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Manchmal reicht eine Projektseite nicht aus, um zu zeigen, was nötig ist. Und möglich. Hier eine Geschichte aus Kenia:

Eine Erfolgsgeschichte: Wie 70 Mädchen vor dem Hunger bewahrt wurden


Foto: Tareto Maa

Die Dürre hatte die Ernte zerstört, die Lebensmittelpreise waren um das Dreifache gestiegen und die Nahrungsmittel reichten nur noch für drei Wochen. Die nächste Ernte war noch ganze sechs Monate entfernt, und die Mitglieder der Gemeinde, die sonst spendeten, hatten selbst nichts zu geben. Das Rettungscenter der Organisation Tareto Maa in Kenia lag nicht direkt im Kerngebiet der Hungersnot, die sich 2011 in Ostafrika ausbreitete. Und die Gegend ist auch nicht wie Somalia zusätzlich vom Bürgerkrieg zerrüttet. Doch die 70 Mädchen des Rettungscenters waren in einer Notlage und akut von Hunger bedroht.

Rücklagen für diese Notlage hatte das Rettungscenter nicht. Tareto Maa hilft Mädchen, die von Beschneidung und Zwangsverheiratung bedroht sind, nimmt sie auf und kümmert sich um sie. Einige Monate zuvor, zur ‚Beschneidungssaison‘, waren derart viele Mädchen ins Tareto-Maa-Center geflohen, dass es selbst ohne Hungersnot nicht einfach war, die Mädchen zu versorgen. Die Dürre stellte für die Mädchen im Center also eine existentielle Bedrohung dar, und es war klar, dass es ohne Spenden keine Aussicht gab, die Mädchen vor dem Hungern zu bewahren.
Die Organisation Tareto Maa hatte bereits erfolgreich Projekte zur Unterstützung ihrer Mädchen auf betterplace.org eingestellt. Sie entschied sich, die Plattform auch jetzt zu nutzen, um auf die akute Notlage der Mädchen aufmerksam zu machen und für Nahrungsmittel Spenden zu sammeln.

Menschen in Deutschland hatten in den Medien von der Hungersnot in Ostafrika gehört, kannten Tareto Maa und wussten, dass die Einrichtung in Kenia, in Ostafrika arbeitet. Schnell fanden sie das Projekt auf betterplace.org und halfen. Zudem wurde das Projekt in die betterplace-Kampagnenseite zur Hungersnot in Ostafrika eingebunden. betterplace.org ermöglichte die schnelle Weiterleitung der Spenden an das Projekt, und nach nur zehn Tagen war bereits genug Geld gesammelt, um die Mädchen bis zur nächsten Ernte im April versorgen und Nahrungsmittel wie Mais und Bohnen kaufen zu können. Tareto Maa entschied sich, darüber hinaus weiter mit ihrem Projekt auf betterplace.org um Spenden zu werben. Dieses Mal für die Menschen der Gemeinde, denn auch sie waren akut von Hunger bedroht. Binnen kurzer Zeit kam genug zusammen, um zwei Mal in der Woche nach der Kirche Essen an die Kinder der Gemeinde zu verteilen.
Insgesamt spendeten die Menschen über betterplace.org 10.800 € an das Projekt. 90 Prozent aller Spenden, die die 70 Mädchen des Rettungscenters und die Kinder der Gemeinde vor den Folgen der Dürre und dem Hungern bewahrten, kamen damit von betterplace-Spendern.

Und das Projekt des Tareto-Maa-Centers geht weiter, denn auch jenseits der Dürrezeit brauchen die Mädchen Unterstützung. Mehr dazu gibt es hier.