kinder beitragen müssen.

Wir unterstützen das Yashodhara Hostel, das von einer ortsansässigen, gemeinnützigen Organisation geführt wird. Unsere Partnerorganisation AYPSVP wurde von Ishwar Kale gegründet, der selber auch ein Angehöriger der Pardhi Nomaden Minderheit ist. Ishwar sagt: "Ich habe das Glück gehabt, dass ich zur Schule gehen konnte und gefördert wurde. So kann ich heute meinen Lebensunterhalt auf eine menschenwürdige und legale Art bestreiten. Viele andere Pardhis werden immer noch diskriminiert und kriminalisiert. Ich möchte, dass es meiner Gemeinschaft mal besser geht, und das fängt mit guter Schulbildung an". Karuna Deutschland unterstützt das Yashodhara Hostel seit 2013. Wir konnten mit Hilfe des BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) den Bau des neuen Wohnheimes finanzieren und helfen gerne weiter, die Kinder zu unterstützen.

Eine gute Schulbildung ist die Grundvoraussetzung, um dem Teufelskreis der Armut zu entkommen. Solange die Kinder bei ihren Eltern leben, wird ihr Schulbesuch immer wieder unterbrochen und schon bald gehen sie gar nicht mehr. Viele lernen erst im Wohnheim grundlegende Dinge wie Hygiene und Regelmäßigkeit. Besonders für die Mädchen ist das Leben im Wohnheim ein Segen. Anstatt zum Betteln geschickt zu werden, bekommen sie hier Unterstützung bei den Hausaufgaben. Damit sie nicht mit 14 verheiratet werden, arbeitet unsere Partnerorganisation intensiv mit den Eltern, um sie davon abzubringen. Eine schwierige Aufgabe, die viel Geduld, Fingerspitzengefühl und Hartnäckigkeit braucht.